BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Am Montag haben im Judomaxx in Speyer Pascal Thümling, Leiter des Caritas-Zentrums Speyer, und Gerlinde Görgen vom Judo-...
Speyer feiert die Vielfalt: Nach dem großen Erfolg der beiden letzten Jahre wird am 28. Mai 2017, 13 – 17 Uhr erne...
Knochenbrüche, Bauch- und Kopfweh gehörten wieder zu den häufigsten Erkrankungen der Kuscheltiere und Puppen, die beim f...
Lehrreiche Veranstaltung zum Internationalen Frauentag - Gesine Keller stellt schwierige Lebensverhältnisse von Katharina von Bora, der Ehefrau Luthers vor
Drucken
SPEYER | Kultur Speyer
Mittwoch, den 15. März 2017 um 09:35 Uhr
Im Mittelpunkt der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Samstag im Historischen Ratsaal stand Katharina von Bora, die ohne ihren Ehemann Martin Luther nie Popularität erlangt hätte. Vor wenigen Wochen war bereits ein Film über sie in der ARD zu sehen. Ähnlich informativ wie dieser war nun der Vortrag von Gesine Keller von "Dein Theater" aus Stuttgart. Der Vortrag beschränkte sich nicht auf das Verlesen von Fakten, sondern wurde ergänzt durch Tondokumente und Bilder, die auf eine Leinwand projiziert wurden.

Die Bilder versetzen den Zuschauer in die erste Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, in der es üblich war, dass die Frauen hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausübten. Mit Martin Luther wird aber vieles anders. Katharina, die nach der Klosterschule in ein Kloster eintritt, studiert neugierig Luthers Thesen gegen den Ablass. Sie flieht auf abenteuerliche Weise aus dem Kloster und findet Unterschlupf unter anderem bei Lucas Cranach, dessen Ehefrau Barbara sie berät. Katharina heiratet später Martin Luther. "Er ist theoretisch für die Ehe, sie praktisch", sagt Frau Keller. Sie ziehen ein ins Schwarze Kloster, wo Katharina einen Obst- und Gemüsegarten anlegt, eine Viehzucht aufbaut, eine Pension betreibt und die Verantwortung über Finanzen und Wirtschaft übernimmt. Vorgestellt wird nicht ausschliesslich das Ehepaar Luther, sondern auch Zeitgenossen wie Philipp Melanchthon (Reformator) oder Lucas Cranach (Maler). Mit Gottvertrauen meistert sie die Schwierigkeiten des Alltags und die Erziehung ihrer sechs Kinder. "Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut" , und "Wer hat, dem wird gegeben" sind Zuversichtsparolen, die der Lutherin Mut machen. Nach dem Tod ihres Mannes stehen ihr lediglich ein Webstuhl und ein Hocker zu, aber der Landesherr gewährt ihr einen Ehrensold. Die Pestwelle wird auch ihr zum Verhängnis. Katharina wird als "Nonne, die mit dem Teufel verkehrt" gebrandmarkt. Weitere Stationen ihres Lebens sind Magdeburg, Wittenberg und Torgau, wo sie am 20. Dezember 1552 mit 53 Jahren stirbt. Sie wird in der Marienkirche begraben. Den Frauen im vollbesetzten Veranstaltungssaal – im Publikum waren auch einige Männer – gefiel die Kombination von Wort, Musik und Projektion: "Es war ein sehr schöner Abend, so die einhellige Meinung." (chs / Foto: Dein Theater)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.