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Macron oder Le Pen? Für den Speyerer Franzosen Eugen Flicker ist die hohe Zustimmung für die Rechtsextremen in seiner elsässischen Heimat eine Schande
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SPEYER | Speyer heute
Sonntag, den 07. Mai 2017 um 15:51 Uhr

Von Klaus Stein
Emmanuel Macron oder Marine Le Pen? Favorisiere ich den Mitte-Links-Politiker oder die Frau von der Nationalen Front bei der heutigen Stichwahl um das französische Präsidentenamt? Diese Frage trieb auch viele der in Speyer lebenden Franzosen um die ebenfalls aufgefordert waren, ihre Stimme abzugeben. Die Meisten mussten dazu auf das Konsulat beispielsweise in Mainz. Für den bekanntesten Speyerer Franzoden, Eugen Flicker, ist zur Wahl gehen eine Bürgerpflicht. Mit einer Sondergenehmigung des Pariser Innenministeriums darf er allerdings seine Stimme im Elsässischen Bischwiller abgeben, seinem Heimatort.

 

speyer-aktuell begleitete ihn am Vormittag in das Wahllokal im Rathaus des hübschen 12.500 Einwohner Städtchens, wo er mit großem Hallo empfangen wurde, denn auch dort ist Eugen Flicker eine bekannte und geachtete Persönlichkeit.
Der Wahlakt selbst läuft dann so ab, wie wir es auch in Deutschland praktizieren: Wählerliste, Wahlkabinen und Urne.
Auffällig ist, dass in der ganzen Stadt keine Wahlplakate mehr zu sehen sind mit Ausnahme zweier vor dem Hotel de Ville, dem Rathaus, mit den Konterfeis der Kandidaten.
Im ersten Wahlgang lagen Le Pen und Macron im Elsass und auch in Bischwiller Kopf an Kopf, Le Pen hatte mit 25,6 Prozent die Nase vorne.
Im Restaurant "Zum Bären" versucht der Journalist Charles Neuthardt bei einem "Suze", einem Enzian-Likör, der in Frankreich ein beliebter Aperitif ist, zu erklären, warum so viele Elsässer die europafeindlichen Rechtspopulisten wählen. Es seien vor allem die Bauern und Arbeiter, die inzwischen die Rechtsextremen wählten. Im Bischwiller gebe es außerdem einen hohen Anteil an Zuwanderern aus der Türkei. Zwar seien ihm keine offenen Konflikte zwischen Einheimischen und Zuwanderern bekannt, aber es hätte sich eine Parallelgesellschaft etaliert. Das verursache bei vielen Elsässern ein gewisses Unbehagen.
Die Europaskepsis hänge auch damit zusammen, dass das Elsaß wirtschaftlich weit weniger von den offenen Grenzen profitiert habe als beispielsweise die Südpfalz.
Für Eugen Flicker ist die Hohe Zustimmung für die Rechstextremen ein Schande für das Elsass. Er habe Emmanuel Macron gewählt, versichert er. Charles Neuthardt befürchtet, dass beim heutigen Wahlgang Le Pen in seiner Heimat eine Mehrheit bekommen könnte. (Fotos: ks)

 

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