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Nachhaltig und Gut: Solides Geschäftsergebnis dank regionaler Stärke und innovativer Angeboten - Rückbesinnung auf ethisch-moralische Werte
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WIRTSCHAFT UND ARBEIT | Geschaeftswelt
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 18:22 Uhr
Mit nur zwei Worten brachten es die Sparkassenvorstände Uwe Geske und Uwe Wöhlert auf den Punkt, als sie im Rahmen eines Pressegespräches Bilanz für das Jahr 2011 zogen: "Nachhaltig. Gut.“ sei das 183. Geschäftsjahr der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer verlaufen. Nicht nur die betriebswirtschaftlichen Eckdaten haben sich erfreulich entwickelt, auch alle der Sparkasse gestellten Aufgaben seien erfolgreich, nachhaltig und zum Wohle der Menschen und der Wirtschaft umgesetzt worden. Die Bilanzsumme erhöhte sich nach dem vorläufigen Ergebnis auf über 1,5 Milliarden Euro. Das gestiegene Geschäftsvolumen wurde gleichermaßen von Zuwächsen im Einlagen- und im Kreditbereich getragen.

"Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung ist die uneingeschränkte Ausrichtung aller Aktivitäten in Richtung Kunde. Diese Entwicklung zeigt, dass unser Bemühen, in allen Kundensegmenten zu den besten Anbietern in Speyer und dem südlichen Rhein-Pfalz-Kreis zu gehören, Früchte trägt. Denn die Sparkasse Speyer bietet ein Mehr an Leistung - ob in Beratung, Banking, Brokerage oder Service. Und das kommt an: Wir gewinnen neue Kunden und gleichzeitig nutzen unsere Kunden mehr Produkte", freut sich Geske und betont: "Die Erfolge des Geschäftsjahres 2011 wären nicht möglich gewesen ohne das Vertrauen unserer Kunden, die Unterstützung unserer Träger sowie den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen allen gilt unser besonders herzlicher Dank".
Auch nach 184 Jahren ihres Bestehens sei die Speyerer Sparkasse auf der Höhe der Zeit, organisatorisch und technisch bestens gerüstet für zukünftige Herausforderungen. So sehen die beiden Sparkassenvorstände generell dringenden Handlungsbedarf  in Bereich der Ethik in der Wirtschaft. Gemeinsam mit den Mirarbeitern schärfe man deshalb seit geraumer Zeit die Wahrnehmung und das Profil in diesem gesellschaftlich wichtigen Feld. Die Manager forderten eine Rückbesinnung auf ethisch-moralische Werte: "Das Selbstverständnis und das Handeln der Finanzwirtschaft muss wieder grundlegend begründet, teilweise neudefiniert werden müssen“ betonte Wöhlert. Auch die Anleger hätten die Möglichkeit, ihr Geld in ethisch einwandfreie Unternehmen und Projekte anzulegen - auch hier könne die Sparkasse beraten. leider sei dieser Aspekt in den vergangenen Monaten wieder etwas in der Hintergrung getreten - es werde wieder nur auf Rendite geschaut. Dabei hätten sich ethisch saubere Kapitalanlagen als sicher und relativ ertragreich erwiesen, so Geske und Wöhlert. "Wir bekommen unser Geld aus der region und geben es an Menschen und Unternehmenen aus der Region." Deshalb wisse man, was mit den Krediten gemacht werde.
Auch im Bereich des energetischen Wandels hin zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz würden bei der Sparkasse derzeit Projekte entwickelt.
Insgesamt werde das laufende Jahr eher unspektakulär verlaufen, wagte Geske einen Ausblick. Er gehe von einem insgesamt positiven Konjunkturverlauf aus. Inikator sei die gute Geschäftslage bei den mittelständischen Unternehmen: "Die haben insgesamt sehr gut gearbeitet und stehen gut da."

Stabile Ertragslage
Den regionalen Sparkassenvergleich mit den 26 rheinland-pfälzischen Instituten muss die Sparkasse Speyer nicht scheuen. Sie befindet sich in der Spitzengruppe: Das Betriebsergebnis vor Bewertung, das den wirtschaftlichen Erfolg eines Kreditinstitutes besonders deutlich macht, lag am Jahresende bei über 18 Mio. Euro oder 1,21 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Der Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Sparkassen lag bei 1,03 %. Auch die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, zeigt eine sehr positive Entwicklung: Um einen Euro zu erwirtschaften, musste die Sparkasse im vergangenen Jahr nur noch 54,7 Cent aufwenden. Der Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Sparkassen wendet 61,3 Cent auf.

