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Speyer: Friedhof wird zum Park mit Bestattungsmöglichkeit werden – Beigeordnete Seiler hofft auf rege Bürgerbeteiligung im "Arbeitskreis Friedhof"
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SPEYER | Speyer heute
Dienstag, den 09. Mai 2017 um 19:55 Uhr
Bestattungen, das ist ein Stück Kultur, ist den Menschen wichtig, ist emotionsbeladen und wahrscheinlich deshalb auch ein gutes Geschäft. Aber nicht nur deshalb sind der Friedhof und die Dienstleistungen Rund um Bestattungen für die Stadt Speyer ein wichtiges Thema. "Wir sind von Gesetzes wegen verantwortlich für die Bestattungen", so Beigeordnete Stefanie Seiler, die am Dienstag gemeinsam mit Standesamtsleiter Hartmut Jossé die Aktivitäten, neue Entwicklungen und Trends Rund um den Friedhof im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellte.

Aktueller Anlass sei die erste öffentliche Sitzung einer seit 2015 bestehenden Arbeitsgruppe am 16. Mai, 17 Uhr, im Stadtratssitzungssaal. Seiler hofft auf eine rege Beteiligung der Bevölkerung. Die Bedeutung des Friedhofes und der Todesfälle für die Stadt machte Jossé anhand einiger Zahlen deutlich. So seien 2016 1.200 Sterbefälle vom Standesamt beurkundet worden, ein neuer eher trauriger Rekord (Durchschnitt der letzten Jahre etwa 1.060). Das liege an den vielen Altenheimen in der Domstadt.
Auf dem Friedhof wurden 507 Menschen bestattet, 41 mehr als im Vorjahr. Dabei gehe der Trend hin zu Urnenbestattungen. Während diese Bestattungsform 1950 fast noch keine Rolle spielte liegt ihr Anteil aktuell bei über 50 Prozent, Tendenz steigend.
"Die Angehörigen bevorzugen immer öfter kleine, pflegeleichte und dadurch preiswerte Grabformen", so Jossé. Der Standesbeamte beklagte die zunehmende Individualisierung der eigentlich einheitlichen Rasengräber durch Grabschmuck, ein Verstoß gegen die Friedhofsatzung. Das erschwere den 13 Friedhofarbeitern die Pflege dieser Gräber. Er bittet die Angehörigen deshalb um Zurückhaltung beim Schmücken eines Rasengrabes.
Mit insgesamt 13 verschiedenen Grabformen trage man den unterschiedlichen Wünschen der Angehörigen Rechnung. "Wir wollen die 'Kunden' in Speyer halten", sagte Jossé beim Hinweis auf einen weiteren Trend, dem man Rechnung trage: Baumgräber und die preiswerteren Baumhaingräber. Insgesamt seien 90 solcher Plätze verpachtet. Insgesamt nehme die Stadt etwa 1,2 Millionen Euro jährlich an Gebühren im Bereich Friedhof ein.
Es sei einiges geplant wie beispielsweise der Abriss der 50 Jahre alten, maroden WC-Anlage an der Wormser Landstraße und Neubau behindertengerechten Toilettenanlage, so Seiler. Die Sanierung der Sozialräume drücke für sie die Wertschätzung der nicht einfachen Arbeit der Friedhofsmitarbeiter aus.
Weitere Maßnahmen seien eine bessere Beschilderung, Optimierung der Bepflanzung, Erneuerung der Wasserstellen und Ruhebänke. "Der 17,3 Hektar große Friedhof  wird immer mehr zum Park mit Bestattungsmöglichkeit werden", so die Beigeordnete die ankündigte, sich für mehr Personal in diesem Bereich stark zu machen.
Seiler und Jossé sparten auch negative Dinge wie zunehmende Diebstähle von Grabschmuck an. Auch seien von 120 neu gekauften gelben Gießkannen schon ein Viertel ebenso verschwunden sowie alle Zotten.
Zunehmend sei auch die Zahl der Bestattungen, bei denen sich die Angehörigen um ihre gesetzliche Pflicht drückten. Zwar würde man die Kosten von etwa 2.000 Euro einer Sozialbestattung - oft nach langwierigen Recherchen - von den Angehörigen einfordern, aber 25.000 Euro verblieben jährlich trotzdem bei der Stadt. (ks/Foto: ks Archiv)
 

 

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