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Eine Torte als Dank: Maher und Ahmad aus Syrien überraschen Speyerer Bürgermeisterin Monika Kabs mit süßem Backwerk
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 05. Oktober 2017 um 16:06 Uhr
"Sie haben uns viel geholfen und dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken."Maher Hakeem (28) und sein Bruder Ahmad (22) überraschten die Speyerer Sozialdezernentin Monika Kabs am Mittwochnachmittag in ihrem Dienstzimmer nicht nur mit diesen Worten sondern hatten auch eine Torte mitgebracht. Vor zwei Jahren mussten die beiden Syrer aus ihrer Heimatstadt Damaskus vor dem Assad-Regime fliehen und kamen nach Deutschland. "Sie haben mir sehr geholfen und mir den Einstieg in Deutschland viel einfacher gestaltet. Beispielsweise haben Sie mir den Deutschkurs finanziert, durch welchen ich nun diesen Brief verfassen kann", schrieb Maher Hakem an die Bürgermeisterin.

 In den Dank schlossen sie auch die Arbeitsagentur ein, deren Logo auf der Torte prangte. Aktueller Anlass für die Aktion war, dass Maher seit drei Wochen einen Halbtagsjob bei der CoLab gGmbH hat, dort ein Musikprojekt mit betreut und sich um das Jugendcafé West kümmert. Ansonsten bildet er sich in der deutschen Sprache fort.
 Er sei froh, jetzt nicht mehr Kunde der Arbeitsagentur zu sein sondern sein eigenes Geld zu verdienen, bekannte der junge Syrer, dessen Eltern und der 16-jährige Bruder immer noch in Damaskus leben. Gestern sei eine Bombe in der Nachbarschaft seiner Familie hochgegangen und habe Menschen getötet, beschreibt er die aktuelle Situation in der ehemaligen orientalischen Traumstadt Damaskus. Vor seiner Flucht sei sein Bruder Ahmad mehrere Wochen lang in den Fängen der Assad-Polizei gewesen, von ihr gefoltert worden, da man ihn der Gegnerschaft zum Diktator beschuldigte.
 Das Schicksal der beiden Kriegsflüchtlinge sei typisch für die große Mehrheit der Asylanten, so Monika Kabs, die sich sichtlich über die Worte und auch über die Torte freute, die sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern essen wollte: "Diese Menschen suchen hier Schutz und wollen auch etwas für die empfangene Hilfe an uns zurückgeben", rückte sie ein öfter gehörtes Vorurteil zurecht, dass alles nur Zuwanderung in die Sozialsysteme sei. Kabs fügte hinzu, dass der überwiegende Teil nach ihrer Erfahrung froh sei, wenn er nicht mehr auf Sozialleistungen angewiesen ist sondern auf eigenen Füßen stehen könne.
"Mahers Arbeit im Jugendcafé wirkt sich sehr positiv aus, denn durch sein Engagement kommen viele Jugendliche mit Migrationshintergrund, das ist inzwischen eine bunte Mischung", so Gunnar Seeler von CoLab, der ebenfalls mitgekommen war.
Die Torte hatte Maher Hakeem übrigens von seinem eigenen Geld gekauft. Die beiden jungen Menschen wollen wieder zurück in ihre Heimat, wenn sich die Situation dort gebessert hat. Die in Deutschland gemachten Erfahrungen können sie beim Wiederaufbau des Landes gut einsetzen. (ks/Foto: ks)

 

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