Ausweitung des Kreditvolumens ist Bekenntnis zum Mittelstand
Kleine und mittelständische Unternehmen über alle Lebensphasen hinweg als Partner zu begleiten - das ist erklärtes Ziel der Sparkasse Speyer. "Wir kennen die mittelständischen Unternehmen und ihre Entscheidungsträger in unserer Region aus langjähriger Erfahrung. Wir sind mit den lokalen Verhältnissen vertraut und genießen Vertrauen - Vertrauen, das wir uns über viele Jahre erarbeitet haben. Das ist eine solide Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit", betont Geske. Demzufolge erhöhte sich das Kreditvolumen auf 942 Mio. Euro (+ 6,7 %). Im Neugeschäft stieg das Volumen der Finanzierungszusagen sogar auf insgesamt 168 Mio. Euro (Kredite an Unternehmen und Selbständige + 21 %). Mit einem Volumen von 352 Mio. Euro und mehreren Sonderkreditprogrammen hat die Sparkasse den Erwerb von privaten Wohneigentum ermöglicht. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal die Finanzierung des privaten Wohnungsbaus und des Mittelstandes hierbei eine entscheidende Rolle spielte. Damit kommen wir unserer Verantwortung als regionales Kreditinstitut und verlässlicher Partner unserer Kunden nach", sagte Geske.

Jetzt Wohneigentum erwerben und noch eine Menge Geld sparen
Die Grunderwerbsteuer soll zum 1. März um anderthalb Punkte auf 5 Prozent erhöht werden. Das sieht ein von der Landesregierung beschlossener Gesetzentwurf vor. Wer entschlossen und in der Lage dazu ist, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, sollte diesen Plan keinesfalls mehr auf die lange Bank schieben. Die Zinsen sind im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt noch immer extrem niedrig, aber an der „Preis- und Steuerfront“ drohen erhöhte Belastungen, die den Erwerb von Wohneigentum nicht leichter machen, informiert Geske.

Neben steigenden Preisen für Häuser und Wohnungen wird der Erwerb von Wohneigentum durch die zum 1. März 2012 geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer erheblich teurer werden. Die Grunderwerbsteuer wird dann voraussichtlich von 3,5 auf 5 Prozent steigen. Was für Rheinland-Pfalz eine lukrative „Einnahmequelle“ ist, bedeutet für viele junge Familien die erschwerte Erfüllung - oder gar das Aus - für den Traum vom Eigenheim. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro müssen sie deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Erhöhung macht hier ganze 4.500 Euro zusätzlich aus. Statt 10.500 Euro müssten in diesem Fall 15.000 Euro an das Land überwiesen werden. Das entspricht weit mehr als die Riester-Zulagen, die der Staat einer vierköpfigen Familie in mehr als drei Jahren zahlt. Mein Tipp: Um in Rheinland-Pfalz noch von der Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 Prozent profitieren zu können, sollte der Notarvertrag bei einem Immobilienkauf noch vor dem 1. März 2012 unterzeichnet werden. Dadurch lässt sich eine Menge Geld sparen, informiert Geske.

Leasing und öffentliche Fördermittel auf dem Vormarsch
„Wir sind heute in der Lage, von der Existenzgründung über die Wachstumsfinanzierung bis hin zur Unternehmensnachfolge und Erschließung ausländischer Märkte alle entscheidenden Phasen eines Unternehmens mit passenden Leistungsangeboten zu begleiten", so Geske. Zu den Finanzierungsinstrumenten der Sparkasse gehören neben dem klassischen Investitionskredit unter anderem Kapitalbeteiligungen, Mezzanine-Kapital und Factoring-Angebote. Sehr erfreulich entwickelte sich das Leasinggeschäft. Darüber hinaus vermitteln wir an kleinere und mittelständische Betriebe vermehrt öffentliche Fördermittel und zinsgünstigen Sonderkreditprogrammen. Die Sparkasse übernimmt in diesen Fällen die Anträge für den Kredit und die Betreuung der Kunden vor Ort.  

