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Lesermeinung: 'Nach Übermaß an Hass, Gewalt und Mord in der Vergangenheit muss ein Übermaß an Verständigung, Sympathie und Freundschaft einkehren'
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LESERMEINUNGEN | LESERBRIEFE
Freitag, den 30. September 2011 um 05:39 Uhr
Zum Bericht: "Spurensuche mit reinem Wasser..." schreibt Johannes P. Bruno: "Es ist erfreulich, wenige Wochen vor der Einweihung der Synagoge in unserer Stadt einen Bericht zu lesen, der sich mit einem jüdischen Thema befasst. Zwar haben Schüler und Schülerinnen des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums das Mahnmal für die ermordeten Bürger jüdischen Glaubens als Einstimmung auf den diesjährigen Austausch mit der israelischen Partnerstadt Yavne gesäubert, aber sie lenken zugleich die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf ein Geschehnis, das ohne Übertreibung ein Jahrhundert-Ereignis dargestellt und viel Prominenz aus nah und fern anziehen wird.

Übrigens, der im Bericht erwähnte Jakobusbrunnen stellt den Traum des Ahnherrn des Volkes Israel im Betel dar, von dem das Alte Testament, d. h. die hebräische Bibel, erzählt. Dieser Jakob ist nicht zu verwechseln mit St. Jakob de Compostella, zu dessen Grab berühmte Pilgerwege durch Europa führen.
Deshalb darf der Austausch von deutschen und israelischen Schülern und Schülerinnen nicht weniger geschätzt werden, da dieser auf die Zukunft hin angelegt ist. Im Gegenteil. Er soll nach Kräften gefördert werden und weitere Schulen mit einbinden. Nach einem Übermaß an Hass, Gewalt und Mord in den vergangenen Jahrhunderten muss endlich ein Übermaß an Verständigung, Sympathie und Freundschaft einkehren."
Johannes P. Bruno,  67346 Speyer