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Würdiges Gedenken: "Stolpersteine" erinnern an drei Speyerer Familien, die Opfer des Nationalsozialismus wurden
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AKTUELLES | NEUE MELDUNGEN
Samstag, den 12. Mai 2018 um 08:27 Uhr

Fast liebevoll behandelt Gunter Demnig die Pflastersteine mit den kleinen Metallplatten an der Oberfläche, die Namen tragen - Namen der jüdischen Familienangehörigen, vor deren ehemaliger Wohnung sie ins Straßenpflaster eingefügt werden. Nach längerem politischem Gezerre - vor etwa zehn Jahren hatte eine Ratsmehrheit unter Führung der CDU die "Stolpersteine zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus Deportierten und im KZ umgekommenen Speyerer Mitbürger/innen verhindert – konnten unter großer medialer Anteilnahme am 11. Mai die ersten Stolpersteine in der Domstadt verlegt werden.

Das geschah im Gedenken an die Familien Mühlhauser in der Schraudolphstraße 26, Grünberg in der Schraudolphstraße 31 sowie Schultheis Im Lenhart 35. Insgesamt 16 Stolpersteine wurden verlegt.
Fünf Stadtführerinnen hatte das Thema nicht losgelassen - Sabrina Albers, Cornelia Benz, Katrin Hopstock, Jutta Hornung, Ingrid Kolbinger und Kerstin Scholl. Ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass die Erinnerung an die von den Nationalsozialisten Verfolgten Speyerer lebendig bleibt und mahnt, so etwas nicht mehr zuzulassen.
Schülerinnen des Edith-Stein-Gymnasiums gestalteten die Stolperstein-Feier mit, trugen ein Gedicht vor und informierten über die Familien.
Es war ein würdiger Gedenkakt, dem Ereignis angemessen. Sowohl bei der Verlegung der Stolpersteine als auch zuvor bei einem Empfang zuvor waren Ewald Matuszewski mit seiner Frau und seiner Tochter Saskia zugegen. Er ist der Enkel von Jakob und Emma Schultheis und der Sohn von Stanislaus und Emma Matuszewski. Seine mittlerweile verstorbene Schwester Ursula wurde in Haft geboren und deshalb wird für sie auch ein Stolperstein verlegt. Ursulas Tochter Sabine Benz war mit Mann Andreas und Tochter Luisa gekommen.
Von der Familie Mühlhauser Yoram und Ofra Millo aus Jerusalem angereist. Yoram ist der Sohn von Franz Mühlhauser. Sie haben den Nachnamen in Israel auf Millo ändern lassen. Die beiden hatten ihre zwei Söhne samt Ehefrauen und zwei acht Monate alten Babys mitgebracht. Yoram und einer seiner Söhne haben das "Kaddisch" zur Erinnerung an ihre verstorbenen ihre Familienmitglieder gebetet.
Durch ihre inzwischen große Zahl in mehr als 1.200 Städten in 20 Ländern wurden die "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig zum weltweit größten dezentralen Mahnmal für die Opfer des Holocaust. (ks/Fotos: ks)

Spendenkonto: Stadt Speyer IBAN: DE20 5455 0010 0000 0015 86 ? BIC: LUHSDE6AXXX Kennwort: Stolpersteine
Initiative Stolpersteine für Speyer stolpersteine-speyer.com

 

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