Vom dichten Netzwerk profitieren Unternehmen und die Wirtschaft
Zudem verfügt die Sparkasse als regionales Kreditinstitut über ein breites und tragfähiges Netzwerk mit Kontakten zu unterschiedlichen Rechtsanwälten, Steuer- und Unternehmensberatern, Wirtschaftsförderern und Verbänden sowie zu Partnern und Banken im Ausland. Geske: "Gerade von diesem Netzwerk und den Expertisen profitieren unsere Kunden, da wir Kontakte und Verbindungen herstellen können, über die andere Banken nicht verfügen. Wir werden dieses umfangreiche Know-how künftig noch stärker einsetzen, zum Nutzen unserer Kunden und der Wirtschaft in Speyer und dem südlichen Rhein-Pfalz-Kreis."

Ausbau der Kommunalkundenbetreuung
Die Sparkasse Speyer ist als in Speyer und dem südlichen Rhein-Pfalz-Kreis verwurzelte Regionalbank traditionell die "geborene" Hausbank der Kommunen. Darum hat sie im letzten Jahre erneut ihre Finanzdienstleistungen für Kommunen ausgebaut. "Die Stadt Speyer und die Gemeinden sind zunehmend auch an innovativen Angeboten im Bereich Geldanlage und Finanzierung interessiert. Kommunales Zins-, Cash- und Schuldenmanagement,  Immobilien- und Liegenschaftsmanagement oder Privatisierungsberatung und Leasing sind hier nur einige der wichtigsten Stichworte. Wir bieten die entsprechenden Lösungen. Anstatt isolierte Produktabschlüsse anzustreben, setzten wir auf eine professionelle Aufklärung und Beratung mit dem Ziel, der aktuellen Bedarfslage in der jeweiligen Kommune gerecht zu werden", informiert Geske.

Gutes Verbundgeschäft
Das ganzheitliche Beratungsangebot der Sparkasse, das auch Versicherungen mit einschließt, nehmen die Sparkassenkunden gerne an. Insbesondere die Bereitschaft der Kunden, persönliche Altersvorsorge zu treffen, ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder gestiegen. Bei den Versicherungsabschlüssen bestätigte die Sparkasse Speyer erneut ihre Spitzenposition in der Pfalz. Sowohl bei den Lebensversicherungen (über 13 Millionen Euro Neugeschäft) als auch im Bereich der Vorsorge-, Sach- und Krankenversicherungen nimmt sie in der Pfalz einen vorderen Platz unter den Sparkassen ein. Entsprechend erfreulich auch das Ergebnis im Bereich des Bausparens mit mehr als 43 Millionen Euro Bausparsumme und im Immobiliengeschäft. Hier wurden Immobilien im Wert von weit über 10 Mio. Euro vermittelt, freut sich Geske. Zur Zeit sind  wir auf der Suche nach Einfamilien-, Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen sowie Baugrundstücke für vorgemerkte Kunden. Gerne können Eigentümer und Verkäufer mit unseren Spezialisten Kontakt aufnehmen und sich die Möglichkeiten einer professionellen Vermarktung aufzeigen lassen", betont Geske.

Sparkasse Speyer setzt auf soziale Netzwerke Blog, Facebook, Twitter und XING
Als erstes regionales Kreditinstitut in Speyer setzt die Kreis- und Stadtsparkasse Speyer seit Anfang dieses Jahres auf Facebook, Twitter & Co. "Die Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns Maßstab und Antrieb zugleich", betont Uwe Geske. "Mit unserem Engagement bei den Social-Media-Plattformen Blog, Facebook, Twitter und XING möchten wir - neben unseren traditionellen Kundenkontakten über unsere Filialen, Beratungszentren und dem Telefon - Lust auf einen intensiven Gedankenaustausch und Kommunikation mit der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer machen. Wir setzen hierbei auch im Bereich Kommunikation auf Dialog. Als innovatives Unternehmen möchten wir uns auf neuen Kanälen mit unseren Kunden austauschen. Schließlich ist es unser Anspruch, unter allen Kreditinstituten der Region der Qualitäts-Anbieter Nr. 1 zu sein, was uns jüngst der 2. Speyerer Kundenspiegel erneut mit dem Branchensieg und der "Besten Bank" in Speyer bescheinigt hat." Nach eigenen Angaben veröffentlicht die Sparkasse über Blog, Facebook und Twitter regelmäßig Informationen rund um die Sparkasse. Themenschwerpunkte sind dabei Informationen zu Veranstaltungen und zum Jugendmarkt. Zudem gibt sie Einblicke in die Ausbildungs- und Karrierechancen der Sparkasse, erklärt Fragen rund um die Finanzen und vermittelt Finanzwissen auf einfache Weise. Innerhalb von 4 Wochen konnten wir weit über 150 Fans bei Facebook begrüßen. Das ist beachtlich, da Kommunikation in Social Media ein langfristiger Prozess ist.

