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Speyer: Beigeordnete Seiler erwartet keinen Run auf das Standesamt durch gleichgeschlechtliche Paare - Zusätzlicher Personalbedarf eher für Geburten und Serbefälle
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 29. Juni 2017 um 15:23 Uhr

Wahrscheinlich wird noch in dieser Woche im Bundestag die Ehe für alle beschlossen. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hatte am Mittwoch im Fernsehen darauf hingewiesen, dass die Standesämter kurzfristig mehr Personal brauchen würden, sie schnellstens welches einstellen sollten. speyer-aktuell wolle von der für das Speyerer Standesamt zuständigen Beigeordneten Stefanie Seiler wissen, ob auch in der Domstadt ein Run von gleichgeschlechtlichen Paaren aufs Standesamt zu erwarten sei und ob man die Kapazitäten dafür habe.  

Laut Mikrozensus gibt es in Deutschland rund 70.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften (+ Dunkelziffer). Insgesamt werden in Deutschland jährlich etwa 400.000 Ehen geschlossen.
"Wenn ich die Zahl von 70.000 gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften ins Verhältnis zu 82 Mio Einwohner in Deutschland setze, ist die Zahl der potentiellen gleichgeschlechtlichen Ehepaare bei etwa 0,01 Prozent. Bezogen auf die 50.000 Einwohner von Speyer wären dies statistisch umgelegt 5 Paare." Wie die Statistik für Speyer zeige, haben sich die Lebenspartnerschaften seit 2013 mit jährlich 5 bis 8 Paaren sich gegenüber den Vorjahren zwar fast verdoppelt, das seien aber immer noch nur rund 1,5 bis 2  Prozent aller Hochzeiten in Speyer (gegenüber rund 450 Eheschließungen). "Die bekommen wir terminlich locker noch unter", versichert Stefanie Seiler.
Erkenntnisse über die konkrete Kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Ehe für alle in Speyer gebe es allerdings noch keine, fügt sie hinzu. Standesbeamte und Traustätten reichten aber in jedem Fall dafür aus, ist sie sich sicher.
Auf die Frage, ob es überhaupt ausgebildetes Personal gebe, das kurzfristig eingestellt werden könnte, antwortete Seiler mit einem klaren "Nein" und fügt hinzu: "Ab Juli 2017 haben wir  fünf Standesbeamte und benötigen eher noch im Geburtenregister (dort steuern wir auf rund 3.000 Geburten in 2017 zu) und im Sterberegister einen weiteren, nicht jedoch für eine Handvoll Lebensgemeinschaften mehr." Seiler untermauert ihre Aussagen mit Zahlen, denn 2017 seien bislang vier Lebenspartnerschaften in Speyer geschlossen, zwei weitere seien terminiert beziehungsweise angemeldet. "Zahlen über homosexuelle Paare aus Speyer liegen uns nicht vor, zumal auch nicht jedes Paar sofort heiraten wird und möchte, wie bei den heterosexuellen auch. Wir erwarten in keiner Hinsicht einen Run auf Standesamtstermine, haben zudem ab Oktober noch ausreichend Termine für dieses und nächstes Jahr frei."
Seit 2001 gebe es ein "Lebenspartnerschaftsgesetz", wonach Lebenspartnerschaften bei den Standesämtern geschlossen werden dürfen. Eine eingetragene Lebenspartnerschaft ermögliche schon seit diesem Zeitpunkt namens-, versorgungs-, rentenrechtliche Regelung. Sie seien der Ehe fast schon gleichgestellt.
Eine neue, speziell auf gleichgeschlechtliche Paare angepasste Trauansprache der Standesbeamten werde es nicht geben, denn in Speyer gehe man bereits seit über 16 Jahren entsprechend darauf ein, das sei nichts Neues für das Domstadt-Standesamt. (ks/Foto: ks)

 

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