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Mentoringprogramm an Schulen: Neuer Projektzweig im Ada-Lovelace-Projekt an vier Standorten
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GESELLSCHAFT UND KIRCHE | SCHULE-UNI-BERUF
Montag, den 28. Februar 2011 um 07:04 Uhr
„‚Diversity’ bedeutet Vielfalt, und diese möchte auch das Ada-Lovelace-Projekt noch stärker verwirklichen“, sagte Frauenministerin Malu Dreyer heute zur Vorstellung des neuen Zweigs des Ada-Lovelace-Projekts. „Deshalb wollen wir gezielt Schülerinnen mit Migrationshintergrund und aus benachteiligten oder bildungsfernen Familien sowie Schülerinnen mit besonderen körperlichen Einschränkungen, die aber ein gutes schulisches Potenzial haben, beim Übergang zu einer weiterführenden Schule, in ein Hochschulstudium oder in eine Ausbildung unterstützen“, so Dreyer weiter. Gerade junge Migrantinnen besitzen Untersuchungen zufolge großes Interesse an Berufen und Studiengängen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die große Zukunftsperspektiven bieten.
 

Ein spezielles Mentoringprogramm unterstützt die Schülerinnen in der schulischen und beruflichen Orientierungsphase tatkräftig. „Beim Diversity-Projekt bieten speziell geschulte Studentinnen als Mentorinnen jeweils drei bis vier Schülerinnen eine langfristige Begleitung und Unterstützung ab dem zehnten Schuljahr an“, erklärte Dreyer. Die Mentorinnen bringen eigene Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte in die Mentoringbeziehung ein, sind den Schülerinnen Vorbild und besprechen über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr hinweg gemeinsam Berufs- oder Studienpläne und helfen dabei, sie zu verwirklichen. Dazu könne beispielsweise auch die Begleitung der Schülerinnen zur Studien- oder Berufsberatung oder die Vermittlung eines Praktikumsplatzes gehören. „Außerdem erhalten die Schülerinnen individuelle Schulungsmaßnahmen und ein Bewerbungstraining, um das Selbstvertrauen der Teilnehmerinnen zu stärken“, so die Ministerin.
Die Eltern werden ebenfalls einbezogen, um Barrieren und Vorurteile abzubauen. „Wir wollen den Eltern deutlich machen, dass Mädchen und junge Frauen in Berufen mit guten Zukunftsperspektiven nicht nur bestehen können, sondern auch gute Aufstiegsmöglichkeiten haben. Auch die gute Zusammenarbeit mit Organisationen und Verbänden im Bereich Migration und Integration werden wir durch persönliche Kontakte und Informationsveranstaltungen intensivieren, da sie eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des neuen Programms sind“, kündigte Dreyer an.
Der Projektzweig Diversity wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz. (spa)