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Nach der Präsidentenwahl: Rheinland-pfälzische Wirtschaft begrüßt Entscheidung für weltoffenes Frankreich
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WIRTSCHAFT UND ARBEIT | Geschaeftswelt
Montag, den 08. Mai 2017 um 13:51 Uhr
Nachdem Emmanuel Macron bei der gestrigen Stichwahl zum neuen französischen Staatspräsidenten gewählt wurde, zeigt sich die rheinland-pfälzische Wirtschaft erleichtert. „Die Ankündigungen von Macron, die Europäische Union zu stärken und die Zusammenarbeit mit Deutschland auszubauen, sind gute Nachrichten für die vielen Unternehmen, die in Frankreich tätig sind“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs).

Frankreich ist der wichtigste ausländische Partner der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. Hätte sich das Land nach außen abgeschottet, wie es die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen gefordert hatte, hätte dies die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich massiv belasten und viele auslandsaktive Unternehmen schwer treffen können. „Das Schreckensszenario eines Austritts Frankreichs aus der EU ist jetzt vom Tisch, und rheinland-pfälzische Firmen haben wieder Planungssicherheit für ihre Geschäfte in Frankreich“, so Scherer. „Die Franzosen haben sich bei der Wahl mehrheitlich für ein weltoffenes Frankreich, für eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland und gegen Protektionismus und Abschottung ausgesprochen. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaft mit ihrer starken Auslandsorientierung sind das die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft.“
Im vergangenen Jahr haben rheinland-pfälzischen Unternehmen Waren im Wert von rund 5,4 Mrd. Euro nach Frankreich ausgeführt. Sie machten damit 10,2 Prozent der gesamten rheinland-pfälzischen Exporte aus (Rang 1). In umgekehrter Richtung wurden Waren für rund 2,9 Mrd. Euro aus Frankreich nach Rheinland-Pfalz eingeführt. Dies entspricht einem Anteil von 8,4 Prozent der gesamten rheinland-pfälzischen Importe (Rang 3). (spa)