„Angebot des Monats" kommt bei Kunden sehr gut an
"Die Regionalität und die Nähe, werden von den Kunden sehr geschätzt. Zudem wird das dichte Netz an Standorten, die persönliche Betreuung, die hohe Qualität sowie erstklassiger Service und faire Preise von unseren Kunden als Qualitätsmerkmale der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer wahrgenommen, was uns sehr freut", informiert Wöhlert. Darüber hinaus zeigen wir neben der ganzheitlichen Beratung mit unserem „Angebot des Monats" regelmäßig auch preislich Flagge. Seit Februar 2008 stellen wir Monat für Monat eindrucksvoll unter Beweis, dass die Sparkasse Speyer interessante Produkte mit attraktiven Renditen anbietet, die von unseren Kunden überaus gerne genutzt werden", so Wöhlert. „Mit unseren Zinssätzen und Konditionen brauchen wir uns vor Mitbewerbern nicht zu verstecken - auch und gerade gegenüber Direktbanken. Denn bei uns brauchen die Kunden auf die individuelle Beratung nicht zu verzichten, haben einen persönlichen Ansprechpartner, eine Geschäftsstelle in ihrer Nähe und obendrein faire Preise sowie attraktive Konditionen", betont Wöhlert.

Sicherheits– und Nachhaltigkeitsgedanken lassen Einlagen stark anwachsen
Wir sind jetzt in der Euro- und Schuldenkrise in einer neuen Anlagewelt. Der Kunde hat andere Bedürfnisse und sucht nicht die "Geldanlage von der Stange", wie sie oftmals Direktbanken anbieten, sondern die "maßgeschneiderte Anlage", also eine umfassende, kontinuierliche und individuelle Betreuung, was sich auch in den großen Zuwächsen unserer Kundeneinladen wiederspiegelt. Bei den bilanzwirksamen Anlagen - die Kundeneinlagen erhöhten sich um + 9,5 % Prozent auf 958,4 Millionen Euro - standen kurzfristige aber auch mittelfristige Anlagen klar im Vordergrund. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 8,3 % Prozent auf über 480,8 Millionen Euro, die Eigenemissionen legten um 35,5 % auf 133 Mio. Euro zu. Im letzten Jahr wurde es besonders deutlich, – so Wöhlert – dass viele Kunden vor allem sichere, risikoarme und nachhaltige Geldanlageprodukte bevorzugten. Dass die Kunden großes Vertrauen in die Sparkasse Speyer haben, zeigt ebenso ein deutlicher Zuwachs bei den Girokonten. Um 2,0 % hat sich die Anzahl der Konten in dem sehr intensiv mit Neukundenprämien und subventionierten Preisen umworbenen Markt um Girokunden, erhöht.

Sparkasse ist erneut Branchensieger und Beste Bank in Speyer
Im Oktober letzten Jahres ging die Kreis- und Stadtsparkasse Speyer aus dem 2. Speyerer Kundenspiegel von insgesamt sieben untersuchten Geldinstituten nach 2008 erneut als Branchensieger hervor. In den getesteten Leistungsmerkmalen Beratungsqualität und Freundlichkeit erreichte die Sparkasse mit Abstand den höchsten Zufriedenheitsgrad, beim Preis-/Leistungsverhältnis belegte sie Platz 3. 84 Prozent aller Kunden sind mit der Sparkasse Speyer rundum zufrieden. Im Durchschnitt aller Banken waren es nur 72 Prozent. "Wir sind stolz, dass unsere Sparkasse mit dieser Auszeichnung ein weiteres Mal nachahmenswerte Maßstäbe gesetzt hat. Zugleich freuen wir uns über das außergewöhnliche Lob unserer Kunden, die uns erneut als Testsieger benannt haben", so Wöhlert.

