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Mehrere "Enkeltricks" gescheitert - Polizeipräsidiums Rheinpfalz mahnt zur Vorsicht
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INFODIENSTE | Hilfe
Donnerstag, den 01. August 2013 um 12:31 Uhr

Da in den vergangenen Tagen vermehrte "Enkeltrick"-Anrufe stattgefunden haben, warnt die Polizei insbesondere alle Seniorinnen und Senioren. So rief bei einem älteren Ehepaar ein vermeintlicher Neffe an, der erzählte, er sitze gerade wegen Geldproblemen beim Notar. Eine vermeintliche Enkelin gab an, dringend Hilfe in Form von 3.000 Euro Bargeld zu benötigen. Ein vermeintlicher Schwiegersohn gab an, zwecks Wohnungskaufs beim Notar zu sitzen und noch Geld zu brauchen. Eine andere Seniorin wurde von einer Frau angerufen und um 10.000 Euro gebeten, da sie ein neues Auto brauche. Und eine vermeintliche Tochter rief an, die erzählte, sie sitze gerade beim Rechtsanwalt und benötige ganz dringend 20.000 Euro.

Die Angerufenen im Alter zwischen 74 und 84 Jahren sind glücklicherweise alle nicht auf die Betrugsmasche reingefallen, so dass es in keinem der Fälle zu einer Geldübergabe kam. Alle Betroffenen waren im Telefonbuch eingetragen, was der typischen Vorgehensweise der Täter entspricht. Die Täter suchen im Telefonbuch oder in einer Telefonauskunft CD nach „älteren“ Vornamen, wie Elisabeth oder Friedrich und erfahren aus dem Telefonbuch meistens auch gleichzeitig die Adresse.
Der so genannte "Enkeltrick" ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die Betrüger an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld, weil sie sich in einer Notlage befänden. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Psychologisch geschickt werden die Opfer unter Zeitdruck gesetzt, so dass sie keine Zeit zum Nachdenken haben und auf den Trick reinfallen. Gehen die Opfer auf die Bitte ein, machen sie sich in aller Regel auf den Weg zur Bank, um die geforderte Summe abzuheben. Zurück in der Wohnung erreicht sie dann oft ein zweiter Anruf. Der vermeintliche Angehörige meldet sich dann wieder, bedankt sich für die Hilfsbereitschaft und erklärt bedauerlicherweise könne er leider nicht persönlich das Geld abholen. Dafür wird ein vertrauenswürdiger Bote angekündigt, der sich dann mit einem zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld abholt.
Da die Geldübergabe oft nach einem Besuch bei der Hausbank stattfindet, bei der das Opfer das geforderte Geld abgehoben hat, können auch die Bankangestellten helfen. Hat ein Bankmitarbeiter die ersten Anzeichen richtig gedeutet und es besteht der Verdacht, dass der Kunde auf Betrüger hereinzufallen droht, kann der Angestellte zum Beispiel einen Anruf bei einem Verwandten des Kunden anbieten oder auch direkt bei der Polizei anrufen.
Senioren sind nicht öfter Opfer von Kriminalität als andere Bevölkerungsgruppen. Aber sie sind eine gefährdete Zielgruppe spezialisierter Straftäter aufgrund ihrer Gutgläubigkeit, ihrer Hilfsbereitschaft. Angehörige sollten deshalb mit ihnen über diese „Kriminalitätsphänomene“ sprechen und ihnen die Warnungen und Verhaltensanweisungen der Polizei immer wieder bewusst machen. Die Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Rheinpfalz führt diesbezüglich auch schon seit einigen Jahren Beschulungen für Senioren durch. Diese derzeit 197 ausgebildeten Sicherheitsberater für Senioren helfen, das Selbstbewusstsein anderer Senioren zu stärken und richtiges Verhalten vor zu leben. Sie wirken als Vorbilder und als Multiplikatoren. Zudem halten die Mitarbeiter der Zentralen Prävention regelmäßig Sicherheitsvorträge bei Vereinen und Institutionen.
Außerdem hat die Polizei weitere Tipps, um solchen Trickbetrügern nicht auf den Leim zu gehen: Misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon nicht mit Namen vorstellen und sich als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die als solche nicht zu erkennen sind. Sich vergewissern, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer anrufen und sich den Sachverhalt bestätigen lassen. Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. Telefonat beenden, wenn der Anrufer unbekannt und aufdringlich ist, verdächtig erscheint und Geld fordert. Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben. Sofort die Polizei informieren, wenn ein Anruf verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110. (spa)

 

 

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