BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information
Lesermeinung: "An ihren Taten sollst du sie erkennen" meint Wolfgang Arndt zum Thema "Günstiger Wohnraum in Speyer"
Drucken
LESERMEINUNGEN | LESERBRIEFE
Montag, den 04. Dezember 2017 um 17:27 Uhr
Zur Diskussion über güstigen Wohnraum in Speyer meldet sich Wolfgang Arndt in nachstehendem Leserbrief zu Wort: "Die Speyerer leiden unter überteuerten Mieten und Immobilienpreisen. KLar:  in den vergangenen Jahren  sind immer neue Stadtvillen und Luxusappartments gebaut worden. Aber nächstes Jahr sind Wahlen und nun hält OB Eger scheinbar bei neuen Bauvorhaben eine 'soziale' Quote von 25 Prozent für möglich. Die SPD hat das auf 30 Prozent erhöht und -das ist sinnvoll- dazu eine Richtmiete genannt. Doch noch bevor die Quote beschlossen ist wird klar, dass die bisherigen Vorschläge nicht ausreichen werden.

Für Nicht-Insider hört sich ein Anteil von 25 Prozent für günstiges Bauen erstmal ganz gut an. Aber bei dem von OB Eger vorgelegten Quotenplan sind einige Hintertürchen eingebaut: Es ist nur die Rede von günstigem Wohnraum - ohne Festlegung auf einen Preis  -  'günstig' kann aber nicht  Definitionssache sein!
Die Quote soll außerdem nach Wohneinheiten abgerechnet werden - bedeutet:  außerhalb der Quote werden große renditeträchtige Einheiten gebaut, für die Quote gibt's 50 qm Kästchen. Viel Platz für wenige Gutbetuchte - die Masse soll sich drängeln. Und zudem:  wie groß ist eigentlich der tatsächliche Bedarf: Die Hälfte der Speyerer Miethaushalte haben, aufgrund ihres Einkommens,  einen Anspruch auf eine geförderte Wohnung. Das bedeutet:  allein in diesem Bereich fehlen  in Speyer mindestens 5.000 geförderte Wohnungen!
Ganz akut fehlen  fast 400 günstige Wohnungen im Mietsegment zu 6,50 € /qm. Eigentlich müßte also sofort damit begonnen werden, gezielt viele günstige Mietwohnungen zu bauen. Aber: Fehlanzeige!
Das derzeit einzige Projekt der Stadt am Mausbergweg sind Eigentumshäuser zum Preis von 2.300 €/qm. Dieses Projekt ist zwar nicht komplett falsch;  es wird immerhin von sozial orientierten Wohnungsbauern zum Selbstkostenpreis ausgeführt.
Es ist damit übrigens deutlich günstiger als die von OB Eger sonst so gehätschelten Investoren. Aber es sind zuwenig Einheiten an der Zahl und der Preis ist für Alleinerziehende, Geringverdiener und selbst für viele Normalverdiener zu hoch (241.500€ für 105 qm - nackt -ohne Pacht und ohne Kaufnebenkosten). Zudem konkurriert das Areal mit der Salierschule.
Dann sind noch, wie in Speyer-Aktuell erwähnt, etliche Bauvorhaben in der Warteschlange ohne  Quote. Dies wird den Anteil von günstigem Wohnraum weiter nach unten drücken anstatt  zu stabilisieren.
Soziales Bauen ist nötig und sinnvoll. Nach dem Krieg hat das Jahrzehntelang funktioniert und damit wurde die damalige Wohnungsnot überwunden. Eine sinnvolle und nötige Sache verdient die steuerliche und staatliche Förderung, d.h. die Wiederaufnahme der  Förderung der Gemeinnützigkeit."

Hinweis: Die in Leserbriefen geäußerten Meinungen decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

 

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.