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Stadtteilverein Speyer -Süd: Vorsitzender Frank Scheid formuliert ehrgeizige Ziele – "Kooperation mit Pestalozzischule eine glückliche Fügung"
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SPEYER | Speyer heute
Mittwoch, den 08. März 2017 um 19:13 Uhr

Es ist bereits jetzt schon mehr als ein Kleinod im Speyerer Süden: Die Rede ist vom Café Lozzi, dem seit Januar geöffneten zentralen Treff des im Spätsommer 2016 ins Leben gerufenen Stadtteilvereins Speyer-Süd. Eine vorösterliche Deko auf den Tischen,  ein vielfältiges Frühstücksangebot mit selbst hergestellten leckeren Kuchen, Honig und Marmelade, Obstsalat oder auch deftigere Sachen wie Brötchen und Käse - liebevoll serviert von aufmerksamen, freundlichen Schülerinnen und Schülern. Dies alles lädt in dem hellen Ambiente der neu mit Liebe im Detail gestalteten früheren Räumlichkeiten der Sparkasse zum Verweilen ein.

 

Die Förderschüler zeigen keinerlei Berührungsängste mit den meist erwachsenen Besuchern des Stadtteils, die mittlerweile regelmäßig zur Einkehr kommen. Der Kaffee schmeckt auch vorzüglich. Voll des Lobes für die jungen Menschen sind auch Schulleiterin Gerlinde Arens sowie Jutta Boell, Lehrerin der Schule, die das Ganze koordiniert und mit berechtigtem Stolz von den Leistungen der von ihr liebevoll betreuten "Neunergruppe" berichtet. Ja, es herrsche mittlerweile ein reger Betrieb im Café Lozzi, so Boell im Rahmen einer lockeren Gesprächsrunde am letzten Mittwochmorgen. Die neun jungen Menschen finden hier eine optimale Möglichkeit, sich bei dieser Art von Berufspraktikum auf ein späteres Arbeitsleben vorzubereiten. Es komme nicht darauf an, dass alle einmal im Servicebereich tätig sein werden, bekräftigt Boell. Vielmehr gehe es darum, ein Gefühl für eine geregelte Tätigkeit zu bekommen, bei der die Verantwortung für den jeweiligen Aufgabenbereich, aber auch der Spaß daran im Vordergrund stünden. "Die Arbeit im Café betrachte ich als Glücksfall", betont die umtriebige Pädagogin. "Sie hebt das Selbstbewusstsein der Jungen und Mädchen - außerdem wird durch das Schaffen im Dienstleistungsbetrieb Café die Kommunikation  mit anderen Menschen gefördert und verbessert." Diese erfahren bei ihren Besuchen gelebte Inklusion. Auch das sei wichtig. Neben einer gründlichen Planung und Vorbereitung der jeweils mittwochs von 9-12 Uhr geöffneten Restauration mit Einkauf, Kuchenbacken,  Einhalten von Hygiene und Ordnung, spielten auch ein ansprechendes Outfit der "Bediensteten" und als hauswirtschaftlicher Komponente das Reinigen und Aufräumen im Lozzi eine elementare Rolle. Einfach ist dies alles nicht, doch die große Bandbreite, derjenigen die sich einbringen – gleich in welchem Bereich (weil nicht alle gut lesen, rechnen oder sich verständigen Können) wird von Jutta Boell gewissenhaft gesteuert und gefördert. Man fühlt sich gut aufgekommen im Verbund mit dem Stadtteilverein. Weitere Planungen beabsichtigen ein zeitweise erweitertes  Angebot, "Extrawürstchen " genannt, beispielsweise mit gebackenen Waffeln oder Eiern mit Speck. Zum Glück hat sich die Sparkasse bereit erklärt, die Miete für die Räume zumindest bis Jahresende zu tragen. "Wir sind nach allen Seiten offen", wirbt Vorsitzender Frank Scheid für Zuwachs an ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern. "Schließlich möchten wir die Räume mit Leben füllen, sie der Bürgerschaft gewissermaßen zurückgeben." Die Ideen gingen ihnen nicht aus, meint auch Vorstandskollege Dieter Ludwig. Gut vorstellen könne man sich etwa den Verkauf von Dampfnudeln einmal im Monat und jeweils donnerstags ein vom Verein organisiertes Nachmittagskaffeeangebot. Angedacht ist laut Scheid auch ein Krabbelgruppenmeeting im Süden, vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum KEKS sowie ein Spielnachmittag. In die Pläne des Vereins eingebunden den Stadtteil zum Positiven hin zu gestalten, eingebunden ist nicht nur der Stadtvorstand. Längerfristig hoffen Scheid und Co. für die  ehrgeizigen Ziele auf Fördermittel, beispielsweise von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier. (cm/Foto:cm)

 

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