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Speyer: Beigeordnete Stefanie Seiler kümmert sich mit Erlichschülern und Steinmetz Uhrig um Kindergräber - Integrationsbetrieb geplant
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 21. September 2017 um 14:39 Uhr

Beigeordnete Stefanie Seiler ist unter anderem für den Speyerer Friedhof zuständig. Bei einer Begehung war ihr der traurige Zustand von Kindergräbern aufgefallen und sie suchte nach Abhilfe. Fündig wurde sie bei der Förderschule im Erlich und deren "Gartenwerkstatt". Im einem zweiwöchigen Praktikum unter Anleitung von Uta Spieß wurde gehackt, gerecht und Wildwuchs gejätet. Das Ergebnis konnten Medienvertreter am Montag bei einem Ortstermin begutachten. "Friedhof ist ein großes Thema mit vielen Aspekten", so die Beigeordnete.

 

  In vier Sitzungen der Arbeitsgruppe "Friedhof" seinen Analysen erstellt und Lösungsansätze erarbeitet worden für die 17 Hektar große "Parkanlage". Die Bestattungskultur befinde sich im Wandel, die Aufgaben für die Mitarbeiter von Friedhofsverwalter Wolfgang Tyroller hätten zugenommen, der Stellenplan hinke allerdings hinterher.
 Bei einer Fahrt nach Worms habe man sich dort über den Integratonsbetrieb auf dem Friedhof informiert und sehe es als Modell für Speyer, so Seiler. der Arbeitskreis werden einen entsprechenden Vorschlag an den Stadtrat machen. Beim Integrationsbetrieb werde eine Personalstruktur angestrebt mit 15 Stellen, offen beispielsweise für Förderschüler.
 Jürgen Schall, Konrektor der Erlichschule, begrüßte das Vorhaben Seilers ausdrücklich. Gerade Außenarbeit im Bereich Gartenbau führe zu großer Zufriedenheit bei den jungen Menschen. Schall sprach von sinnstiftender Arbeit.
 Das bestätigte Uta Spieß, Leiterin der Gartenwerkstatt. Der zweiwöchige, von der Arbeitsagentur geförderte Arbeitseinsatz, sei Teil einer berufsvorbereitenden Maßnahme. Es sei der Schulbetrieb gegen einen kompletten Arbeitsalltag eingetauscht worden. Zuvor habe es bereits einen solchen Außeneinsatz mit der Pflege der Außenanlage des Sportvereins AV 03 Speyer gegeben.
 Besonders traurig sei der Zustand einiger Kindergräber in einem benachbarten Grabfeld gewesen, sagte die Beigeordnete: "Was sie hier geleistet haben ist großartig."
 Seiler dankte in diesem Zusammenhang auch dem Steinmetz Hans-Tobias Uhrig, der abgeräumte Grabumrandungen kostenlos "recycelt" und für Kindergräber passend zugeschnitten habe.
Standesamtsleiter Hartmut Jossé wies darauf hin, dass bei einigen Kindergräbern die zehnjährige Pachtfrist zwar abgelaufen sei, man sie aber trotzdem nicht abräumen werde. (ks/Fotos: ks)

 

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