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"Lebhafter als letztes Jahr": Narren stürmen Speyerer Rathaus mit viel Gelächter und Heijo
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FASNACHT | FASNACHT 2013/14
Dienstag, den 04. März 2014 um 22:18 Uhr
"Herr Oberbürgermeister, schauen sie nicht so entsetzt/Ja, Hansjörg Eger, wir haben Sie absetzt!" Mit diesen markigen Worten wurde der Oberbürgermeister am Fasnachtsdienstag von den versammelten Fasnachtsvereinen der Domstadt seines Amtes enthoben. In seinem eigenen Amtszimmer musste das Stadtoberhaupt nicht nur eine von SKG-Sitzungspräsident Michael Grohmann verlesene Kapitulationsurkunde als "verwesender Oberbürgermeister" unterschreiben, sondern sich auch noch von den vier Fasnachtsprinzessinnen Speyers fesseln lassen - alles spaßeshalber natürlich. Der "Verhaftung" durch die resoluten Damen zeigte sich Eger kaum gewachsen und gab demnach mit einem Lachen schnell klein bei.

Beim alljährlichen Rathaussturm der Speyerer Narren ging es, so Eger, "deutlich lebhafter zu als noch letztes Jahr". Nachdem die Fasnachtsvereine mit Blasmusik die Maximilianstraße hinauf gezogen und das Stadthaus in Beschlag genommen hatten, entbrannte unter viel Gelächer und Heijo ein amüsierter Schlagabtausch zwischen Eger und den Rathausstürmern. So musste sich der Oberbürgermeister zwar der Festsetzung durch die Prinzessinnen geschlagen geben und auch die Urkunde unterschreiben, die ihn von allen Amtsgeschäften bis Mitternacht freistellte, dafür bemerkte er aber amüsiert, dass "die werten Damen", gemeint waren die Prinzessinnen, "sehr viel ausgeruhter aussehen als die ganzen Herren".
Beim anschließenden Empfang im historischen Rathaus, zu dem sich Eger widerstandlos gefesselt und unter lautstarker Guggemusik führen ließ, wurden ihm dann die elf Speyerer Narrengebote des Fasnachtsdienstags vorgelesen, an die er sich auch gehorsam hielt: Seine Rede sprach er in Reimen, er knickste vor den Prinzessinnen, lud zu Speis und Trank und grüßte in allen geforderten Arten, egal ob Hellau oder Heijo, Hipphipphurra oder Ahoi, sodass er am Ende wieder "von der Leine" und frei gelassen wurde. Danach zeigte der Oberbürgermeister, dass er verzeihen konnte und gab den guten Gastgeber: Für die Prinzessinnen hielt er Blümchen bereit, für die Sitzungspräsidenten der Fasnachtsvereine gab es Ruländer und auch die übrigen, närrischen Gäste konnten bei Brezeln und Wein ihre "Herrschaft" über die Stadtgeschäfte genießen. (agp/Foto: ks)