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Naturjuwel Salzburger Lungau: Wandern im Almsommer, feiern im Bauernherbst
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URLAUB UND FREIZEIT | Freizeit
Mittwoch, den 14. Oktober 2015 um 20:59 Uhr
Von Michael Stephan
Im Salzburger Lungau, eingebettet zwischen den Niederen Tauern und den Nockbergen, erwartet Naturliebhaber ein Wanderparadies der Superlative. Wunderschöne Almen und eine intakte Natur mit einer Fülle von Pflanzen, Beeren und Kräutern machen den Almsommer und den Bauernherbst zum sinnlichen Genuss. Im Bauernherbst werden im Salzburger Lungau landestypische Feste gefeiert und es werden heimische Schmankerl aufgetischt. Die Bauernherbst-Feste sind Traditionsfeste, nichts wird eigens für Touristen „konstruiert“, aber alle Gäste sind herzlich willkommen – bei bodenständigen und unverfälschten Festen und gelebtem Brauchtum.

Jedes Jahr kehren im Herbst die Lungauer Schafe von Almen heim. Grund genug, dies ausgiebig zu feiern. Ein ganz besonderes Ereignis ist der Schafabtrieb im Göriachtal. Ein Großereignis, bei dem jeder gerne mithilft und das nach getaner Arbeit leicht in ein Volksfest mit reichlich gutem Essen und Musik „ausartet“. Die Landwirte und Schafhalter sind schon lange vor uns in das idyllische Tal gefahren und suchen mit der aufgehenden Sonne ihre Schafherden am Fuße des Hochgollings. Die Schafe, die den Sommer auf den sanften Almwiesen verbracht haben, müssen im Herbst aufgespürtm zusammengetrieben, nach Besitzern sortiert und für den Winter in ihre Ställe gebracht werden. Der Schafabtrieb gehört zu uralten Tradition im Göriachtal. Ganz im Zeichen des Schafs herrscht derweil im Hüttendorf reges Treiben. Stände werden aufgebaut und dienen dem Verkauf von Produkten rund ums Schaf. Wolle, Gefilztes und Gestricktes werden dort präsentiert. Musik, Unterhaltung, Kunsthandwerk und Köstlichkeiten umrahmen die mühevolle Arbeit, die Schafe zu zählen und zu mustern, damit sie dann von den Almbauern verladen und zu den Höfen gebracht werden können. Bis es aber soweit ist, müssen die Schafe ihren Weg ins Hüttendorf finden. Lange Zeit hören wir im Nebel des Frühmorgens nur das Blöken der Widder, Lämmer und Mutterschafe. Die Glocken bimmeln und hier und da ertönt ein Lockruf von den Almbauern. Dem folgen die Schafe, brachte er doch in der Almweidezeit leckeres Salz zu ihnen. Endlich, alle Schafe sind da und werden handverlesen. Allerdings nicht nur für den Transport (oder Weg) ins heimische Winterquartier, ein paar Schafe warten in einem separaten Pferch auf eine neue Frisur.
Ein Schurprofi zeigt die Kunst des Schafscherens. Wir staunen mit den anderen Zuschauern um die Wette. Zwei Helfer bringen einen nun gar nicht mehr lammfrommen Schafbock zum Scherer. Anscheinend wendet dieser einen Zaubergriff an, denn der Bock ergibt sich gelassen seinem Schicksal. So schlimm scheint es auch gar nicht zu sein. Mit ruhiger Hand lässt der Schurprofi das Vlies auf den Boden fallen. Zuerst nur wenig, aber je nackter und auch kleiner der Bock wird, desto mehr Kilo Vlies landen auf dem Boden. Schnitt man früher das Vlies mit einer Schere ab, so erfolgt die Schur heute immer noch mit der Hand, aber mithilfe einer elektrischen Schermaschine, die an einen Rasierapparat erinnert. Nach einigen Minuten geht ein nackter Widder, aber deswegen nicht weniger stolz, zurück ins Gatter. Das zusammenhängende Vlies wird eingesammelt. Netterweise dürfen die Zuschauer sich ein Stück Souvenir einstecken. „Echte Schurwolle“, raunen wir stolz und dankbar.
Heute schon zum Vormerken: Der nächste Schafabtrieb im Göriachtal findet am Samstag, den 1.Oktober 2016 statt.
Weitere Infos zum Salzburger Lungau: Ferienregion Salzburger Lungau, Rotkreuzgasse 100, A-5582 St. Michael, Tel. 0043 6477 8988; www.lungau.at oder
Salzburger Land Tourismus, Postfach 1, A-5300 Hallwang b. Salzburg, Tel. 0043 662 66880;
Gut Übernachten: Gasthof und Hotel Andlwirt in St. Andrä im Lungau; Tel. 0043 6474 2355; www.andlwirt.at
Hier wird Lungauer Gemütlichkeit großgeschrieben; auf der Speisekarte finden Sie abwechslungsreiche Lungauer Hausmannskost mit frischen Produkten aus der Region.

 

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