Gesellschaftlich engagiert: Verantwortung übernehmen – das macht eine Sparkasse aus

Uwe Wöhlert: "Nicht nur dass wir die Menschen mit Finanzdienstleistungen versorgen, sondern dass wir Jahr für Jahr auch Verantwortung für die Menschen in unserem Geschäftsgebiet übernehmen, macht uns als Sparkasse aus. Denn: Wir messen unseren Geschäftserfolg nicht nur an betriebswirtschaftlichen Eckdaten, sondern vor allem daran, wie gut und nachhaltig wir die uns als öffentlich-rechtliche Sparkasse gestellten Aufgaben erledigen. Ein Rückfluss von Geldern in die Region erfolgt nicht nur über die Vergabe von Krediten an Privatpersonen und Unternehmen. Ein Großteil der erwirtschafteten Erträge fließt wieder in Form von Spenden und Sponsoring an Initiativen, Vereinen, Schulen und Organisationen aus Speyer und dem südlichen Rhein-Pfalz-Kreis zurück: 2011 waren dies weit über 250.000 Euro. Damit verfolgt die Sparkasse das Ziel, gemeinnützige Projekte, Veranstaltungen und Hilfsprogramme zu fördern, die ohne die Unterstützung der Sparkasse Speyer nicht zustande kommen könnten. Durch das Engagement der Sparkasse wird ihre besondere, an Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftsphilosophie auch jenseits von Finanzgeschäften unmittelbar sicht- und erfahrbar.

Wöhlert fordert mehr ethische Standards in der Finanzwirtschaft
Für eine Rückbesinnung auf ethisch-moralische Werte in der Finanzwirtschaft spricht sich Uwe Wöhlert aus. „Wir sind an einem Punkt, wo das Selbstverständnis und das Handeln der Finanzwirtschaft wieder grundlegend begründet, teilweise neudefiniert werden müssen“ betont Wöhlert. Es sei allerdings zu kurz gegriffen, Finanz-Spekulationen grundsätzlich als schädlich zu brandmarken. Vielmehr müsse deren Einsatz stärker an ethischen Standards ausgerichtet werden. Wöhlert hebt hervor, dass die eigentliche Wertschöpfung der Kreditinstitute die Vertrauensstiftung sei. Hierzu müssten die Institute bereit sein, anderen Wirtschaftsakteuren zu kalkulierbaren Konditionen Risiken abzunehmen. Deshalb sei es nicht sinnvoll, von der Finanzwirtschaft eine Risikoaversion zu verlangen. Ethisch nicht vertretbar sei es aber, wenn die Geschäftstätigkeit von Finanzinstituten für andere Marktteilnehmer oder gar ganze Volkswirtschaften neue, intransparente und in der Größe nicht beherrschbare Risiken hervorrufe.

Deshalb müssten Finanzprodukte wieder stärker einen direkten Zusammenhang zum realen Austausch von Waren oder Dienstleistungen haben. Bei ihrem Einsatz müsse stärker berücksichtigt werden, ob das Institut seiner Rolle als Risikominimierer für Dritte nachkomme. Deshalb dürften nicht bewusst Risiken auf Vertragspartner verlagert werden, die diese wirtschaftlich nicht schultern können. Und es müsse auch ausgeschlossen sein, Risiken einzugehen oder zu kreieren, die ganze Volkswirtschaften in den Abgrund reißen könnten. Wöhlert verlangte, dass sich künftig jedes Kreditinstitut wieder stärker die Frage stelle, ob es in der Gesamtschau seiner Geschäftstätigkeit den Wohlstand Dritter fördere oder eher vermindere bzw. gefährde. Wesentliche Teile der Finanzwirtschaft würden diesen Anforderungen heute nicht gerecht. „Geld ist in Teilen der Finanzwirtschaft nicht länger Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck. Diese Haltung muss zurückgedrängt werden“, sagte Wöhlert. In den letzten Jahren sei ein Trend hin zu einer zu hohen Verschuldung, zu übermäßigen Risiken und zu wenig Eigenverantwortung zu beobachten. „Wir müssen aufhören, Aufgaben von heute mit Finanzmitteln von morgen zu finanzieren.“ Dieser notwendige Mentalitätswechsel betreffe private Haushalte, Kreditinstitute, aber auch ganze Staaten. Für die Regulierung der Finanzwirtschaft sollte der Grundsatz gelten, dass Regeln umso schärfer sein müssen, je höher das Risiko sei, das von einem Akteur oder Produkt ausgehe.

