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Im vollbesetzten Ägidienhaus überraschte der CV Rheinfunken mit dem Prinzenpaar Sabrina I und Marc I die anwesenden Närrinnen und Narren mit einem wunderbar unterhaltsamen und kurzweiligen Programm. Mit viel guter Laune, Show, Tanz, Musik, vielen Ahoi‘s und Raketen, präsentierten sie Fasnacht vom Feinsten. Zu Beginn brillierte Andrea Pfadt als „Till“ in der Bütt und gab pfiffige Antworten zu welt- und bundespolitischen Themen wie Eurokrise, Privatkredite, Zwickauer Zelle und Kreuzfahrten. Immer wieder stellte sie die Frage: „Spieglein, Spieglein in der Hand, was sagt mir dein Sachverstand? Auch die Diskussion zum Abzug der Speyerer Kripo und Lage im Wohnungsbau ließen den Till nicht kalt.
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Danach verzauberte der Magier Michael Horn das närrische Publikum. Alleinunterhalterin Martina Vogt sorgte mit Schunkelrunden und Gesang von Anfang an für tolle Stimmung.
Zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen Helmut Kauf und Ralf Schuy. Als Spira-Duett ernteten sie viel Applaus. „Die zwä Pälzer“, der Schwerenöter-Helle und die sexy Brezel, feuerten durch ihre originellen Zwiegespräche und Lieder eine Lachsalve nach der anderen ab.
Viel Beifall bekamen auch die vier jungen Spring-Mäuse vom TSV, die von Trainerin Kirsten Venus betreut werden. Anschließend wirbelte das CVR-Showtanz-Trio über die Bühne und durfte diese erst nach einer Zugabe verlassen. Die drei Mädels tanzten sich mit ihren Beiträgen „Puttin‘ on the Ritz“ und „Ich will keine Schokolade, sondern einen Mann“ in die Herzen der Zuschauer. Trainiert werden sie von Silvia Zahn.
Die Rheinfunkenspritzer blickten schwungvoll, vor Speyerer Kulisse mit Domnapf und Mühlenschiff, auf das letzte Jahr zurück. Ihr Motto war: „Speyer diese alte Stadt – die so viel zu bieten hat“. Themen wie Bau eines Mühlenschiffes, Dombeleuchtung, Umbau des Postplatzes, zugeparkte Straßen, überfüllte Cafés, Stau auf der Rheinbrücke, Salierjahr und Domnapffüllung waren von Bedeutung. Die Ideen vom Stadtrat waren jetzt gefragt. Die Aussicht einer 6-spurigen Rheinbrücke, ein Parkhaus unterm Festplatz und ein Panorama-Dreh-Restaurant mit Sommer-Rodelbahn zu bauen dazu die Entstehung eines Tiefbahnhofes – Speyer 21 – von der Postgalerie bis zur Haltestelle St. Joseph, ließ den herbei eilenden Engel Hubert Ehrmantraut frohlocken: „Lieber Gott lass das gelingen, un mir viele Schäfchen bringen“. Und dann fuhr immer wieder dieser stolpernde Fahrradfahrer auf die Bühne, der es nicht lassen konnte, sein Liedchen zu trällern: „Ich fahr so gerne Rad“.
Als zur Domnapffüllung auf das Wohl der Stadt Speyer mit dem Lied „Ja, so en gute Domwoi …“ angestoßen wurde, war die Stimmung auf dem Höhepunkt und der ganze Saal stimmte singend und schunkelnd mit ein.
Vor märchenhafter Kulisse, mit falschem Text und im falschen Märchen, betrat ein Geschwisterpaar in Latzhose und Schürze die Bühne. Schwänzel und Kneedel (Karl-Heinz Wingerter und Tanja Schuy) erzählten von der Hexen-Mutter, die ihnen kein Essen gab und sie in den dunklen Wald verbannte. Umher irrend, rief Schwänzel ungehalten: „Das Jugendamt wird informiert“ und Kneedel darauf ängstlich: „Im Wald ist es wie im Dschungel-Camp – ich bin im Nebel, holt mich hier raus!“. Toll überzeugten Vater und Tochter mit dieser Interpretation des Märchens.
