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Manchmal überlebenswichtig: Johanniter appellieren an Haus- und Wohnungseigentümer, Hausnummern deutlich anzubringen
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INFODIENSTE | Hilfe
Donnerstag, den 22. Mai 2014 um 11:45 Uhr
Wenn der Alarm ertönt, haben die Einsatzkräfte nur ein Ziel: Sie wollen helfen und das so schnell wie möglich. Doch immer häufiger wird ihre Arbeit behindert, weil sie das richtige Haus durch fehlende oder schlecht angebrachte Hausnummern bzw. unzureichende Beleuchtung nicht finden können. Dann müssen die Rettungskräfte die Straßen mehrmals abfahren oder im schlimmsten Fall zu Fuß nach dem richtigen Gebäude suchen. Hierbei geht Zeit verloren, die im Zweifelsfall Leben kosten kann.
 
„Die Sichtbarkeit der eigenen Hausnummer sollte regelmäßig überprüft werden“, so Matthias Kastner, Leiter Rettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Bergstraße-Pfalz. Er empfiehlt darüber hinaus allen, die den Notruf alarmieren, ihre genaue Adresse durchzugeben: „Das heißt, auch zu erklären, wie der Hauseingang zu finden ist, wenn dieser beispielsweise im Innenhof liegt. Am besten ist es, jemanden abzustellen, der die Helfer bei ihrer Ankunft einweisen kann. Genauso handeln auch die Rettungskräfte: Sie positionieren Lotsen für nachfolgende Kollegen bzw. für den Notarzt.“
Schwierig wird es für die Helfer, wenn sie bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter nach dem Einsatzort suchen müssen. Erschwert wird die Lage, wenn die Hausnummern nicht fortlaufend sind. Gerade in Neubaugebieten stellen die Rettungskräfte immer wieder fest, dass die Häuser nicht gekennzeichnet sind. Die Hausnummer sollte bereits von weitem erkennbar sein. Häufig sind die Ziffern von Bäumen, Büschen oder Kletterpflanzen an Hausfassaden verdeckt oder befinden sich neben einer Eingangstür auf der Rückseite des Gebäudes. Noch schwieriger wird es, wenn Hausnummern oder Hauseingänge nicht von außen beleuchtet sind.
Die Johanniter raten deshalb Haus- oder Wohnungseigentümern, an jedem Gebäude eine Nummer anzubringen, die auch aus einem fahrenden Fahrzeug heraus gut zu erkennen ist. „Wer zur Miete in einem Haus lebt, sollte mit seinem Vermieter oder der Hausverwaltung sprechen. Eine gut sichtbare und beleuchtete Hausnummer kann im Ernstfall überlebenswichtig sein“, betont Matthias Kastner. (spa/Foto: Privat)

 

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