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Regionalgruppensprecherin des Paritätischen Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland sieht ehrenamtliches Engagement herabgesetzt
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AKTUELLES | NEUE MELDUNGEN
Freitag, den 17. März 2017 um 11:22 Uhr
Irmgard Münch-Weinmann, Regionalgruppensprecherin Speyer des Paritätischen Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland, nimmt Stellung zu einer Aussage der Nachfolger in bezug auf den anstehenden Wechsel in der AfA in Speyer am Monatsende:

"Mit der Übernahme der Speyerer Landesaufnahmeeinrichtung (AfA) durch das Essener Unternehmen European Homecare (EHC) wird ab dem 1. April die Versorgung, Unterbringung und Betreuung von Asylbegehrenden in privatwirtschaftliche Hände gelegt. Die seit der Eröffnung im September 2015 geleistete Arbeit durch die, meist ehrenamtlichen, Kollegen und Kolleginnen des Deutschen Roten Kreuzes kann nicht genug gewürdigt werden. Daher finde ich es als Paritätische Sprecherin von 12 Trägern in Speyer und Umgebung umso bedenklicher, dass der Sprecher des Unternehmens EHC, Herr Klaus Kocks, in einem Interview vom 7.3.2017 die Arbeit von wirtschaftlich orientierten Unternehmen im Unterschied zu karitativen Organisationen als professioneller einstuft. Diese Haltung ist aus meiner Sicht ärgerlich und abfällig gegenüber allen gemeinnützigen Vereinen, die gerade in der Flüchtlingshilfe in den vergangen Jahren täglich bewiesen haben, wie wichtig und bedeutsam das ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft ist. Eine der Art herabstufende Haltung von Seiten eines Wirtschaftsunternehmens gegenüber den vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen in unserem Land ist nicht nur realitätsfremd, sondern sie beleidigt auch die Arbeit der knapp drei Millionen hauptamtlichen und mehr als 14 Millionen ehrenamtlichen Mitarbeitern in Vereinen, Organisationen und nicht zuletzt den Wohlfahrtsverbänden in Deutschland." (spa)

 

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