BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Das Speyerer Brezelfest wird 2017 noch bunter und attraktiver als in der Vergangenheit. Gleich mehrere tolle Fahrgeschäf...
Im Speyerer Dom liegt seit heute ein Kondolenzbuch aus, in das sich die Besucherinnen und Besucher der Kathedrale eintra...
In seiner 26. Auflage gibt die Sparkasse Vorderpfalz die offizielle Brezelfest-Postkarte 2017 heraus. Vom Festplatz aus ...

Hirschfütterung in Schwangau: Naturschauspiel von magischer Dimension – Touristenattraktion im Schatten der Königsschlösser
Drucken
URLAUB UND FREIZEIT | Freizeit
Donnerstag, den 31. Dezember 2015 um 15:41 Uhr
Von Klaus Stein
Es ist ein beeindruckendes Spektakel, das den Besuchern der Wildfütterung am Bannwandsee im zu Schwangau gehörenden Weiler "Brunnen" ab 25. Dezember geboten wird. Täglich um pünktlich 15 Uhr öffnet sich das Tor für Besucher zu einer Anlage der Jäger, von wo aus man die Fütterung beobachten kann. Auch in diesem Jahr hatten sich mehrere Hundert Menschen teils zu Fuß, teils mit Kutschen, auf den Weg gemacht, das Schauspiel der Schwangauer Hirschfütterung anzuschauen, das zu einer Touristenattraktion im Ostallgäu am Fuße der Königs-Märchenschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau geworden ist.

"Wir machen das nicht wegen der Touristen sondern füttern im Winter die Hirsche um den Wald zu schützen, damit sie nicht zu viele Bäume verbeißen", erklärt Jäger und Waldbesitzer Karl-Heinz Heel im Gespräch mit unserer Zeitung. Außerdem sei es eine gute Gelegenheit, die Menschen für die Probleme der Tiere im Wald zu sensibilisieren: "Wenn etwas nicht richtig läuft im Wald, dann werden oft die Tiere als Sündenböcke hergenommen, denn sie können sich ja nicht wehren", weiß Heel.
Bereits vor dem offiziellen Fütterungsbeginn trauen sich die ersten Hirsche aus der Deckung des Waldes. Aus großem Umkreis machen sich die größten, in Deutschland in freier Wildbahn lebenden Tiere, ihrem  Überlebensinstinkt folgend, im Winter im Tal auf Futtersuche. Das Futterangebot der Schwangauer Jäger, bestehend aus Heu und geschnitzelten Rüben, nehmen die Wiederkäuer gerne an.
Einer der Jäger erklärt den Zuschauern, wie das sozialverhalten der als "Rotwild" bezeichneten Hirsche ist, spricht über die Brunftzeit im Herbst und einiges mehr.
In der Zwischenzeit lassen sich immer mehr der prächtigen Tiere blicken, es sind an die 200, voran die großen Hirsche mit den mächtigen Geweihen, die als erste fressen dürfen. Erst wenn sie fertig sind, dürfen die jüngeren Hirsche und die Hirschkühe an die Futterraufen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird von den Platzhirschen zurechtgewiesen.
Die sogenannten "Spießer", also die einjährigen Hirsche, die noch kein verzweigtes Geweih haben sondern eben nur Spieße, messen sich gerne spielerisch untereinander.
Wenn sie geschlechtsreif sind, werden sie auch an den Paarungskämpfen der Hirsche in der Brunftzeit teilnehmen.
Außerhalb der Paarungszeit leben die Hirsche in Junggesellengruppen während die Hirschkühe in meist kleinen Familienverbänden durch den Wald streifen.
Noch stimmungsvoller ist die Wildfütterung, wenn es geschneit hat und auf den Fellen der Hirsche Schnee liegt. An Weihnachten 2015 war davon kein Krümel zu sehen, präsentierte sich die Landschaft am Fuße der Berge in winterlichem Graubraun bei frühlingshaften Temperaturen.
Es ist ein Naturschauspiel von magischer Dimension, das nur unzureichend von den vielen Fotoapparaten festgehalten werden kann - man muss es selbst erleben. (Fotos: ks)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.