Geldautomaten: Immer mehr Bankkunden nutzen kostenlose Abhebemöglichkeiten
Die Einführung des direkten Kundenentgelts am Geldautomaten vor einem Jahr ist nach Ansicht von Uwe Wöhlert für die Kunden ein voller Erfolg. Immer mehr Kunden nutzen die umfassend vorhandenen kostenlosen Abhebemöglichkeiten im Geldautomatennetz des eigenen Kreditinstituts bzw. dessen Verbundes.
Die Sparkassen stellen ihren Kunden in Deutschland flächendeckend 25.700 Geldautomaten zur Verfügung, an denen kostenlose Bargeldverfügungen möglich sind. Davon machen die Sparkassenkunden umfassend Gebrauch. In 98,4 % aller Abhebungen mit der SparkassenCard, das sind rund 1,2 Mrd. Vorgänge, sind die Bargeldabhebungen kostenlos gewesen. Lediglich in 1,6 % der Fälle hätten Sparkassenkunden 2011 in Deutschland kostenpflichtige Geldautomaten anderer Institutsgruppen genutzt. Die Zahl der kostenpflichtigen Fremdabhebungen von Sparkassenkunden habe sich gegenüber 2010 um 1,6 Mio. Vorgänge verringert. „Die Umstellung von einer intransparenten Entgeltsystematik auf eine direkte Bepreisung am Geldautomaten hat zu einem deutlich preisbewussteren Verhalten der Kunden geführt. Damit haben Sparkassenkunden in erheblichem Umfang Geld gespart. Der Wettbewerb funktioniert“, betont Wöhlert. Wöhlert appellierte an die Sparkassenkunden, die Nutzung von Geldautomaten anderer Institutsgruppen weiter zu reduzieren und so Entgelte zu sparen. „Sparkassenkunden brauchen in Deutschland grundsätzlich keine Geldautomaten anderer Kreditinstitute. Bevor ein Kunden einen Geldautomaten der privaten Geschäftsbanken erreicht, liegen in aller Regel mindestens zwei Sparkassen-Geldautomaten in unmittelbarer Nähe.“ Für die Sparkassenkunden seien auf diese Weise noch Einsparungen von rund 15 Mio. Euro jährlich möglich. Zugleich hat mit der Einführung des direkten Kundenentgelts im Jahr 2011 auch die Nutzung der Sparkassen-Geldautomaten durch Kunden anderer Kreditinstitute merklich nachgelassen. „Offensichtlich sind auch die Kunden anderer Kreditinstitute kostenbewusster geworden und nutzen als Folge der neuen Transparenz stärker kostenlose Abhebemöglichkeiten in Netzen ihrer eigenen Anbieter“, sagt Wöhlert.

Wöhlert rief die privaten Geschäftsbanken dazu auf, ihren Kunden ein den Sparkassen vergleichbares flächendeckendes kostenlos nutzbares Geldautomatennetz zur Verfügung zu stellen. „Jeder ist in der Verantwortung, seinen Kunden die versprochenen Leistungen aus eigener Kraft anzubieten. Kein Kreditinstitut darf darauf vertrauen, dass Wettbewerber diese Aufgabe für einen selbst erledigen. Deshalb gehen auch Klagen von privaten Banken über Entgelte für ihre Kunden an Sparkassenautomaten am Kern des Problems vorbei. Jeder kann in Deutschland ungehindert Geldautomaten aufstellen und damit seine Kunden besser als bisher bedienen.“
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erwarte "auch von den Privatbanken, dass sie zur Aufrechterhaltung der Grundversorgung in Deutschland beitragen", sagte Aigner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie sehe einen "besorgniserregenden Trend, dass sich immer mehr Banken aus der Fläche zurückziehen und Kunden im ländlichen Raum vernachlässigen".

