BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Von Klaus Stein Er ist vorbei, der Bundestagswahlkampf - zumindest in Speyer. Irgendwo in Deutschland wollen welche sog...
Dass das Politikerleben stressig und nicht einfach ist, vor allem zu Wahlkampfzeiten, musste Anne Spiegel, die rhein...
"Unsere Stücke bewegen sich im gesellschaftlichen Rahmen und die zugrundeliegenden Themen sind wichtig für Jugendli...

Spider Murphy Gang: Schickeria im Sperrbezirk - Bayrische Rock’n’Roll Band als Vorgruppe von 'Status Quo'
Drucken
KULTUR | Kultur Regional
Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 16:36 Uhr
Von Harald Stein
Als Quartett gegründet und zum Sechstett gereift, hauchen die Bayern als Vorband von „Status Quo“ der „Neuen Deutschen Welle“ wieder Leben ein. Frisch reanimiert, wird das gesamte bayrische Kulturgut pfeilgerade in die Gehörgänge der Fans platziert. "Are you ready to rock?" Und ob sie bereit sind, die 2500 gut gelaunten Fans im Mannheimer Rosengarten. Spider Murphy beginnen sofort mit ihrem Erkennungslied "Mir san a bayrische Band".

Dann folgen "I hängs net auf, meine Rock’n’Roll Schuah", "Via a Vis" und „So a Nacht“. Alles flockige Losgehnummern mit witzigen Texten. Zwar alles irgendwelchen amerikanischen Rock’n’Roll-Nummern nachempfunden oder besser davon abgekupfert, aber was soll’s! Der Rock’n’Roll ist für alle da. Musikalisches Raffinement war weniger auszumachen, wohl aber gewöhnungsbedürftige, etwas breiige Lautstärke, was die Partystimmung aber nicht schmälert. Günther Sigl, der „Bayrische Meter“ ist das Gesicht der Gang. Mit stoischer Miene und unverwechselbarer Stimme zieht er seine Fans seit 30 Jahren in den Bann. Heute, angegraut mit Bauchansatz, kann auch er seine Gesichtsfurchen nicht verstecken. Kein Wunder, schließlich ist auch er schon 63 Jahre alt. Gegründet wurde die Band vor mehr als 30 Jahren von Sänger und Bassist Günther Sigl, Gitarrist Barny Murphy, Pianist Michael Busse und Schlagzeuger Franz Trojan. Bis heute sind sie ihren Wurzeln treu geblieben, denn live spielen sie nicht nur eigene Hits, sondern bedienen sich auch im Fundus alter Rock-Größen von Bill Haley bis Otis Spann. Auch wenn die Spider Murphy Gang für viele immer noch als Speerspitze der Neuen Deutschen Welle gilt, prägte die Band durch Rock’n’Roll-Musik mit Texten in bayerischer Mundart eine eigenständige Musikrichtung. Dass die Schwabinger Jungs eigentlich als traditionelle, fast puristische Rock'n'RolI-Kapelle begonnen hatten, vergessen viele. Denn in den 80ern war alles, was Deutsch sang und frech klang, mit dem Label "NDW" behafte. Aber Spider Murphy Gang gab es schon früher. Die Lederhosenerfinder  legen sich ins Zeug. Gute, ehrliche Arbeit, kantig und persönlich. Eingängige Rhythmen, satte Gitarrenriffs, Saxophon-Blubbern, Ludwig Seuss fingerflink am Keyboard und auf dem "Handörgeli" (Akkordeon) machen Dampf. Obwohl die großen Chart-Erfolge der Spider Murphy Gang noch aus den Achtzigern stammen, begeistern  sie mit ihrem Rock'n'Roll in bayerischer Mundart noch heute ihr Publikum. Die breite Palette der Hits aus ihrer großen Zeit um 1982 im Zuge der Neuen Deutsche Welle werden alle bedient. "Schickeria" etwas mit Soli verlängert, "Ich schau dich an", "Wo bist du" und "Skandal im Sperrbezirk" im Drei-Minuten-Popsong-Format. Die Band aus München huldigen dem Rock’n’Roll mit schönen Gitarrenriffs „a la  Chuck Berry“, mit Boogie-Woogie-Klavier, rollendem Bass, federndem Twist-Schlagzeug und röhrendem Tenorsaxophon.
Wo die Gang spielt, ist auch heute noch der Spaßfaktor groß. Sie sind unverwüstlich, eine echt bayerische Band eben. Das gefällt dem Publikum und wird zufrieden in die Pause geschickt. Umbauarbeiten für den Hauptakt des Abends: „Status Quo“.  Fotos: Harald Stein

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.