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Elton John in Mannheim: Lebende Legende lässt auf Greates Hits Tour seine Musik sprechen
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KULTUR | Kultur Regional
Donnerstag, den 23. Juni 2011 um 16:51 Uhr

Von unserem Mitarbeiter Harald Stein
Sir Elton Hercules John ruft in Mannheim zur Audienz. Seine Untertanen strömen aus allen Himmelsrichtungen, um jeden freien Platz in der SAP-Arena zu besetzen. Pünktlich, von einem musikalischen Intro „Funeral Song“ begleitet, betritt er mit Sonnenbrille die Bühne, huldigt winkend seinen Fans und setzt sich an den Flügel. In dieser Position verharrt er mit kleinen Ausnahmen über zwei Stunden. Nach „Saturday Night¹s Alright", „Levon“ und „Madman Across The Water“ steht das Publikum und klatscht erfreut mit. Elton hat sein Gefolge sofort im Griff. Von nun an geht es Schlag auf Schlag. Aus vier Jahrzehnten Erfolgsgeschichte und seinem letzten Album „The Union“ spielen er und seine Band Songs auf musikalisch hohem Niveau.

Der Brite redet an diesem Abend nicht viel, sondern lässt lieber seine Musik sprechen. „Don´t Let The Sun Go Down On Me”, „Sacrifice“, „The Bitch is Back”, „Sorry Seems To Be The Hardest Word“, intoniert der 64-jährige so exakt, als würde eine CD ablaufen. Gitarrist Davey Johnstone führt seine Gitarrenkollektion vor, Schlagzeuger Neigel Olsson lächelt freundlich in die Kameras, die das Konzert auf Großleinwände rechts und links der Bühne übertragen. Der Star des Abends sitzt im bunt bestickten Frack an seinem Piano und lässt sich feiern. Elton John ist die Verkörperung des Radio-Mainstream, des Ohrwurm-Pop. Keiner beherrscht den Spagat zwischen schnulzigen Balladen und großartigen Gänsehaut-Songs, wie er. Wer sich schon immer gefragt hat, wo die ganzen Hits herkommen, die seit Jahrzehnten in der Endlosschleife der Radiostationen rotieren – voila. Auch, wenn wenig passiert auf der großen Bühne, so blitzt doch immer wieder beim Tastensolo das Talent des Popstars auf. Der Brite im Adelsstand singt um einiges tiefer als früher, jedoch genauso kraftvoll. Bei der ausufernden Version  „Rocket Man“, können die fantastischen Musiker ihr Können eindrucksvoll zeigen. Ein wahres Feuerwerk an buntem Licht und großpixeligen Bildern spielt sich hinter den Musikern ab. Eigentlich ein  Feuerwerk des Kitsch. Aber das alles passt zu diesem Exzentriker. Mit Standig-Ovations feiern die Fans Ihr etwas pummelig gewordenes Idol, der seit Dezember 2010 Mutter oder Vater ist. Dieser Sturm der Begeisterung reißt nie ab. Klassiker, wie „I´m Still Standing“, Circle Of Life“ und der Edelschnulze aus dem Disney-Film „König der Löwen“ -  „Can You Feel The Love Tonight“, werden an diesem Abend leider nicht performt. Nach dem ausuferndem „Crocodile Rock“  wird es Emotional. „Candle In The Wind“ interpretiert der Pianomann gefühlvoll die Original Monroe- Version, obwohl er die Schauspielerin nicht persönlich kannte. Der Song in der Diana-Variante und die 1997 verstorbene Prinzessin bleiben für ihn unvergessen:  „Der Auftritt bei ihrem Begräbnis war das surrealste Erlebnis meiner Karriere. Ich musste mich ständig ermahnen, nicht in Tränen auszubrechen und keinesfalls den Text zu vergessen“, waren damals seine Worte. Ein ergreifendes Konzerterlebnis.
Reginald Kenneth Dwight, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, beendet nach über zwei Stunden das Konzert mit der Zugabe „Your Song“. Eine letzte Verbeugung und ein freundliches Winken ins Publikum. Dann entfleucht  die lebende Legende genau so schnell, wie sie gekommen ist. (Fotos: Harald Stein)


 

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