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"Kadi, kadu, kadol, änn Limburger stinkt halt emol" - Qualitativ hochwertiges Programm der SKG-Herrensitzung sorgt für beste Stimmung (MIT FOTOSERIE)
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FASNACHT | FASNACHT 2013/14
Sonntag, den 09. Februar 2014 um 23:53 Uhr

"Kadi, Kadu, Kadaz, fer äier Zukunft seh ich schwarz." Zumindest die kurzfristige Vorhersage der Zukunft durch den "Hellseher Hanussen" alias Hans-Günter Glaser bei der Herrensitzung der Speyerer Karneval Gesellschaft (SKG) am Samstag (freitags hatte es bereits eine Sitzung gegeben) im Keller des Historischen Museums am Wochenende war falsch. Zumindest für einige Stunden ging es den Herren der Schöpfung, so ganz ohne Frauen, blendend. Zur guten Laune trug das qualitativ hochwertige Programm mit fasnachtlichen Beiträgen von durchweg großer Klasse erheblich mit bei.

ZUR FOTOSERIE

Auch Sitzungspräsident Michael "mig" Grohmann hatte seinen Abteil an der gelungenen Veranstaltung, denn der führte nicht nur souverän und nie um einen passenden Spruch verlegen, durch das Programm. Seine pfälzische Version des komischen schwäbischen Fernsehduos "Hannes und der Bürgermeister, in diesem Fall "Heiner und Hansjörg", gemeinsam mit SKG-Neuzugang Michael Scheible, kann man nur als gelungen bezeichnen. Außerdem griff er so "zwischendurch zur Aufmunterung" zur Gitarre und brachte die Herrschaften mit einem Lied in närrische Verzückung.
In solch eine Verzückung hatte zu Beginn des Abends bereits Hans Gruber, der Heuer 95 wird, das Publikum versetzt, als er höchst persönlich das von ihm vor 50 Jahren getextete "Heidelberg-Lied" anstimmte.
Das Eis gebrochen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Horst Kapp, der als Till die große und die lokale Politik auf seine ganz eigene Weise interpretierte. Da bekamen alle ihr Fett weg: Die FDP, die Kroko, Pofalla und die Bahn und auch Tebarz van Elz, um nur einige zu nennen. Spott über die FDP und den Limburger Bischof zog sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge unter der "SKG-Keesglock".
Hoch schlugen die Stimmungswogen beim Altmeister der Speyerer Fasnacht, Werner Hill. Als Römer "Spirius Serpentinus", ausgegraben am Marienheim, hatte er nicht nur profunde Kenntnisse über die Geschichte der Antike, sondern war auch beim aktuellen Geschehen voll auf der Höhe der Zeit. Früher hätten alle Wege nach Röm geführt doch heute führen alle umgeleiteten Wege zum Dom. Im Vergleich würden die heutigen Politiker mit denen seiner Zeit bescheiden abschneiden: "Nero hat mit 26 Rom niedergebrannt und Eger hat mit 50 das Woogbachtal und den Platz des heiligen St. Guido saniert."
Der Vortrag Hills, der ebenfalls bereit Mitte 80 ist, war ein sprachliches Feuerwerk, bei der sich eine Pointe an die andere reihte. Er trieb die Zwerchfelle der "Senatoren" des närrischen "Plenums Maximus in Sanctus Delirium" zur Schwerstarbeit.
Sei Debut unter der Keesglock gab Weihbischof Otto Georgens. Er befasste sich mit den alltäglichen Lügen wie die vom Nikolaus, der angeblich mit einen Sack voller Gaben komme, oder dem Osterhasen, der bunte Eier lege: "Aach des mit dem Klapperstorch, der angeblich Zwilling bringt, wann ma ihm Zucker uff die Fenschterbank legt, isch geloche, denn aach dobei sorcht defor nur die Mudder, unn a de Fadder." Eine Rakete für seine Weisheiten war dem Gottesmann sicher.
"Wer dro isch, der isch dro", so der Refrain des Leierkastenmannes, seit vergangenem Jahr verkörpert durch Udo Seiler. Und es kamen alle dro: der Schifferstadter Frauenarzt und "Hobbyfotograf", Merkels Skiunfall, der Limburger Bischof, die Parteien, aber auch der Speyerer "Ölprinz" Hansjörg und der Dirndlwettbewerb.
"Weil sie mich ämol gelosse, hab isch den Bund fürs Lewe gschlosse." Früh gefreit, lang gereut, kann man das Fazit des "Goldenen Hochzeiters" Günter Möller, ein alter Bekannter bei der Herrensitzung, charakterisieren. Dass seine vorgetragenen Erfahrungen eines langen Ehelebens den versammelten "Teilzeit-Chauvinisten" aus der Seele sprachen, bedarf keiner besonderen Erwähnung.
Mit Bernd Weller hatte die SKG einen Komiker-Profi eingekauft, denn er ist bekannt als "Spitz" von "Spitz und Stumpf", dem Comedy-Duo. Als von Computern genervter "Anilin-Mitarbeiter" sieht er in den Playmobil-Figuren ein reines, unmenschliches Computerprodukt. Er wollte zurück zu Zettel und Bleistift, um die Macht der Maschinen zu brechen.
In einem musikalischen Endspurt brachte der "einzig wahre" Anton aus Tirol den Kellerraum zum Kochen.
Noch einmal zurück zum Wahrsager Hanussen. Der sah Brüderles Zukunft als Schäfer, hätte er dann so manches "Schäferstündchen". "Beim Langlauf Merkel sportlich nur so protzt, isch se uff de Arsch geplotzt. Dess gebrochne Kanzlerbecke, kann net bei jedem Mitleid wecke", so eine Erkenntnis aus der Glaskugel. "Kadi, kadu, kadol, änn Limburger stinkt halt emol, wann ma de Hang zu Protze hot, dann stinkts halt bis zu liewe Gott", so eine weitere seiner Weisheiten, mit der er die Lacher auf seiner Seite hatte. (ks/Fotos: ks)