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GESELLSCHAFT UND KIRCHE | Seniorenmagazin
Mittwoch, den 09. März 2011 um 07:58 Uhr

Von Hans Wels
„Lümmel nicht so am Tisch“, „setz dich gerade hin“ – „Sie sind aber streng zu ihrem Enkel“, mischte sich die weißhaarige Dame vom Nebentisch ein. Darauf der Opa: „Was meine Kinder nicht durften, erlaube ich auch meinem Enkel nicht“. Hat er recht? Oma’s und Opa’s sollten wissen, dass sie gar nicht mehr erziehen müssen – sie dürfen – zum Beispiel den Enkeln „bitte“ und „danke“ beibringen, falls es die Eltern vergaßen. Großeltern dürfen Ausnahmen machen, ja sogar inkonsequent sein. Eltern denken dann gleich, wo führt das hin? Oma und Opa sind entspannt und gelassen, haben Zeit und bessere Nerven, kennen die besten Spiele und Bücher, können trösten, haben immer einen guten Rat, ergreifen Partei und sind immer auf Enkel’s Seite – das tut gut.

 Denn mit ihren Enkeln verbindet sie ein gemeinsamer „Feind“ – die Eltern. Die haben ganz eigene Vorstellungen davon, was ihre Kinder tun und lassen sollen.
Wir Omas und Opas haben doch Erfahrung – und Merkel’s „alternativlos“ ist auch hier verfehlt. Denn wenn etwas anders läuft als es sollte – wird’s trotzdem was – auch wenn wir die Enkel nach Strich und Faden verwöhnen. Dass Enkel mit offenen Armen auf uns zu rennen, müssen wir uns schließlich verdienen. Je weniger wir drängen: „Du sollst ...“ – „Du musst ...“ und „Küsschen geben“ erzwingen, umso eher halten sie auch als Erwachsene noch zu uns.
In Enkeln finden sich Oma und Opa wieder. Mit ihnen darf man, was man mit den eigenen Kindern nicht machte. Kinder wissen ganz genau, was hier geht, dort aber nicht, bei wem sie was dürfen und bei wem nicht. Es fördert die soziale Kompetenz, wenn sie sehen, dass unterschiedliche Leute sich ganz unterschiedlich verhalten – wie im wahren Leben.
Jetzt können wir das nachzuholen, wozu wir bei unseren Kindern keine Zeit hatten.
Adele Sandrock soll mal gesagt haben: „Die Kinder sind so verzogen, weil man Großeltern nicht übers Knie legen kann". Im Konfliktfall muss deshalb eines völlig klar sein, dass wir Mama und Papa nicht unterlaufen dürfen. Sie haben das Sagen zu Süßigkeiten, PC-Spielen, Bettgehzeit und zu Anderem mehr. Und wenn die netten Kleinen die „Glotze“ ausmachen müssen, geht es nicht, dass sie dann zur Oma rennen, um dort weiter zu gucken. Denn am meisten ärgert Mama, wenn sie nicht ernst genommen wird. Wir müssen akzeptieren, dass nun unsere erwachsenen Kinder die erste Geige spielen. Denn sie sind jetzt selbst Eltern.
Bei unserer miserablen Versorgung mit Kinderbetreungsplätzen in Deutschland müssen die Großeltern trotz eigenem Terminkalender und Hobbys einfach einspringen, weil Mütter mitverdienen müssen.
Ehe es also zum großen Krach kommt, offen ansprechen was man möchte und Grenzen so vereinbaren, dass damit alle Beteiligte Leben können.
Quellen:  Erziehungsexpertin Helga Gürtler; BAGSO-Autorin Prof. Dr. Christine Swientek und die Radio-Sendereihe „Lebenszeit“ vom Deutschlandfunk. (Foto: Hans Wels)

 

 

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