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Stehende Ovationen für das außergewöhnliche Trio "Thirty Fingers"
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SPEYER | Kultur Speyer
Freitag, den 16. März 2018 um 19:25 Uhr
Die ersten Akkorde erklingen in einem mitreißenden funkigen Groove um dann – ja, tatsächlich Mozarts "Türkischen Marsch" darin zu entdecken. "Klassik anders" oder "Anderes klassisch" versprach Petra Erdtmann für diesen Abend und schnell war klar, dass heute hier ein Überraschungspaket gepackt wurde, dessen Inhalt immer wieder für erstauntes "Aaah" und "Oooh" sorgen sollte. Zum wiederholten Mal tanzten dreißig Finger in Speyer auf ihren Instrumenten unbekümmert durch mehrere Jahrhunderte und Genres der Musikgeschichte und boten ein wahrhaft fulminantes Konzerterlebnis.

Jeweils 10 dieser virtuosen "Thirty Fingers" gehören der Flötistin Petra Erdtmann, dem Schlagzeuger Peter Götzmann und dem Pianisten Joe Völker.
"Manchmal kann es passieren, dass man in einem Musikstück quasi 'falsch abbiegt' um dann in einem ganz anderen Stück wieder heraus zu kommen" so kündigte Joe Völker ein weiteres Stück an.  Und tatsächlich. Das erste erstaunt "Aaaah" des Abends, als sich, fast unbemerkt "Whiter shade of pale" nahtlos in Bachs berühmte "Air" einfügte.
Ausgelassen und virtuos entführten die drei Musiker ihr Publikum in ihren ureigenen Klangkosmos. 
Joe Völkers finessenreiche Klaviersoli brachten den Flügel zum erbeben. Als agiles Tasten-As war er stets zu einem gekonnten instrumentalen Scherz aufgelegt.
Trio-Motor, Puls und Nerv zugleich ist der Schlagzeuger Peter Götzmann. Mit furiosen Schlagzeugsoli beleuchtete er jede Facette seines Drumsets. Poetisch sanft klingende Beckenflageoletts bannten den Zuhörer ebenso, wie rasante Soli in Piazzollas "Libertango"
Petra Erdtmann entlockte ihrer Querflöte die verschiedensten Klangfarben. Warm und gefühlvoll um sich dann unvermittelt in brilliante Kaskaden zu steigern.
"Nein, meine Flöte ist nicht kaputt" - betonte sie, als sie mit "Locomotiv Breath" unter Beweis stellte, dass sie auch das "dirty playing" im Stile von Jethro Tull beherrschte.
Als weitere Besonderheit spielte das Trio das sehr schlicht gehaltene "Blackbird" von den Beatles. Petra Erdtmann griff hier zu ihrer Bassquerflöte. Doppelt so groß und mit einem tiefen, sanften und warmen Sound füllte die Melodie den Raum und zog die Zuhörer in ihren Bann.
Zu Recht hielt es die Zuhörer nach dem "Säbeltanz" von Khatschaturjan nicht mehr auf ihren Stühlen. Mit stehenden Ovationen forderten sie mehrere Zugaben ein, die ihnen von dem Trio gerne gewährt wurden.

 

 

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