BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

"Ein buntes Messetreiben, bei dem sich Neuheiten mit Bewährtem zu einer spannenden Einheit verknüpfen werden",...
Mit einem "Partyabend" feierte am Freitag die Firma Bödeker die offizielle Eröffnung ihres "BÖ-Fashion ...
Getreu seinem Motto "Just for Fun" fand die Mitgliederversammlung des Biker Clubs Speyer vor einigen Tagen in ...
Live-Interview: Harald Stein trifft Kabarettist Jochen Busse
Drucken
LEBEN | MENSCHEN
Samstag, den 01. Mai 2010 um 08:12 Uhr

Seite Jahrzehnten ist der Schauspieler und Kabarettist Jochen Busse ein Star seines Metiers, unverrückbarer Bestandteil der deutschsprachigen Kulturszene. Durch seine strake Fersehpräsenz kennen ihn die meisten Deutschen. Speyer-aktuell-Mitarbeiter Harald Stein traf Jochen Busse, der gerade mit seinem Kollegen Henning Venske durch die Lande tourt, und sprach mit ihm.

Harald Stein: Hallo Herr Busse. In Ihrem neuen Programm tangieren Sie kabarettistisch fast jedes Gebiet. Ich habe schon einige Ihrer Kollegen gesprochen die mir sagten, es gibt auch Tabuthemen. Gibt es auch für Sie ein Tabuthema, dass Sie unter keine Umstände in Ihr Programm aufnehmen würden?
Jochen Busse: Für einen Kabarettisten sollte es kein Tabuthema geben. Mit heiklen Themen muss man behutsam umgehen und darf diese nicht plump servieren. Sie dürfen nie lächerlich wirken. Es kommt schon darauf an, wie dieses Thema aufgebaut wird. 

Harald Stein: In Ihrem abendlichen Programm werden auch tagesaktuelle politische Themen kabarettistisch offeriert. Aus welchem Medium holen Sie sich Ihre Informationen?
Jochen Busse: Auch ich gehe mit der Zeit und hole meine Ideen aus dem Internet. Dieses Medium ist ja schneller als eine gedruckte Zeitung.

Harald Stein: Wie setzten Sie Ihre gewonnenen Ideen mit Henning Venske um?
Jochen Busse: Ich mache mir Notizen und bespreche diese vor unserem Auftritt mit Henning. Seine Ideen werden integriert und da wir seit vielen Jahren Profis sind, müssen wir diese nicht proben. Ein gutes Kabarett existiert durch Spontanität und Improvisation der Akteure.

Harald Stein: Ihr Kollege Henning Venske gilt als der geborene „Hardliner“ des Politkabaretts. Sie aber haben schon erfolgreich in der Comedy-Welt agiert. Erzeugt diese differenzierte Karriere Spannungen?
Jochen Busse: Überhaupt nicht. Ich habe ja vor der Zusammenarbeit mit Venske auch schon Kabarett gemacht. Ich war schon immer der Überzeugung, dass auch ins Kabarett ein wenig Comedy einfließen soll. Wichtig für uns beide ist, dass alles was wir machen, ehrlich sein soll. Inhaltlich kommen wir doch aus der gleichen Fraktion. Ich versuche aber auf der Bühne die Leute mit meinen Pointen einzufangen. Für Venske ist es wichtiger das zu sagen, was er sagen will.

Harald Stein: Was ist für Sie der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy?
Jochen Busse: Das Kabarett hat einen gesellschaftlichen Auftrag und die Comedy ist nur zur reinen Unterhaltung. Deshalb mache ich lieber Kabarett.

Harald Stein: Sie sind ja nicht nur Kabarettist, sondern haben schon viele Film- und Fernsehrollen gespielt. Wann bemerkten Sie Ihren Drang Richtung Medienlandschaf?
Jochen Busse: Also, Schauspieler wollte ich eigentlich nicht werden. Als junger Mensch habe ich einmal einen Conférencier gesehen. Da war mir sofort klar, ich möchte auch auf die Bühne.

Harald Stein: Ihr Kollege Venske tourte schon erfolgreich mit einigen Soloprogramme durch Deutschland. Würden auch Sie allein auf der Bühne kabarettistisch auftreten?
Jochen Busse: Ich sagte schon zu meinem Kollegen Venske, das Kabarett lebt von Dialogen mit einem Partner. Durch  Wortwitz kommt Abwechslung ins Programm und das Publikum in eine spannungsgeladene Erwartungshaltung. Aus diesem Grund werde ich den Zuschauern meine alleinige Gegenwart ersparen.

Harald Stein: In Deutschland besitzen Sie einen hohen Bekanntheitsgrad. Nervt es, wenn Sie auf der Straße erkannt und angesprochen werden?
Jochen Busse: Wenn man solch einen Beruf ergreift und erfolgreich sein möchte, muss man wissen, dass auch der Bekanntheitsgrad steigt und auf der Straße angesprochen wird. Ich versuche immer nett und freundlich den Leuten gegenüber zu treten. Dabei fühle auch ich mich wohler, als schroff und abweisend zu sein. Die Leute, die mich auf der Straße ansprechen, haben mich doch zu dem gemacht was ich heute bin. Das sollte kein Künstler vergessen.

Harald Stein: Gibt es nach „Lende trifft Urgestein“ und „Inventur“ eine weitere Zusammenarbeit mit Ihrem Kollegen Venske?
Jochen Busse: In „Legende trifft Urgestein“ und „Inventur“ haben wir uns gut ergänzt und es macht unheimlich Spaß mit einem geborenen Kabarettisten zusammen zu arbeiten. Mit „Inventur“ sind wir noch einige Zeit unterwegs. Was danach folgt, wissen wir beide heute noch nicht.

Foto: Harald Stein

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.