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Profundes Wissen gefragt: Initiativen unterstützen, Projekte eigenständig managen - Seniortrainer engagieren sich in vielfältigen Aufgaben für das Allgemeinwohl - Bärbel Schäfer und Hans Wels im Gespräch
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NATUR UND UMWELT | NATUR UND UMWELT
Dienstag, den 03. Januar 2017 um 11:21 Uhr

In Deutschlands Umweltschutzorganisationen ist eine deutliche Verunsicherung spürbar. Sie bemängeln trotz des Klimaabkommens von Paris, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten vorsieht, und auf das sich im Dezember 2015 erstmals fast 200 Länder verständigt hatten (und welches am 17. November 2016 von  insgesamt 111 Staaten ratifiziert wurde)  nicht zuletzt wegen des Wahlsieges von Donald Trump und dem Scheitern der ehrgeizigen Pläne der Bundesregierung die Emissionen von CO2  bis 2020 erheblich zu reduzieren, die fehlende rechtliche Bindung der Übereinkunft.

Diese setzt nämlich auf freiwillige Umsetzung in den einzelnen Staaten. Dies kritisiert auch Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt. Sie zeigt sich zwar nach dem Verlust der "Vorreiterrolle" Deutschlands beim Thema Umwelt von der Politik  enttäuscht, ist aber trotz allem zuversichtlich, dass die Klimaallianz, der auch die beiden Kirchen angehören, bei ihren Versuchen, Einfluss auf die Politik zu nehmen nicht erfolglos bleiben werden. Immerhin gebe es diverse Fördermittel vom Staat für Maßnahmen, die der Allgemeinheit nützten, aber auch solche im privaten Bereich, wie der Förderung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, der Modernisierung und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, oder Mittel zur Klima-, Energie- und Technologieforschung. Flagge zeigen, die Dinge beim Namen nennen und etwas zu unternehmen – dies sei auch  Kirchengemeinden und Einzelpersonen -  oder Gruppen möglich, wie sich am Beispiel Seniortrainer zeige.
Seniortrainer engagieren sich in ihrer freien Zeit und zu klaren Rahmenbedingunge freiwillig für andere und für sich. Sie werden aufgrund ihrer (Lebens-)Erfahrung für ihr Engagement nach dem in Rheinland - Pfalz entwickelten Bildungskonzept durch Fachkräfte qualifiziert und setzen sich gemeinsam mit anderen Akteuren in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich ein. Ein Netzwerk von Anlaufstellen. Unterstützt, fördert und begleitet deren Arbeit vor Ort, in der Region und im Land. Beispiele sind Gemeinschaftsgärten, Kulturangebote, Bürgerbeteiligung, Seniorensicherheit, Gesundheitstage oder Naturschutz. Eine solche Anlaufstelle ist auch das Büro von Bärbel Schäfer, die neben ihrer Tätigkeit einer Umweltbeauftragten mit der lokalen Anlaufstelle Frieden und Umwelt als Kontaktperson die Teamarbeit der Seniorentrainer koordiniert. Als lokale Anlaufstelle kümmert sie sich um die Gewinnung, Unterstützung und Qualifizierung einer Gruppe von 4 - 6 Seniortrainern. Deren Arbeit ist seit langem anerkannt und wert geschätzt. Verantwortung übernehmen und sich auch im Alter weiter entwickeln wollte sich auch Hans Wels, der nach seiner Ausbildung zum Seniortrainer  im Jahr 2011zu der Anlaufstelle von Bärbel Schäfer kam und seitdem sein Wissen für die Bereiche Umwelt und Naturschutz einbringt.  Für eine saubere Umwelt einzutreten, war schon immer seine Leidenschaft.  Anfang der 80ziger Jahre  absolvierte Wels das Funkkolleg: "Mensch und Umwelt" , erkundete danach die Situation des Vorder- und Hinterrheins bis zur Mündung mit dem Paddelboot. Dabei schockte ihn das enorme Ansteigen der Rheinverschmutzung ab Basel. Beruflich konnte Wels sein Kollegwissen gut umsetzen. Als Fachberater für chemiefeste Rohrleitungssysteme besuchte er die die gesamte Chemieindustrie und die Klärbetriebe am Oberrhein und sorgte so für Kontakte mit den Unternehmen die Wasserreinigungsanlagen bauten. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen warb er vor allem für die Verwendung chemiebeständiger Rohrleitungssysteme und den Umweltschutz.  Sogar japanische Firmen interessierten sich am Beispiel Neckar, wie dessen Wasser mit Produkten einer Firma sauberer wurde. Als es 1999 hieß, es sei unmöglich, dem Lachs im Rhein wieder eine Heimat zu geben, saß Wels in Rastatt als Berichterstatter beim Lachs-Aktionsprogramm in der ersten Reihe. Sein Titelbericht "Olivers Enkel" v. 3.4.99",war danach in der gesamten Pfalz zu lesen. Heute schwimmen nicht nur im Rhein, sondern auch im Speyerbach wieder Lachse.
Seine Mitstreiter für eine saubere Umwelt Bernhard Glaß, Hermann Stegmüller, Jürgen Walter, Rita und Emil Pösl sowie Susanne Mayrhofer, lernte bei Aktionen gegen die Flugplatzerweiterung in der Domstadt kennen.
Gruppenradfahren durch den Auwald ist eine weitere große Leidenschaft des umtriebigen Seniorentrainers. Der städtische Auwald wurde mittlerweile nach einem einstimmigen Ratsbeschluss unter Schutz gestellt.  Auch sein Angebot "Fahrradtouren durch die Stadt", mit dem er die Bürgerschaft auf die Problematik  Straßenbarrieren, Lärm, Feinstaub und Luftschadstoffe durch den Autoverkehr aufmerksam machen konnte, war einer der motivierenden Faktoren für das ehrgeizige Projekt Speyer als Fahrradstadt, wo er im gleichen Boot wie der Fahrradbeauftragten Karl-Heinz Hepper und ADFC-Chef Werner Zink sitzt. Wie es derzeit ausschaut, wird sich in den nächsten Jahren endlich etwas bewegen, wenn es auch noch gut zehn Jahre braucht, bis ein einheitliches Konzept in Speyer greifen wird. Im Jahr 2017 stehen wie alle zwei Jahre wieder die Artenvielfalt-Aktionswochen im Fokus. Dabei wird sich Hans Wels in seiner Aufgabe als Seniortrainer  für die Insektenvielfalt speziell am Beispiel Bienen einsetzen und weiter daran arbeiten, den Lehrpfad durch den Auwald  vorzustellen und ihm Gewicht zu verleihen. Außerdem sollen mit der Gruppe Umwelt  in Kooperation mit dem BUND die dringlichen und brisanten Themen Stromtalwiesen und Streuobstwiesen in Angriff genommen werden. Auch im neuen Jahr sind Landesmittel bereitgestellt worden, fünf weitere Seniortrainer auszubilden und sie an ein  Arbeitsfeld heranzuführen. (cm/Foto:ks)






 

 

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