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Lesermeinung: Busfahrer mit Demenz? - Behinderter beim Aussteigen in Tür eingequetscht
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LESERMEINUNGEN | LESERBRIEFE
Mittwoch, den 02. November 2016 um 13:01 Uhr

Mit einem Leserbrief verschafft sich Harald Stein Luft über einen Vorfall, bei der er als unmittelbar Betroffener  vor, während sowie am Ende einer Busfahrt für ihn unliebsame Erfahrungen machen musste. Personen die diesen Vorfall miterlebt haben, können sich bei: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch in der Redaktion: 06232 / 67 67 70 melden.

 

Busfahrer mit Demenz?
Nach Befragung des Busfahrers durch Mitarbeiter der Rheinpfalzbus GmbH konnte sich der Fahrer angeblich nicht mehr an folgenden Vorfall erinnern. Was war passiert? Ich habe sei 2015 einen Ausweis für Schwerbehinderte und benutze seit fast einem Jahr die Busverbindungen in Speyer. Am 20. August 2016 bestieg ich um 13:15 an der Haltestelle Postplatz den Bus Linie 562 in Richtung Haltestelle Dudenhofer Straße. Beim Einsteigen wurde ich vom Busfahrer nicht wahrgenommen, denn er war mit einem Handy am Ohr in ein Gespräch vertieft. Mit Handy am Ohr und laut telefonierend, setzte er den Bus in Bewegung. An der ersten Haltestelle Postgraben, stand eine Frau die durch Handzeichen zu verstehen gab, dass sie nicht einsteigen möchte. Der Busfahrer hatte noch immer sein Handy am Ohr, hielt automatisch an und öffnete die hintere Tür. Keiner stieg zu, und so setzte er telefonierend die Fahrt fort. Die folgende Ampel stand günstig für Linksabbieger auf grün, und er bog in die Obere Langgasse ein. Da die Ampel an der Obere Langgasse/Burgstraße rot zeigte, konnte der Busfahrer sein Gespräch fortsetzen. Dies tat er aber so intensiv, das er nicht merkte, wie die Ampel grün wurde. Deshalb machte ich den Busfahrer nach langer Grünphase lautstark mit den Worten aufmerksam: „Es ist grün!“. Noch immer in sein Gespräch vertieft, setzte der Busfahrer danach die Fahrt fort. Ich drückte wenig später den Halteknopf, um anzuzeigen, dass ich an der nächsten Haltestelle (Dudenhofer Straße) aussteigen wolle. An der Oberen Langgasse/Dudenhofer Straße sprang die Ampel auf Rot. Der Busfahrer beendete sein Telefonat und hielt an der Bushaltestelle in der Dudenhofer Straße ordnungsgemäß an, um neue Fahrgäste aufzunehmen. Ich stand an der hinteren Tür. Da diese noch verschlossen war, bat ich den Busfahrer mit den Worten: „Würden sie mir bitte die Tür zum Aussteigen öffnen“, zu öffnen. Als mein linker Fuß den Boden berührte und ich erst zur Hälfte aus dem Bus gestiegen war, schloss der Busfahrer unvermittelt die Tür. Hierbei wurden mein rechtes Bein, meine rechte Hand sowie mein rechter Arm eingeklemmt und mein Arm und  Daumenballen schmerzhaft gequetscht. Der Schutzmechanismus, der in solch einem Fall aktiviert wird, um Verletzungen zu vermeiden, hatte leider in diesem Fall versagt. Die Tür war höchstens drei Sekunden geöffnet. In dieser Zeit hätte nicht einmal eine gesunde Person aussteigen können. Da ich mit einer Körpergröße von1,94 Meter nicht zu übersehen bin, kann er nicht behaupten, mich nicht bemerkt zu haben. Einige der Fahrgäste riefen dem Fahrer zu, dass er die Tür ein zweites Mal öffnen solle, weil jemand  zwischen der Tür eingequetscht sei. Nach dem Öffnen betrat ich nochmals den Bus und rief dem Fahrer zu ob er betrunken sei, weil er permanent telefoniert hatte, bei grüner Ampel stehen geblieben sei, statt zu fahren und mir erst nach Zuruf die Tür geöffnet habe,  um mich beim Aussteigen einzuquetschen. Diesen Vorfall meldete ich der zuständigen Rheinpfalzbus GmbH. Nach regem E-Mailverkehr teilte man mir mit, dass sich der Fahrer nicht an den Vorfall erinnern könne. Es sei ja auch schon viel Zeit vergangen.  Dazu möchte ich darauf hinweisen, dass die Rheinpfalzbus GmbH bei der Beantwortung meiner E-Mails nicht unbedingt schnell reagierten.
Mein Kommentar zum dem Vorfall fällt folgendermaßen aus: Geht man so mit Menschen um, die durch ihre Behinderung eingeschränkt sind? Ich stellte fest, der größte Teil der Fahrgäste ist älter, oder/und hat gesundheitliche Probleme. Wie einfach wäre doch eine Entschuldigung vom Fahrers gewesen – und nicht erst durch einen Büroangestellten. Sollte sich der Busfahrer nicht mehr an diesen eindeutigen Vorfall erinnern, bestünde die Möglichkeit einer Demenz. In diesem Fall dürfte er für den Personenbeförderungsverkehr nicht mehr eingesetzt werden, denn dann er wäre eine Gefahr. Gott sei Dank sind nicht alle Busfahrer so rücksichtslos. Der überwiegende Teil ist freundlich und rücksichtsvoll. Das lässt hoffen. (Foto:privat)

 

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