Hintergrund:

Am 15. Januar 2011 hat die deutsche Kreditwirtschaft für Verfügungen mit der Girocard (die frühere ec-Karte) ein direktes Kundenentgelt am Geldautomaten eingeführt. Dieses ersetzt das frühere Interbankenentgelt, bei dem die anfallenden Entgelte dem Kreditinstitut des fremden Kunden in Rechnung gestellt wurden. Das neue System hat den Vorteil, dass ein Kunde direkt vor der Abhebung in einem fremden Netz die anfallenden Kosten und nicht erst später durch Berechnung seines Kreditinstitutes erkennen kann.
Die deutsche Kreditwirtschaft unterhält mehrere Geldautomatennetze bzw. Einzelanbieter, innerhalb deren die Kunden der jeweiligen Institute kostenfrei bzw. zu einem reduzierten Satz Bargeld abheben können:
•    Sparkassen: 25.700 Geldautomaten
•    Genossenschaftsbanken (VR-Bank Card Servicenetz): über 18.600 Geldautomaten
•    Cash Group (private Banken): 9.000 Geldautomaten
•    Cash Pool (private Banken): über 2.800 Geldautomaten
•    ING Diba : 1.200 Geldautomaten

Geske sieht Finanzmarktregulierung auf falschem Weg
„Ich habe die Sorge, dass durch falsche oder fehlende Regulierungen nicht nur der Boden für künftige Finanzkrisen bereitet, sondern auch die für den Wohlstand einer breiten Bevölkerung wichtigen Wirtschaftsstrukturen beschädigt werden“, betont Geske. Geske kritisierte, dass derzeit die internationalen Banken immer größer und damit systemrelevanter würden. Staaten und damit Steuerzahler könnten sich einer Sozialisierung von Verlusten solcher Banken immer weniger entziehen. Immer mehr Geschäfte wanderten zudem in das sogenannte Schattenbankensystem ab und seien dort intransparenter denn je. Gefahren sieht Geske auch durch den Markt an verbrieften Kreditversicherungen (CDS). Diese machten etwa das Zehnfache der jährlichen Wirtschaftsleistung der ganzen Welt aus. Derartig aufgeblähte Märkte verlören ihre Fähigkeit Kreditrisiken besser zu verteilen, sie multiplizierten die Risiken eher. Vergleichbare Gefahren gingen auch von Finanztransaktionen jenseits von Börsen oder zentralen Abwicklungsplattformen und vom Hochgeschwindigkeitshandel mit Wertpapieren aus. Dies alles seien Unzulänglichkeiten, die dringend einer wirksamen internationalen Regulierung bedürften.

Geske kritisierte, dass die geplanten Regulierungen, vor allem Basel III, in erster Linie das klassische Bankgeschäft erschwerten und dadurch wesentliche wirtschaftliche Stützpfeiler in Frage stellten. Zudem werden Sparkassen in Zukunft mit höheren Anforderungen an hartes Kernkapital konfrontiert. Am schlechtesten würden nach Basel III in der Finanzierung künftig die kleinen und mittleren Unternehmen und damit diejenigen behandelt, bei denen in Deutschland rund 70 %  aller Arbeitnehmer beschäftigt seien. Zudem verlange Basel III gerade von einlagenstarken Kreditinstituten, künftig die Fristigkeit der ausgegebenen Kredite zu reduzieren. Damit würden Zinsänderungsrisiken auf gewerbliche und private Kreditnehmer verlagert und die langfristig ausgerichtete Finanzierungskultur beschädigt. "Eine Verknappung des Kreditangebots zur Finanzierung der örtlichen Wirtschaft durch die Sparkasse Speyer ist nicht zu befürchten, denn wir verfügen seit jeher über eine solide Eigenkapitalausstattung - auch nach den verschärften Kernkapitalanforderungen nach Basel III. Das betone ich ganz deutlich“, so Geske. „Auch im laufenden Jahr wird die Sparkasse als verlässlicher Finanzpartner ihren Kunden zur Seite stehen“.

Geske hob hervor, dass Basel III auf die Bedürfnisse internationaler Großbanken ausgerichtet sei. Die Anwendung vieler der bei Großbanken sinnvollen Regelungen führe bei kleineren Instituten mit Ausrichtung auf das Kundengeschäft zu Wirkungen, die den Erkenntnissen der Finanzkrise diametral widersprächen. Basel III müsse deshalb entweder wie in den USA  nur auf internationale Großbanken angewandt oder eine Vielzahl von vorgesehenen Regelungen müssten auf die Bedingungen kleiner und mittlerer Kreditinstitute angepasst werden. Schließlich habe deren kundenbasiertes Geschäftsmodell nichts mit dem auf internationale Finanzmärkte ausgerichteten Bankgeschäft von Großbanken oder Investmentbanken zu tun.

