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Pilotprojekt Hagelflieger im Hauptausschuss vorgestellt
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NEUSTADT | Neustadt Aktuell
Freitag, den 24. Februar 2012 um 13:20 Uhr
Dirk Gerling, Bezirksgeschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd,  stellte den Mitgliedern des Hauptausschusses das Pilotprojekt „Hagelflieger“ vom Verein zur Hagelabwehr Vorder- und Südpfalz vor. Durch den Einsatz von speziellen Flugzeugen, die eine Silberjodid-Acetonlösung ausbringen, sollen Hagelkörner so verkleinert werden, dass sie nur noch als Graupel oder Regen niederschlagen. Von Hagel spricht man, wenn die „Eisklumpen“ mindestens fünf Millimeter dick sind. So sollen Schäden in der Landwirtschaft und dem Weinbau, aber auch an Autos, Photovoltaik- und Grünanlagen minimiert werden. Laut Gerling waren im Jahr 2010 in der Pfalz 4.000 Hektar von Hagelschäden betroffen, davon waren 2.500 bis 3.000 Hektar zu 100 Prozent beschädigt gewesen.

Das Einsatzgebiet umfasst die gesamte Vorder- und Südpfalz. Das Flugzeug ist in Schweighofen stationiert, drei Berufspiloten teilen sich die Bereitschaftsdienste. Diese währen in der kritischen „Hagel-Zeit“ von Anfang Mai bis Mitte Oktober. Sind Hagelwolken im Anzug, erhält der Pilot vom meteorologische Dienst eine entsprechende Information inklusive Stärke und Windrichtung. Beim Einsatz verbrennen zwei an dem Flugzeug montierte Generatoren die Silberjodid-Acetonlösung und „impfen“ damit sozusagen die Hagelwolke. Die Anzahl der natürlich vorkommenden Kondensationskerne in den Gewitterzellen wird so stark erhöht. Dadurch kann sich das überschüssige Feuchte-Angebot in den Wolken feiner verteilen und die Ausbildung extrem großer Hagelkörner wird reduziert. Weiteres Thema im Hauptausschuss war der Verkauf von Baugrundstücken. So beschlossen die Mitglieder einstimmig den Verkauf von zwei Flächen im Baugebiet „Am Achtzehnmorgenpfad“ in Duttweiler sowie von zwei Flächen im Baugebiet „Auf dem Häusel“ in Diedesfeld. Der Auftrag über die Arbeiten zum Jahresunterhalt der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet einschließlich der Ortsbezirke für die Jahre 2012 und 2013 geht an eine Firma in Landau. Auch diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Hauptausschusses einstimmig. (spa)



 

 

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