Trainerin Vanessa Pfadt präsentierte mit dem Herrenballett der Rheinfunken einen großartigen Wildwest-Tanz mit einem federgeschmückten Häuptling. Mit tobendem Applaus wurde vom Publikum eine Zugabe gefordert.
Viel Spaß und gute Stimmung verbreitete die Playback-Hitparade, so dass es keine Närrin und Narr mehr auf dem Stuhl hielt. Die Stars wie Matthias Reim (Andreas Schmitt), Jürgen Marcus und Rex Gildo (Christian Löffler), Dieter Thomas Kuhn (Rüdiger Kiktenko) mit ihren größten Hits, waren zum Greifen nahe. Auch die Prinzen (Michael Horn mit den oben Genannten) gaben ihr Debüt. Nach diesem musikalischen Leckerbissen musste als Zugabe der König von Mallorca (Andreas Schmitt) her.
Viele Lacher und stürmischen Applaus erhielten zwei goldische, in Strampelhöschen gekleidete, Scheißer (Ingrid und Helmut Kauf). Auf allen Vieren reingekrabbelt, gaben sie listig kund, wie sie zum richtigen Zeitpunkt durch Quengeln und Schreien den ganzen Tages- und Nachtrhythmus der stolzen Eltern und Großeltern durcheinander gebracht haben. Tja, nicht nur die Babys, auch die Eltern haben‘s schwer!
Akrobatisch zu flotten Liedern und schönen Kostümen tanzte das CVR-Polka-Trio, Vanessa Pfadt, Katharina Schmidt und Karina Fuchs. Dafür bekamen die drei Mädels, die sich selbst trainieren, tosenden Beifall.
Die geniale Karina Kauf überzeugte als flotte Fitness-Kaddel in der Bütt. Ihre Erlebnisse im Sportstudio und in der freien Natur verpackte sie wunderbar in nie endende Aufzählungen. Gymnastik, Jogging, Walking, alles hatte sie ausprobiert um fit zu bleiben und auch noch Magerkost zu Hause eingeführt.
Den vom Heimweh nach der Fasenacht geplagten CVR-Narrenchor „Die Speyerer Brezle“ packte seine Leidenschaft für Speyer in flotte und mitreisende Melodien. Als Zugabe präsentierte er der ausgelassenen und begeisterten Narrenschar zwei Evergreens: „de Brezelbu“ und das „Sunnebrickel“.
Vielbejubelt und in Ledertracht, jammerte laut de wunderbare Altstadtkalle (Karl-Heinz Wingerter): „Nie wieder ins Kleinwalsertal, denn nach Mallorca will moi liewi Fraa in diesem Jahr“. Übermütig froh stimmte ihn nur die Aussicht, dass bei einem Flugzeugabsturz, die Ehefrau geraubt oder von einem Schakal gefressen würde. Endlich stünde dem Traumurlaub im geliebten Speyer nichts mehr entgegen.
Ein weiterer Glanzpunkt des Abends, mit stürmischem Applaus bedacht, war die sehr originelle Aufführung der „Showgruppe mit den Ohrwürmern“. Die Dudenhofener Mädels, die im Eiltempo mehrmals ihre Outfits wechselten, werden von Ruth-Eva Fleischmann trainiert. Sie überzeugten, wie immer in den letzten Jahren, mit ihren kreativen Tanzfiguren und hoher Synchronität.
Zum Schluss verabschiedeten und bedankten sich das Präsidium und das Prinzenpaar bei allen Akteuren und Helfern des Abends von einer in Hochstimmung ausgelassenen Narrenschaar. (spa/Fotos: Privat)
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