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Fußball: FV Dudenhofen glücklicher Gewinner: Zeins Elfmetertor zum 1:0 besiegelt Abstieg des engagierten Tabellenletzten Hermersberg
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SPORT | Fussball
Sonntag, den 29. April 2012 um 20:26 Uhr
Der Frust über das entgangene Unentschieden stand Karsten Herrmann, dem engagierten Trainer des Ligaschlusslichtes und feststehenden Absteiger SV Hermersberg, auch noch während der dem Spiel folgenden Nachbesprechung im Gesicht. Hatte sein Sportverein doch bis zu der glücklichen Elmeterentscheidung zugunsten der Dudenhofer drei Minuten vor dem Spielende eine Punkteteilung durchaus verdient gehabt. "Wir haben uns Wiedergutmachung nach dem 0:8 - Debakel vom letzten Heimspiel auf unsere Fahnen geschrieben. Dies ist uns hier gelungen. Mit Laufbereitschaft und vorbildlichem Kampfeswillen sind wir nur wegen des Strafstoßes als Verlierer vom Platz gegangen. Ein 0:0 wäre das gerechtere Resultat gewesen." Sein Kollege Christian Schultz auf Dudenhofer Seite nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft wegen des mangelhaften Einsatzes, besonders im Mittelfeld.

 

"Es war das bisher schlechteste Heimspiel der Saison - nirgends hat es gestimmt. Ich hoffe, dass von den zur Zeit verletzten Spielern der eine oder andere wieder zurückkommt, denn es wird sehr schwer werden, in unseren drei abschließenden Saisonpartien bei Schott Mainz, derTSG Kaiserslautern und auswärts beim TDSV Mutterstadt Punkte mitzunehmen." Spielleiter Gerd Fischer haderte vor allem mit dem ungenügenden Einsatzwillen der Ersatzspieler, obgleich man natürlich nicht Woche für Woche den Ausfall zahlreicher Stammkräfte kompensieren könne.
Wer geglaubt hatte, das Spiel der Gastgeber nehme nach dem mäßigen 1:1 von vergangener Woche in Bodenheim auf eigenem Platz wieder an Fahrt auf, sah sich zunehmend getäuscht. Der FVD, der neben den verletzten Kevin Fischer und Nicolai Esswein seinen Exkeeper Karl-Heinz Schreiner und sogar Co-Trainer Sascha Weick auf der Bank sitzen hatte, bewies im Vergleich mit dem Schlusslicht, dass nach der 3:4 Heimniederlage gegen Ingelheim seitdem die Luft aus dem vorher so begeisternden Spiel der Mannschaft gewichen ist. Im ersten Spielabschnitt überboten sich die beiden Kontrahenten an Harmlosigkeit. Der FVD kontrollierte die Partie zwar von Beginn an, konnte aber nichts Gefährliches vor dem gegnerischen Tor produzieren außer den beiden Kopfballversuchen von Firas Zein und Marius Wittemann. Torschüsse Fehlanzeige. Hermersberg prüfte Matthias Tretter im Tor der Platzherren nach zwei Freistoßsituationen. Das war`s denn auch. Bei den diesmal ganz in Weiß gekleideteten Dudenhofern kam nichts aus dem Mittelfeld in Richtung des sonst so gefährlichen Firas Zein, der in der Spitze auf verlorenem Posten stand. Lediglich Kaan Alkaya bemühte sich, doch gegen die vielbeinige, stets wachsame Abwehr des Sportvereins gab es auch für die Nummer sieben im Dress des FV kein Durchkommen. Die Gäste hatten sich das 0:0 zur Pause redlich verdient, denn ab der 30. Minute waren sie sogar die aktivere Mannschaft. Dies sollte im zweiten Abschnitt auch noch eine ganze Weile so bleiben, obwohl Schultz die farblosen Timo Hubach und Jens Hinderberger durch Manuel Weschler und Peter Kellerhals ersetzte. (/46.) Aber wie schon in den ersten 45 Minuten konnte dadurch kein Kapital geschlagen werden. Schwung in die Aktionen des Tabellenletzten brachte indes die glasklare Chance in Führung zu gehen, als der beste Spieler des Tages, Julian Links, seinen Teamkollegen Wick freispielte, der nur noch Tretter vor sich, den Ball am Tor vorbeizog. (60.) Auf der anderen Seite fand Zein bei einer seiner wenigen Möglichkeiten in SV-Torwart Miszkowiak seinen Meister, der geschickt den Winkel verkürzte. Erst mit der Einwechslung Kevin Fischers für den Negativposten Wittemann kam etwas mehr Farbe ins Spiel der Dudenhofer. Jetzt zeigte sich die Anfäligkeit der Hermersberger bei schnellen Spielzügen. In Minute 80 scheiterte Alkaya noch nach Fischers klugem Pass, aber der nächste Versuch sollte zur Entscheidung führen: Obgleich der Ball nach einem Preßschlag die Gefahrenzone eigentlich schon verlassen hatte, stieß ein Hermesberger Abwehrspieler Alkaya, dr der Kugel nachsetzen wollte, unnötigerweise im Strafraum um. Schiedsrichter Marcel Tiedke entschied kurz entschlossen auf Strafstoß, den der nervenstarke Zein sicher ins Netz setzte. (87.)  Mit nunmehr 48 Punkten belegt die Schultzelf vor dem Spiel in Mainz weiterhin den vierten Tabellenplatz. (da/Foto.da)