BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz auf Gastspielabend im Saalbau Neustadt
Drucken
NEUSTADT | Kultur Neustadt
Montag, den 20. Februar 2012 um 10:48 Uhr
Die Kulturabteilung der Stadt Neustadt an der Weinstraße begrüßt am 6. März um 20 Uhr das Ensemble der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das ein weiteres Mal Station im Saalbau macht. Mit dabei ein Vertreter der erfolgreichsten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Musikszene, Cellist und Dirigent Heinrich Schiff, an diesem Konzertabend in Funktion als Gastdirigent der Veranstaltung. Den Solopart am Violoncello übernimmt der in Salzburg gebürtige Bruno Weinmeister, (übrigens ein Schüler von Heinrich Schiff) der sowohl als Cellist als auch in der Dirigentenrolle erfolgreich und gefragt ist.

Zum Programmablauf:
Den Auftakt des Abends bildet die Ouvertüre zur romantischen Oper Oberon von Carl Maria von Weber.  Das Thema basiert auf einem Libretto von James Planché, angelehnt an ein gleichnamiges romantisches Heldengedicht von Christoph Martin Wieland. Schon schwer erkrankt, komponierte Weber diese Oper in den Jahren 1825 bis 1826  in London. Die Uraufführung fand am 12. April 1826 unter der musikalischen Leitung des Komponisten im Royal Opera House Covent Garden in London statt. Es folgt das Konzert für Violoncello und Orchester von Paul Hindemith. Der Hindemith gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der ernsten Musik des 20. Jahrhunderts. Eines seiner zentralen Anliegen war die Öffnung der Klassik nach außen. Hindemith wandte sich speziell gegen eine Romantisierung der Musik und verstand die Aufgabe eines Komponisten und Musikers mehr als Handwerker, denn als Künstler und propagierte "mehr „Gebrauchsmusik“.
Nach der Konzertpause spielt die Staatsphilharmonie die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73 von Johannes Brahms. Dieses Werk entstand im Sommer des Jahres 1877 in der geringen Zeitspanne während seines Urlaubs in Pörtschach (hingegen benötigte Brahms für seine 1. Sinfonie knapp 15 Jahre). Die 2. Sinfonie wird von vielen als Brahms Pastorale bezeichnet und wurde im Dezember des gleichen Jahres im Musikvereinssaal zu Wien mit Hans Richter als Dirigent uraufgeführt.

Der Dirigent

Der Dirigent und Cellist Heinrich Schiff kann mittlerweile auf eine fast vier Jahrzehnte andauernde Karriere zurückblicken. Sie begann bereits 1972 nach Schiffs Cellostudium bei Tobias Kühne und André Navarra, und seither ist der Musiker regelmäßig bei allen bedeutenden Orchestern in den großen Musikzentren und bei den wichtigen Festivals in Europa, den USA als auch Japan zu Gast. Mit seinen Interpretationen, die das gesamte Spektrum der Cello-Literatur umfassen, setzt Schiff bis heute Maßstäbe. Heinrich Schiff verfolgte schon während seines Studiums umfassendere musikalische Interessen. So hospitierte er auch in der Dirigentenklasse von Hans Swarovsky. Zu Beginn seiner Karriere stand das Cellospiel fast ausschließlich im Mittelpunkt. Jedoch gewann seine Leidenschaft für das Dirigieren ab 1985 zunehmend an Bedeutung. Dabei standen ihm befreundete Dirigenten immer wieder beratend zu Seite. Seit mehr als 20 Jahren nehmen nun Cellospiel und Dirigieren einen gleichberechtigten Raum inseiner Konzerttätigkeit ein. Seit  Anfang 1990, hatte Heinrich Schiff verschiedene Positionen als Chef- beziehungsweise "Erster Gastdirigent"  in folgenden Orchestern inne: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Northern Sinfonia, Copenhagen Philharmonic, Musikkollegium Winterthur, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bruckner Orchester Linz und Wiener Kammerorchester. Mit letzterem folgte nach einem überaus erfolgreichen Beethoven-Zyklus während  der Saison 2008/09 ein Zyklus mit Schuberts Symphonien im Wiener Konzerthaus.  Als Operndirigent leitete er zudem Produktionen am Theater La Monnaie in Brüssel (Zauberflöte, Fidelio).

Der Solist
Der Salzburger Bruno Weinmeister lernte schon früh die Instrumente Cello und Klavier und wählte später die Musikerlaufbahn. Er studierte Cello bei Heinrich Schiff am Mozarteum Salzburg und Wolfgang Boettcher in Berlin sowie das Dirigieren an der Musikhochschule Hannover bei Eiji Oue. Noch während der Studienzeit an der HdK Berlin wurde ihm die Stelle eines ersten Konzertmeisters der Violoncelli bei der Staatskapelle Dresden angeboten. Er folgte dieser Einladung und blieb dem Orchester über mehrere Jahre eng verbunden. Parallel zu seiner Arbeit im Orchester, folgte eine international erfolgreiche Karriere als Solist und Kammermusiker. Er spielte in fast allen bedeutenden Musikzentren Europa, wie zum Beispiel als Solist des NDR Sinfonieorchesters Hamburg, dem DSO in der Philharmonie Berlin, dem RSO Wien im Wiener Musikverein und dem Wiener Konzerthaus. Weiterhin arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Oku Kamu, Heinrich Schiff, Heinz Holliger, Theodor Guschlbauer, Sebastian Weigle, Christian Zacharias und Christian Arming. Als Kammermusikpartner konzertierte Bruno Weinmeister mit vielen namhaften Musikern wie mit Patricia Kopatchinskaja und Alexander Lonquich. Weinmeister war  Gast beim Festival von Gidon Kremer in Lockenhaus, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Rheingau Muskfestival, bei den Berliner und den Wiener Festwochen. Des gleichen beim Kissinger Sommer, der Schubertiade Hohenems, dem Brucknerfestival Linz, dem Bel-Air Festival Chambery und anderen. Er spielt virtuos auf einem Cello von Domenico Montagnana. Neben seiner Laufbahn als Cellist ist Bruno Weinmeister auch als Dirigent gefragt, unter anderem ist er Assistent von Claudio Abbado beim Lucerne Festival Orchester und hat Abbado in gleicher Funktion mit den Berliner Philharmonikern und dem Mahler Chamber Orchestra begleitet.

Vor dem Konzert gibt Jörg Sebastian Schmidt im Beethovensaal eine Einführung ins Programm.
Karten (10 bis 20 Euro und ermäßigte Tickets sind erhältlich bei der Konzert- und Theaterkasse der Kulturabteilung, Hetzelplatz 1, Telefon 06321 855-404. Montag bis Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr, Montag bis Mittwoch von 14 bis 16Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Zudem am Veranstaltungstag an der Abendkasse eine Stunde vor Beginn der Vorstellung und über das Online-Ticketing: www.ticket-regional.de . (spa/Foto:privat)
 

 

NEWSLETTER

Abbonieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten alle wichtigen Infos.