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SPEYER |
Speyer heute
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Samstag, den 07. April 2012 um 13:48 Uhr
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von Rolf Dammel
Lassen wir ruhig und still einmal die Kirche "im Dorf": Ein Gang über die Speyerer Frühjahrsmesse steht mit einer Feier ebensowenig in Zusammenhang wie das Wort "amen" mit einer Moschee. Der inflationäre Gebrauch des Wortes "feiern" nimmt seit geraumer Zeit seltsame Züge an. Einzig der Karfreitag, ein Tag der Besinnung an die Kreuzigung Jesu, verdient diese Definition im Kontext mit dem Veranstaltungsverbot der Messe.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Natürlich werden die Schausteller über Umsatzeinbußen klagen. Unter Umständen werden etliche Beschicker auch Probleme haben, zu viel georderte Vorräte an Lebensmitteln an Mann oder Frau zu bringen.
Doch die Gesetzeslage schreibt ungeachtet der Speyerer Praxis der vergangenen 20 Jahre eindeutig vor, was an den drei stillen Feiertagen des Jahres erlaubt ist, beziehungsweise nicht. Andreas Barth findet bestimmt nicht wenige Befürworter, wenn er die leeren Bänke der Messe am Karfreitag mit den besetzten Plätzen in der städtischen Flaniermeile vergleicht. Dort gebe es mitnichten ein Verzehrverbot.
Aber wie beschrieb es eine der Schaustellerinnen beim Gespräch am Eröffnungstag: Man müsse jetzt halt das Beste aus der Situation machen- alles ende irgendwann einmal. Die Problematik war also wohl bekannt. "Still und leise auf diese Weise" wird es also nicht mehr zugehen, karfreitags auf dem Festplatz. Übrigens: Volkes Stimme plädiert vernünftigerweise dafür, das Messeereignis künftig nach hinten zu verschieben.
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