BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Unzählige Ostereier verteilten die Parteien am Samstag vor Ostern in Speyer. Die SPD brachte das Symbol für das Osterfes...
Alle Jahre laden der CDU Ortsverband und Miteinander e.V. zum gegenseitigen Kennenlernen unserer Kultur und unserer Oste...
Unter den etwa zwei Dutzend Besuchern des traditionellen Osterkaffees der SPD Speyer-Nord am Karfreitag war auch die Bun...
Speyer: Politischer Aschermittwoch: Für den SPD-Landtags-Fraktionsvorsitzenden Alexander Schweizer ist die CDU eine "Retro-Partei" – Mit "Schulz-Schwung" zu SPD-Stadtoberhaupt
Drucken
SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 02. März 2017 um 17:14 Uhr

"Es ist gerade sehr schön, SPD-Mitglied zu sein." Nicht nur der Bundestagskandidatin Isabell Mackensen war die Freude über den unverhofften Aufwind für ihre Partei beim politischen Aschermittwoch in den Räumen des AV 03 Speyer anzumerken. Die Sozialdemokraten scheinen den "Schulz-Effekt" sehr zu genießen, denn so viel Zuversicht strahlten sie wohl zu Zeiten Willi Brands zum letzten Mal aus.

Totgesagte leben länger, könnte man einen Teil der Rede des Fraktionsvorsitzenden im rheinland-pfälzischen Landtag, Alexander Schweitzer, überschreiben: "Die SPD befindet sich im 17. oder 18. Frühling ihrer langen Geschichte", so der Spitzengenosse, der erst kurzfristig sein Kommen angekündigt hatte. Die Wahl Trumps zum US-Präsidenten sollte in Europa als Weckruf verstanden werden. Er habe bei einem USA-Besuch vor einigen Tagen die Gelegenheit gehabt, Trump-Anhänger zu erleben: "Das sind keine Unmenschen sondern Menschen aus allen Schichten der weißen US-Gesellschaft, die sich von den anderen Politikern nicht wahrgenommen fühlten." Trump habe die Menschen dort abgeholt, wo sie stehen, meinte Schweitzer.
Auch der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spreche die Menschen an, sei populär, aber im Gegensatz zu Trump nicht populistisch.
Als ehemaliger Bürgermeister wisse Schulz, wo der Bevölkerung der Schuh drücke. In Kombination, dass er sich auch in Europa auskenne, um Chancen der EU weiß und die Menschen für die Idee Europa begeistern wolle, habe er die perfekte politische Qualifikation für das Kanzleramt: "Person, Programm und Motivation stimmen in der SPD", so Schweizer.
Die CDU werde immer nervöser angesichts der aktuellen Meinungsumfragen. Er finde es richtig, die Agenda 2010 auf den Prüfstand zu stellen, denn was zu Beginn des Jahrtausends angesichts der damaligen Probleme richtig gewesen war, müsse heute der aktuell guten Wirtschaftslage angepasst werden. Dass die CDU an SPD-Positionen von vor 20 Jahren festhalte zeige, dass sie sich nicht weiterentwickelt habe, eine "Retro-Partei" sei.
Mit der AfD sei das persönliche Klima im Landtag spürbar kälter geworden und der Rassismus eingezogen: "Die sind keine Rechtskonservativen sondern schnöde Rechtsextremisten", so Schweitzers Überzeugung.
Er zeigte sich Überzeugt davon, dass mit dem "Schulz-Schwung" nicht nur Isabell Mackensen eine reelle Chance habe, das Direktmandat zu holen, sondern dass die SPD auch den Wechsel an der Spitze Speyers schaffe.
Für die Speyerer SPD-Vorsitzende und Beigeordnete Stefanie Seiler gehört soziales Gewissen zur politischen Kultur. Die SPD sei von Beginn an auch eine Kulturbewegung gewesen. Kultur schaffe die Räume, in denen sich eine Gesellschaft ihrer Werte bewusst werde. Wichtig sei der Dialog der Kulturen, nicht Abschottung. Martin Schulz verkörpere all diese sozialdemokratischen Werte.
Nachdem die Heringe verspeist waren, erinnerte der Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Walter Feiniler die etwa 80 Besucher an die Ursprünge des politischen Aschermittwochs im 16. Jahrhundert. Feiniler ging auch auf aktuelle kommunalpolitische Themen ein, forderte, dass endlich "Nägel mit Köpfen" gemacht werden müssten, damit alle in Speyer bezahlbaren Wohnraum bekämen. Er kritisierte die Hinhaltepolitik des CDU-Oberbürgermeisters in Fragen wie Güterumschlag im Hafen, durch den täglich der Verkehr von hunderten von Lastwagen vermieden werden könne, oder bei dem Thema Nahversorgung in Speyer-Nord. Die SPD bleibe bei ihrer ablehnenden Haltung zum S-Bahn Haltepunkt Süd, der in nur 300 Metern Entfernung vom Hauptbahnhof in ein Wohngebiet gepflanzt werden soll und die Stadt teuer zu stehen komme, bekräftigte Feiniler. (ks/Fotos: ks)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.