Bürokratie belastet Wirtschaft zunehmend
Als wenig wirtschaftsfreundlich bezeichnete Geske die wachsende Bürokratie. „Der Mittelstand und die Wirtschaft werden durch den bürokratischen Aufwand zunehmend belastet  gerade auch kleinere und mittelgroße Betriebe klagen über die steigende Zahl an Vorschriften und Kontrollen", sagt Geske. „Die Auflagen sind schädlich für das Wirtschaftswachstum und behindern die Schaffung neuer Arbeitsplätze." Auch Kreditinstitute sind davon tangiert, wie eine Studie des Zentralen Kreditausschuss bestätigte. Danach haben deutsche Kreditinstitute jährliche Bürokratiekosten in Höhe von über 3 Mrd. EUR zu tragen, allein für die Erfüllung von nur dieser Branche auferlegter Aufgaben. Dabei handelt es sich um Verpflichtungen, die nicht im Interesse der Kreditinstitute selbst sind, sondern vor allem staatlichen Interessen dienen bzw. den Kreditinstituten im Interesse Dritter auferlegt worden sind. Dazu zählen beispielsweise Aufgaben aus den Bereichen Steuerrecht, Geldwäsche, Terrorismusbekämpfung, Kapitalmarkt, Zahlungsverkehr und Bankenaufsicht. „Vorschriften, Regeln und Bestimmungen sind notwendig und unerlässlich, sie dürfen aber das wirtschaftliche Handeln nicht verzögern und behindern", betont Geske.
Die Sparkasse selbst hat sich ein konsequentes Prozessmanagement auf die Fahnen geschrieben. Wo immer möglich, werden Arbeitsabläufe überprüft und auf Effizienz getrimmt. „Wir müssen unsere Arbeitsabläufe und -prozesse schneller, einfacher und günstiger gestalten, damit wir Mitbewerbern auch in Zukunft einen Schritt voraus sind, denn davon profitieren auch unsere Kunden", erläutert Geske.

Sparkasse: Großer Arbeitgeber in der Region
Geske: "Wir sind uns bewusst: Die Qualifikation, das Engagement aber auch die Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiter sind die Grundlage unseres Erfolgs. Sie sind es, die die Qualität unseres persönlichen Services ausmacht, der von unseren Kunden sehr geschätzt wird. Rund 300 Mitarbeiter - davon 18 Auszubildende inkl. Studenten der Dualen Hochschule - sorgen dafür, dass wir uns für unsere Kunden nach vorne bewegen - schnell, kraftvoll und effizient". Um diesen Erfolg langfristig aufrecht erhalten zu können, hat die Ausbildung bei der Kreis- und Stadtsparkasse einen hohen Stellenwert. Für das Jahr 2012 konnten wir bereits zwölf qualifizierte Auszubildende inkl. Studenten der Dualen Hochschule gewinnen und das Auswahlverfahren für dieses Jahr somit frühzeitig beenden", freut sich Geske.

Ausblick: 2012 wird ein anspruchsvolles Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr ist Uwe Geske optimistisch: “Wir blicken mit Zuversicht nach vorne, wohlwissend, dass 2012 kein leichtes Jahr sein wird, denn die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise sind kaum abzuschätzen, ebenso wenig die Frage, wie sich die Konjunktur entwickeln wird. Mit engagierten Mitarbeitern, leistungsstarken Produkten und einer überzeugenden Beratungs- und Betreuungskultur werden wir jeden Tag aufs Neue unser Bestes geben um den hohen Vertrauensbonus, den die Sparkasse Speyer hat, zu rechtfertigen. Wir sind bereits auf einem hohen Niveau, wollen aber immer noch ein bisschen besser werden, denn Qualität ist wie eine Reise, die nie zu Ende geht“, gibt Uwe Geske für sich und alle Mitarbeiter einen deutlichen Wunsch für das aktuelle Geschäftsjahr auf den Weg.