BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Jule ist fasziniert vom Werkstoff Holz, Katharina findet das Alternativprogramm zu Malen und Basteln "cool" un...
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Speyerer Stadtrat, Irmgard Münch-Weinmann, moniert unnötige Behinderungen des Rad...
Klaus Diebold, Verwaltungsdirektor des Sankt Vincentius Krankenhauses Speyer wird am 21. Juli 2017 nach 29 Jahren Tätigk...

Edenkoben: Chawwerusch-Produktion "Wer die Wahrheit tut" begeistert Premierenpublikum
Drucken
KULTUR | Kultur Regional
Mittwoch, den 17. Mai 2017 um 08:46 Uhr
Zweieinhalb Stunden, die wie im Flug vergingen, ein Eintauchen in die Fragen und Konflikte des 19. Jahrhunderts und am Ende Standing Ovations für die Schauspieler und das Ensemble des Chawwerusch Theaters: Das erlebten die Zuschauer bei der Premiere des Theaterstücks "Wer die Wahrheit tut" am 12. Mai im Kurpfalzsaal in Edenkoben. Das Theaterstück erinnert an die Anfänge des vor 200 Jahren neu gegründeten Bistums Speyer.

"Ich bin tief beeindruckt und bewegt", fasste Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann seine Eindrücke zusammen. Dem Chawwerusch-Ensemble sei es "auf großartige Weise" gelungen, ein Stück Geschichte des Bistums und der Pfalz wieder lebendig zu machen: "Wir können darin vieles erkennen, was uns auch heute bewegt", so der Bischof.
Das Echo der Premierenzuschauer war sehr positiv. "Das Stück erzählt Geschichte auf eine sehr humorvolle und spritzige Art. Es ist lehrreich ohne zu belehren", bringt es Gabi Kunze aus Hayna auf den Punkt. "Der Theaterabend war alles andere als ein frommes Schauspiel. Er macht die Schwierigkeiten der damaligen Zeit deutlich, auch die Spannungen zwischen Religion und Politik", findet auch Hede Metz aus Ludwigshafen, die Mitglied im Vorstand des Katholikenrats ist.
Der Herxheimer Pfarrer Arno Vogt betont die Aktualität der Handlung: "Wir haben ja manchmal den Eindruck, heute sei vieles schwierig. Das Stück führt uns in eine Zeit, in der alles auf dem Spiel stand und der Glaube und die Kirche selbst in Frage gestellt waren." Das Theaterstück bestärkt ihn in der Überzeugung, dass Kirche manchmal auch unkonventionelle Wege gehen muss, um den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden. Dafür sei die Kooperation zwischen dem Bistum und dem Chawwerusch Theater selbst ein gutes Beispiel: "Wir müssen raus aus den kirchlichen Räumen und den Glauben gemeinsam mit anderen neu übersetzen."
Eine besondere Bedeutung hatte der Theaterabend für die beiden Mallersdorfer Schwestern Hildeburg und Michaele, die sich im Bischofshaus um die hauswirtschaftlichen Belange kümmern. Sie begegneten in dem Theaterstück ihrem Ordensgründer, dem seligen Paul Josef Nardini, und den Frauen der ersten Stunde. Besonders gut gefiel den beiden Schwestern, dass die Figuren mit ihren Stärken und Schwächen dargestellt wurden, ohne zu idealisieren. "Nardini stand in seiner Zeit für ein tatkräftiges Christentum. Und dafür stehen die Mallersdorfer Schwestern auch heute." Beide Schwestern stammen aus Bayern, daher waren die Szenen mit dem bayerischen König und seinen Pfälzer Regierungsbeamten für sie ein besonderer Genuss.
Theaterstück lässt auch die Schauspieler nicht unberührt
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bistums Speyer hat auch die Mitglieder des Chawwerusch-Ensembles dazu angeregt, sich mit der Frage nach der Wahrheit und dem Glauben intensiv auseinanderzusetzen. Für Schauspieler Stephan Wriecz, der im Stück den Pirmasenser Pfarrer Paul Josef Nardini verkörpert, war die Rolle ein Anstoß, über sein Verhältnis zum Glauben nachzudenken. An Paul Josef Nardini, den er zuvor nicht kannte, gefällt ihm, dass er "aktiv geworden ist und beherzt zugepackt hat, ohne lang nach Regeln zu fragen."
Für Danilo Fioriti, den Autor des Stücks, war die Offenheit im Umgang mit den Vertretern des Bistums eine wichtige Erfahrung: "Wir wurden als kreative Künstler voll und ganz respektiert", blickt er gerne auf die Entwicklung des Stücks zurück. "Es hat uns große Freude gemacht, die Geschichte der Neugründung des Bistums in ein Theaterstück umzusetzen", unterstreicht auch der dramaturgische Leiter und Schauspieler Ben Hergl – und freut sich schon, in zehn weiteren Aufführungen das Stück in allen Dekanaten des Bistums auf die Bühne zu bringen.
Weitere Aufführungen von "Wer die Wahrheit tut":

Dekanat Speyer
Limburgerhof, Bürgerhaus
Burgunderplatz 2
Freitag, 26.05.2017

Dienstag, 30.05.2017
Bistumsjubiläum Speyer
Speyer, Stadthalle
Obere Langgasse 33
Pfingstmontag, 05.06.2017

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).
Eintrittskarten (Eintrittspreis: € 10,00 /ermäßigt: € 5,00) sind über ein zentrales Kartentelefon unter der Telefonnummer 06232 / 102-0 oder online über die Internetseite des Bistums Speyer (www.bistum-speyer.de) erhältlich, ebenso im Pfarrbüro am jeweiligen Veranstaltungsort.
Weitere Informationen:
http://www.chawwerusch.de/wer-die-wahrheit-tut-stueckinfo/
www.bistum-speyer.de

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.