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A-HA: Abschied ohne Tränen - Emotionale Momente - Umjubeltes Abschiedskonzert der norwegischen Erfolgsband in Mannheimer SAP-Arena
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KULTUR | Kultur Regional
Dienstag, den 02. November 2010 um 08:45 Uhr
Von Harald Stein
Es ist so weit. Die norwegische Erfolgsband A-HA läd ein zum Abschiedskonzert in die Mannheimer SAP-Arena. Die voll besetzte Hütte erlebt spannungsgeladen diesen emotionalen Moment.  Diese Spannung entlädt sich, als Frontmann Morten Harket „The Sun Always Shines On TV“ mit ganz hohen Tönen ansteuert. Was sofort jedem auffällt, die Band wirkt nicht nur optisch, - man darf sich bei Harkets jugendlichem Anblick berechtigterweise fragen, ob er vielleicht ein Dorian Gray der Popmusik ist - sondern auch musikalisch angenehm zeitlos.

In den 80er-Jahren gehört das norwegische Trio zu den großen Popikonen. Sänger Morten Harket war in Millionen von Teenager-Herzen zu Hause. Doch in den 90ern kam der Knick. Im Zeitalter des Grunge (populärer Musikstil Anfang der 90er) war für Softpop der Marke „A-HA“ kein Platz mehr. Umso erstaunlicher, dass sich die in der Versenkung geglaubten mit einem 2009 neu erschienenen Album  zurückmelden und „Foot Of The Mountain“ auf Platz ein der Charts katapultiert. Wer bei seinem Triebwerk mehr Schub haben will, der muss die Abgase mit Kraftstoff versetzen und noch mal zünden. Der so genannte Nachbrenner kostet zwar viel Energie, sorgt aber für enorme Power. Was Jetpiloten auf Touren bringt, kann auch Popstars wieder in die Hitparaden schießen. Morten Harket, Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen scheinen kaum gealtert, stattdessen gereift.
Auf der Bühne setzten sie ihren keyboardlastigen Pop mit elektrischen Gitarren um, was ihrem Sound ein zeitgemäßes Mäntelchen verleiht. Die zum Quintett aufgestockte Band serviert weichgespülte Lieder mit dem Ausreizen der hohen Farben Harketscher Tonlagen.  Bei „Riding The Crest“, The Bandstand“ und „Foot Of The Mountain“ werden Erinnerungen an das frühe norwegische Poptrio wach. Sie sind die Definition funktionierender Popsongs. Angenehmer, zeitgemäßer Elektrosound, griffige Synthiehooks und Refrains. Instant-Ohrwürmer mit Gute-Laune-Garantie. Im Grunde haben sich      "A-HA" nicht verändert. Nur ihr melancholisch-symphonisches Repertoire erweitert. Die Mannschaft am Mischpult leistet exzellente Arbeit, präpariert die klirrend-klare Kopfstimme von Morton Harket strahlend heraus, verleiht Waaktaars Gitarre ein prächtiges Volumen und präpariert die Melodien von Furuholmens Keyboard plastisch heraus.
Die drei Norweger vorne an der Rampe, die mal eine Boygroup waren, spielen nicht mehr die Rollen von Teenagerstars - wozu auch? Die Männer und Frauen im Publikum sind zu großen Teilen so alt wie sie selbst. Die Band will aber die Fangemeinde nicht mit Innovativen verschrecken, nein lieber zelebrieren sie bewährten Schmuse-Pop und hymnische Pseudo-Philosophie. Mit den Krachern “Scoundrel Days“, „Stay On These Roads“, „Manhattan Skyline“, „Cry Wolf“ und dem James Bond Titel “The Living Daylights” treffen die Väter des Nordland-Pops genau den Nerv der angereisten Fans. Bei der wunderschönen Ballade "Hunting High And Low" lässt sich Harket von einem zehntausendstimmigen Chor begleiten.
Die Hits aus den Achtzigern haben noch immer einen frischen Klang. Die Show ist unspektakulär, den „a-ha“ verzichtet wie gewohnt auf aufwändigen Schnickschnack. Im Mittelpunkt steht die Stimme von Sänger Morton Harket, der den Sound der Formation über zwei Jahrzehnte prägt. Der 51-Jährige zieht seine Fans, egal ob männlich oder weiblich, in seinen Bann.
So rieselt denn ein Stück nach dem anderen in den Orbit. Kollektive Entspannung macht sich breit, bis die ehemaligen Pop-Könige zu Ende des Konzert-Abends den Rettungsanker im letzten Zugabenteil werfen: Den Nummer-1-Hit „Take On Me“. Den jubelnden Fans in der Arena ist klar, sie werden den A-Ha-Effekt vermissen. Die Tour endet Anfang Dezember mit drei Auftritten in Oslo. Anschließend löst sich die Band auf. Schade! Fotos: Harald Stein

 

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