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Tolle Stimmung, tolles Programm: SKG unterstreicht mit großer Jubiläums-Prunksitzung ihren Rang als Nummer 1 der Speyerer Fasnachtsvereine (MIT FOTOSERIE)
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FASNACHT | FASNACHT 2013/14
Montag, den 24. Februar 2014 um 17:47 Uhr

Von Klaus Stein
Das war einfach nur großartig, was die alt-ehrwürdige Speyerer Karneval Gesellschaft (SKG) bei ihrer großen Prunksitzung am Samstag in der voll besetzten Speyerer Stadthalle dem närrischen Volk alles bot. Mehr als fünf Stunden Programm, wobei ein Höhepunkt auf den anderen folgte. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung, wurde geschunkelt, getanzt, bewegten sich die Hände im Takt der Stimmungsmusik.

 

ZUR FOTOSERIE

Die Urmutter aller Speyerer Fasnachtsgesellschaften hat auf beeindruckende Art deutlich gemacht, dass sie auch im 77. Jubiläumsjahr immer noch die Nummer 1 im Schatten des Doms ist.
Die Eröffnung ist traditionell dem ebenfalls aus der Fasnacht hervorgegangenen Fanfarenzug Rot-Weiß Speyer mit Eckhard Krieg an der Spitze vorbehalten.
Nach der kurzen Begrüßungsrede der Prinzessin Sibylle I. lag es an dem SKG-Aktiven Horst Kapp, der schon seit vielen Jahren als Till mit seinen närrischen Weisheiten erfreut, den Reigen der Darbietungen auf Bühne und in der Bütt zu eröffnen.
Nachdem Werner Hill bereits bei der Herrensitzung als römischer Legionär "Spirus Serpentinus" mit geschliffenem Wortwitz auf den verschlungenen Pfaden der lokalen Ereignisse wandelte, begeisterte er auch in großem Rahmen das närrische Auditorium. Hill verkörpert, wie der unverwüstliche Hans Gruber, der wie immer in vorderster Linie zu finden war, ein langes Stück der SKG-Historie.
Mit ihrem Tanz rissen die vor zwei Jahren gegründeten "Zuckerpuppen" (Cornelia Cerin, Andrea Hick, Hildegard Jung, Edeltraud Mornhinweg, Evelin Sanderbeck und Claudia Wittmann - Trainerin Sarah Stephan) die Gäste, darunter Oberbürgermeister Hansjörg Eger mit Gattin sowie Bürgermeisterin Monika Kabs mit Ehemann, förmlich von den Sitzen. Prinzessin Sibylle Hestermann, ebenfalls "Zuckerpuppe", musste ihren angestammten Platz auf der Bühne kurzzeitig verlassen.
Den Saal zum Kochen brachten die beiden "Dubbebrieder" aus Frankenthal. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf den Tischen singend, schlug die Stimmung hohe Wogen, ja beinahe Stimmungs-Monsterwellen.
Viele teils "pikante" Details aus 77 Jahre SKG-Geschichte, nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen, denn "die SKG muss sauber bleiwe", gaben die Spottdrosseln (Martina Groeger, Edeltraud Mornhinweg und Dorothea Bayer-Lindenschmidt, unterstützt von Karl-Heinz Lindenschmidt als Kellner) zum Besten. Beispielsweise von der Prinzessin, die nach der Kampagne schwanger war. Als sie die SKG-Hymne "heit Nacht werd durchgemacht" anstimmten, hatten sie das Publikum in der Tasche.
Auch Hildegard Jung als Jubiläumsgratulantin gelang es, die Narren im Saal in ihren Bann zu ziehen. Kein Wunder, den sie sei zur schönsten und klügsten Frau gewählt worden - vom ADAC. Ihre Pointen saßen punktgenau, so dass der Beifall hoch verdient war.
Akrobatisch demonstrierte Caroline Fritz als Tanzmariechen karnevalistischen Tanz auf höchtem Niveau. Die Sportlerin des  Tanzsportclubs  1990 ist in diesem Jahr in die Bundesliga aufgestiegen, wo sie aktuell Platz zwei belegt.
Nach der Pause rockten die "Pälzer Grumbeere", eine Musikgruppe der Mechtersheimer Karnevalsvereins (MKV), die Stadthalle. Sie können es mit den legendären Kölner Karneval-Bands wie "De Höhner" locker aufnehmen.
Man merkte Michael Grohmann - der gemeinsam mit Horst Kapp die Sitzung leitete - und Micheal Scheible die gewonnene Erfahrung bei der Herrensitzung beim Sketsch "Hannes und Hansjörg", eine Parodie auf "Hannes und der Bürgermeister", förmlich an. Irgendwie war es am Samstag lockerer.
Ebenfalls locker war "Leierkastenmann" Udo Sailer, bei dem jeder "dro kummt, der dro isch".
Ein optischer Leckerbissen waren die jungen Damen der Garde des MKV. Akrobatisch und synchron wirbelten sie über die Bühne, bestens eingestellt von ihren Trainerinnen Yvonne Brech und Tanja Birkle-Zürker, und verdienten sich ihre "Rakete" redlich.
Mit Liedern aus sieben mal elf Jahren SKG leistete auch Ober-SKG-Dame Margitta Hoffmann einen tollen Beitrag ur gelungenen Sitzung. Ihr großer Abend wird wieder die Damen-Sitzung am "Schmutzigen Donnerstag" sein.
Mit Bernd Weller und Götz Valter als "Spitz und Stumpf" sowie dem aus der Fernsehfasnacht bekannten Günter Dudenhöffer hatte die SKG keine Kosten gescheut und Profis engagiert.
Es war bereits nach Mitternacht, als das Männerballett mit ihrem anmutigen und eleganten Tanzstil einen weiteren Höhepunkt markierte, der nahtlos ins große Finale überging.
Am Ende war klar, dass die Jubiläums-Prunksitzung der SKG den Vergleich mit Fernsehsitzungen nicht zu scheuen braucht, ja sogar lebendiger und authentischer war als die oft glattgebügelten Tele-Veranstaltungen. (Fotos: ks)