BECHER UND DIE GEGENWART

VIDEOS

URLAUB UND FREIZEIT

MENSCHEN

LESERBRIEFE

JUGENDMAGAZIN

MEIST GELESENE ARTIKEL

NATUR UND UMWELT

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

MODE UND LIFESTILE

SOCIAL-BOOKMARKING

Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linksilo Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us Information

AKTUELLE MELDUNGEN

von Hansgerd Walch Fröhlich auf dem Speyerer Weihnachts- und Neujahrsmarkt sowie Kunsthandwerkermarkt sich mit Freunden...
Von Klaus Stein Große Fabrikhallen, in denen emsig produziert wird ganz ohne Menschen; Mehrstöckige Häuser mit 1.300 Q...
Gerade ist in Bonn die Welt-Klimakonferenz zu Ende gegangen. Da fast alle Menschen die rasante Veränderung des Weltklima...

Speyer: "Authentische und ehrliche Problemlöserin" - Ministerpräsidentin Malu Dreyer hält große Stücke auf Stefanie Seiler - 34-Jährige mit eindrucksvollem Votum bei SPD-Mitgliederversammlung für OB-Amt nominiert
Drucken
SPEYER | Speyer heute
Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 23:21 Uhr

Von Klaus Stein
Jubel brandete im "Stage Center" auf, als Philipp Brandenburger am Dienstagabend während einer Mitgliederversammlung das Wahlergebnis bekannt gab, mit dem Stefanie Seiler nun auch offiziell mit überwältigender Mehrheit zur Oberbürgermeisterkandidatin der Speyerer SPD für die Wahl des Stadtoberhaupts im kommenden Mai gekürt wurde. Mit 98 von 101 abgegebenen Stimmen (bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen) war es eine eindrucksvolle Demonstration der Geschlossenheit der Sozialdemokraten in der Domstadt. Etwa 200 Besuchern, darunter der SPD-Bezirksvorsitzende Alexander Schweitzer, Ehrenvorsitzende Margarete Boiselle-Vogler, Vertreter aus anderen Parteien und Genossen aus der Region, waren sichtlich beeindruckt von Veranstaltung.

Zuvor hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (siehe auch Interview) ihre Parteifreundin Stefanie Seiler in den höchsten Tönen gelobt und auch Gerede eine Absage erteilt, dass man mit 34 Jahren zu jung für ein Oberbürgermeisteramt sei: "Ich selbst bin mit 34 Jahren Oberbürgermeisterin in Bad Kreuznach geworden und ich fühlte mich damals auch nicht zu jung", meinte sie. Stefanie Seiler sei zwar jung an Jahren, habe aber bereits einige Berufserfahrung im organisatorischen Bereich in Mainz und seit zwei Jahren als Beigeordnete sammeln können. Das seien beste Voraussetzungen für die Arbeit als Oberbürgermeisterin: "Steffi hat Erfahrung und Visionen, sie ist ein Glücksfall für die Stadt, die frischen Wind und jungens Denken gut gebrauchen kann." Auch sei sie eine authentische und ehrliche Problemlöserin, die sich den Herausforderungen der Stadt, wie beispielsweise preiswerten Wohnraum zu schaffen, stellen und meistern werde.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Walter Feiniler die Kandidatin vorgestellt. Sie sei eine ernsthafte Alternative zum amtierenden Oberbürgermeister Hansjörg Eger, durch dessen Politik der vergangenen sieben Jahre die leben- und liebenswerte, dabei weltoffene Stadt am Scheideweg stehe. "Eger hatte zwar mit dem Slogan 'Der Mann mit dem Bart ist er Mann mit dem Plan' geworben, den Bart hat er noch, aber von einem Plan ist nichts zu sehen." Es sei Zeit für einen Wechsel. "Steffi ist eine Teamplayerin, pflegt einen transparenten Stil, scheut sich nicht vor Entscheidungen und sieht, wo die Hebel angesetzt werden müssen.
Dass bei der Oberbürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag in Ludwigshafen die Sozialdemokratin Jutta Steinruck das Amt von der CDU zurück geholt habe, wertete Feiniler als gutes Omen für Speyer.
Ähnlich wie der ehemalige Oberbürgermeister Werner Schineller pflege sie gute Kontakte nach Mainz
"Lieber ein besserer Stadtverkehr als ein neues Stadtlogo", oder "gutes Essen in Kitas ist Steffi wichtiger als ein neuer Eingang im Adenauerpark", charakterisierte Johannes Gottwald, ein langjähriger politischer Wegbegleiter der OB-Kandidatin, seine Parteifreundin.

Sich um die Menschen kümmern ist Stefanie Seilers Leitmotiv
"Ich verstehe das Oberbürgermeisteramt als Verpflichtung, mich um die Menschen in meiner Heimatstadt zu kümmern, die ich liebe, in der ich geboren und aufgewachsen bin", stellte Stefanie Seiler in ihrer programmatischen Rede als Leitmotiv voran. Nachhaltige Stadtentwicklung seien für sie nicht nur auf Papier gedruckte Konzepte und Flächenpläne sondern bedeute konsequentes Handeln beim Schaffen von bezahlbarem Wohnraum oder einer Sozialquote bei der Wohnungsvergabe. "Es geht auch darum, wie gehen wir mit unseren Grünflächen, Bächen und Wäldern um", sagte sie und fügte hinzu: "Ich brauche keine 1.000 Gutachten, um etwas zu entscheiden, eine 'Gutchteritis' gibt es mit mir nicht." Sie wolle die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse ernsthaft einbinden, ihre Kompetenz nutzen. Notwendig sei wieder ein Stadtbaudirektor, so dass ohne Gutachter oder Investoren bei der Stadtverwaltung Stadtplanung gemacht werden könne.
Sie sei der Meinung, dass man den klein- und Mittelbetrieben genauso viel Aufmerksamkeit schenken müsse wie der Industrie. Da sie im elterlichen Handwerksbetreib mitgearbeitet habe, kenne sie die Probleme der kleineren Unternehmen. Auch werde sie in direkten Gesprächen mit dem Einzelhandel ihren Einfluss in die Waagschale werfen, um die Probleme gemeinsam zu lösen.
Sie werde nicht nur in der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat einen anderen, kooperativeren Stil pflegen, alte Verhaltensmuster aufbrechen. Auch bei der Stadtverwaltung hält sie beispielsweise getrennte Fachbereiche nicht mehr für zeitgemäß im Sinne einer effizienten Verwaltung: "Ich setze auf ideenreiche, vertrauensvolle Zusammenarbeit."
Mit "Vehemenz" werde sie sich bei der ADD für ein Wirtschaftsgymnasium einsetzen. Das frische Kochen in Kitas sei ihr ebenso wichtig wie die Schulsozialarbeit: "Das Wohl der Kinder muss an erster Stelle stehen, nicht die Betriebswirtschaft." (Fotos: ks)

 

Kommentare können erst nach einer Anmeldung auf unserer Seite abgegeben werden.
Neue Einträge werden erst nach Freischaltung sichtbar.