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Klartext: Das Volk blieb bei Kohl-Requiem im Regen - militärisches Tamtam für den Nicht-Militaristen zumindest befremdlich
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SPEYER | Speyer heute
Samstag, den 01. Juli 2017 um 22:35 Uhr

Von Klaus Stein
Nun ist auch dieses Großereignis in Speyer vorüber - Helmut Kohl hat seinen letzten Ruheplatz auf dem Friedhof des Domkapitels im Adenauerpark gefunden. Ein letztes Mal rückte Speyer durch ihn in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit, und das weltweit. In der Speyerer Bevölkerung ist es nicht unumstritten, dass er in der Domstadt begraben ist. Auch die schnelle Benennung einer Straße oder eines Platzes halten nicht wenige für übertrieben. Es sei bezeichnend für Kohl, dass sogar seine Familie über seinen Tod hinaus zerstritten ist, seine Söhne bei den offiziellen Trauerfeierlichkeiten nicht gesehen wurden.

Apropos Trauerfeier: "Die haben wohl Probleme, den Dom voll zu kriegen, denn in den letzten zwei Tagen wurde der Kreis derjenigen, die eine Einladung bekamen, immer mehr erweitert und zum Schluss wurden wir informiert, dass wir auch Begleitpersonen mitbringen können", so ein Speyerer Promi. Tatsachlich blieben die hinteren Reihen der Kathedrale leer, wie man im Fernsehen sehen konnte.
Dem Namen nach haben wir eine Demokratie, was bekanntlich "Volksherrschaft" bedeutet. In Speyer wurde klar, dass nicht das Volk herrscht, denn das  musste wörtlich im Regen stehen, im Domgarten, während die "Großkopfaten", wie die Bayern es ausdrücken, oder auf Pfälzisch "die bessermer Leit mit dickermer Köpp" im Trockenen der Feier folgen konnten. Dabei hätte die mächtige Kirche den meisten der im Freien ausharrenden ein trockenes Plätzchen bieten können.
Viele Einheimische hatten sich vorgenommen, die Innenstadt zu meiden, erwarteten sie doch Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit. So schlimm wie befürchtet war es dann doch nicht, denn bis etwa 16 Uhr bewegte sich der Geschäftsbetrieb in der Maximilianstraße in ruhigen Bahnen.
Dann marschierten immer mehr Polizisten auf. Die Motoradstaffel der Polizei, die den Sarg zur Begräbnisstätte begleitete, kurvte schon mal durch die Max. Auch Menschen in Trauerkleidung belebten zunehmend den Bereich zwischen Altpörtel und Dom.
Aber musste das militärische Tamtam für den überzeugten Nicht-Militaristen Kohl wirklich sein? Auf mich wirkten die im Gleichschritt in den Dom einmarschierenden Militärs zumindest befremdlich.
Aber wie gesagt, es ist verbei - er ruhe in Frieden.

 

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