BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

Sommer, Sonne und laute Musik: Feste wie das Altstadtfest in Speyer locken jährlich tausende Menschen an. Das macht meis...
Das neue "Bundesteilhabegesetz" steht im Mittelpunkt einer Podiumsveranstaltung der Interessengemeinschaft der...
"Lieber mal einige Kieselsteine weniger im Vorgarten", sprach die Speyerer Umweltdezernentin Stefanie Seiler...

Speyer/Hatzenbühl: Was lange währt... - Stadtwerke Speyer maßgeblich an 30 Millionen teuerem Windpark-Projekt beteiligt - Strom für 8600 Einfamilienhäuser
Drucken
SPEYER | Speyer heute
Montag, den 31. Juli 2017 um 11:46 Uhr

Fünf Jahre hat es gedauert, bis aus der Idee, einen Windpark zwischen Hatzenbühl und Herxheim zu erreichten, ein abgeschlossenes Projekt geworden ist. Mehreren Partnern – darunter die Stadtwerke Speyer – gelang gemeinsam, wovon alle Bürger profitieren sollen: Fast 30 Millionen Euro sind in fünf Anlagen mit einer jährlichen Windstromernte von 30 Millionen Kilowattstunden investiert worden, die künftig 17.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen helfen. Am Samstag wurde der Windpark offiziell in Betrieb genommen. Vertreter von Firmen, Politik und Wirtschaft sowie zahlreiche Bürger bezeugten durch ihre Anwesenheit großes Interesse an dem besonderen Projekt.

  Abgesehen von den SWS war die WEAG Future Energies AG samt der Fachfirma Enercon als umsetzendes Organ ins Boot geholt worden. Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz sorgte für die notwendige Finanzierungshilfe.

Wirtschaftskraft bleibt in der Region
Mehr als 200 Verträge mit Grundstückseigentümern mussten geschlossen, zahlreiche be-hördliche Hürden genommen und langer Atem bewiesen werden. Das klang in den Grußworten der Beteiligten immer wieder an. Umso größer war der Stein, der allen angesichts des fertig gestellten Projekts vom Herzen fiel, welches sich imposant präsentierte. „Ab heute werden hier nicht nur Mohrrüben, Kartoffeln und Kohl geerntet, sondern auch Strom“, machte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring deutlich. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans-jörg Eger wies er auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit hin, die das Gelingen des Windparks erst möglich gemacht habe. „Die Wirtschaftskraft bleibt in der Region für die Bürger hier“, machte Eger in dem Zusammenhang deutlich.

8.600 Einfamilienhäuser können versorgt werden
Beeindruckende Zahlen wurden den Anwesenden vorgelegt. So erfuhren sie vom Ersten Beigeordneten der Gemeinde Hatzenbühl, Paul Rohatyn, dass 12,3 Prozent des Stroms in Deutschland bereits mit Windenergie erzeugt werden. „Unser Windpark deckt mehr als den Bedarf der Haushalte ab“, hob er hervor. 8.600 Einfamilienhäuser könnten mit der jährlich eingespeisten Strommenge versorgt werden und das – so Rohatyn – „sauber, umweltscho-nend, wirtschaftlich und ungefährlich“. Für Uwe Schwind, Verbandsbürgermeister von Jockgrim, war der Windpark das komplexeste Verwaltungsverfahren seiner 16-jährigen Amtszeit. „Das Ergebnis lässt sich sehen und hat alle Mühe gelohnt“, stellte er fest und äu-ßerte sich erfreut, als Kommune einen „klitzekleinen Beitrag“ zur Energiewende beitragen zu können. „Die Verbindung zwischen dem grünen Strom und den Bürgern ist unser Ziel und der Windpark ein Baustein dabei“, bestätigte Dietmar Seefeldt, Erster Beigeordneter des Landkreises Germersheim.

Als Bürger-Windpark konzipiert
Lutz Gubernator, Geschäftsführer der WEAG Future Energies AG, unterstrich: „Das Projekt war von Anfang an als Bürger-Windpark konzipiert.“ Auszahlen werde es sich unter anderem über eine Laufzeit von über 20 Jahren in einer Grundstückspacht von etwa 6,3 Millionen Euro, die – zum Großteil an Hatzenbühl – bezahlt werden. Hinzu komme die Gewerbesteuer in Höhe von 1,4 Millionen Euro. „Es sieht alles danach aus“, warf Gubernator ein, „dass sich der wirtschaftliche Erfolg einstellt.“ Fast drei Millionen Kilowattstunden seien seit Januar bereits in den fünf 206 Meter hohen Anlagen erzeugt worden.

Fossiles Zeitalter ist beendet
Beeindruckend, nachhaltig und innovativ beschrieb Till Meßmer vom Vorstand der Volksbank Kur- und Rheinpfalz den Windpark. Gerne habe seine Bank unter Einbindung der genossen-schaftlichen Zentralbanken die notwendige Fachexpertise zur Verfügung gestellt. Rund 500 Bürger hätten vom aufgelegten Sparbrief profitiert, der mit einem Zeichnungsvolumen von drei Millionen Euro in nur drei Monaten vergriffen gewesen sei. Für den Vorsitzenden der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz, Hans-Joachim Ritter, war die Inbetriebnahme des Windparks Hatzenbühl ein schöner Moment. Insgesamt 39 Anlagen in der Region seien in den zurückliegenden fast 15 Jahren entstanden. „Das fossile Zeitalter ist beendet“, stellte Ritter fest.
Wie eine Windkraftanlage funktioniert und wie der Strom zu den Bürgern kommt, ließen sich alle gerne bei Führungen erklären, die fachlich sowohl von Stadtwerke-Mitarbeitern als auch von Vertretern der Firma WEAG begleitet wurden. „Wir können Ihnen die partnerschaftliche Zusammenarbeit auch in Zukunft zusichern“, gab Wolfgang Bühring den Hatzenbühler Repräsentanten mit auf den Weg. (spa/Foto: psrivat)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.