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"Altpörtel-Blues" gegen Rechte Hetze: Speyerer machen bei Demonstration gegen NPD-Kundgebung auf dem Domplatz ihre Ablehnung von Nazi-Gedankengut deutlich
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SPEYER | Speyer heute
Samstag, den 30. Dezember 2017 um 20:28 Uhr

Nazis sind in Speyer nicht willkommen. Das ist die Botschaft, die von einigen Hundert Menschen ausging, die am 30. Dezember gegen eine Kundgebung der rechtsextremen NPD protestierten. Es war einfach bizarr, was eine Handvoll NPD-Aktivisten, bewacht von etwa 50 Polizisten, kurz vor dem Jahreswechsel auf dem Domplatz abzogen. Mit einer leistungsfähigen, im einem VW-Bus installierten  Verstärkeranlage, spielten sie zu Beginn den Badenweiler Marsch, der als Lieblingsmarsch von Adolf Hitler gilt, um dann in einem verbalen Rundumschlag gegen alles zu hetzten, was nicht in ihr einfaches braunes Gesinnungsbild passt.

 

Der Sprecher kopierte dabei Stil und Sprachduktus von Nazi-Rednern wie Göbels - es hörte sich wie eine NS-Parteitagsrede an.
Vordergründig wollten die NPD'ler dagegen protestieren, dass die in Herxheim am Berg in der evangelischen Kirche hängende sogenannte "Nazi"-Glocke, die mit NS-Symbolen versehen ist, von dort entfernt wird (wir berichteten).
Die vom Speyerer "Bündnis für Demokratie und Zivilcourage" organisierte Gegendemonstration, die von der Mannheimer "Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa" unterstützt wurde, machte deutlich, dass es in Speyer keinem Platz für rechtes Gedankengut gibt. "Völkische Identität und Rassenhass haben keinen Platz im Schatten des Doms", sagte Oberbürgermeister Hansjörg Eger der hinzufügte: "Wir sind nicht nur gegen etwas sondern stehen für Humanität und eine weltoffene Gesellschaft."
Der Speyerer DGB-Vorsitzende Axel Elfert warnte davor, die Unterwanderungsstrategie der Rechtsextremen zu unterschätzen: "Seid wachsam, Demokraten", drückte es Elfert aus.
Eigentlich hätte auch die Speyerer SPD-Oberbürgermeisterkandidatin und Beigeordnete Stefanie Seiler zu Wort kommen sollen. Ihr Redebeitrag fiel dem durch die NPD verursachten Lärm sowie dem Gegenprotest der Demonstranten zum Opfer. Sie kündigte an, ihren Text als Presseerklärung zu veröffentlichen.
Spontan stimmte der Speyerer Künstler und Sänger der Kultband "Blues und Blödel", Klaus Fresenius, den "Altpörtel-Blues" an, wobei er den Text dem Ereignis angemessen, frei interpretierte.
"Natürlich können wir unsere NS-Vergangenheit und die Rolle eines Teils der evangelischen Kirche in dieser Zeit nicht wegleugnen, aber wir müssen angemessen damit umgehen", sagte Kirchenpräsident Christian Schad im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Herxheimer Glocke sollte als Mahnung dienen und in diesem Kontext ihren Platz im Historischen Museum finden. (ks/Fotos: ks)
 

 

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