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Alleine, aber nicht vergessen: Überraschender Besuch bei Liesel Jester - Stefanie Seiler gratuliert ehemaliger "Weidenberg"-Wirtin zum 91. Geburtstag
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SPEYER | Speyer heute
Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 15:54 Uhr

Von Klaus Stein
"Ich erinnere mich daran, wie meine Schulkollegen aus der Siedlung jeden Tag den weiten Weg bis zur Roßmarktschule laufen mussten." Liesel Jester sitzt in ihrem Zimmer im Altenheim am Mausbergweg und schaut in Gedanken versunkten hinaus, reagiert erst kaum auf die beiden Besucherinnen, die ihr am 10. Mai zum 91. Geburtstag gratulieren wollen. Ihre Nachkusine Petra Spoden und die Beigeordnete Stefanie Seiler haben Blumen und Schokolade mitgebracht: "Warum habt ihr so viel Geld für mich ausgegeben", sagt die alte Dame bescheiden und meint, dass sie das nicht verdient habe, worauf sie heftigen Widerspruch erntet.

 Bis heute ist Liesel Jester vielen Speyerern in Erinnerung geblieben als durchaus kapriziöse Wirtin des Traditionsgasthauses "Zum Weidenberg" am Guido-Stifts-Platz. Es sei ja nicht sie, an die man sich erinnert, sondern an das Orchestrion in der Gaststube, meint sie. Tatsächlich schaffte ihr Großvater Heinrich Detzner zwei Jahre, nachdem er das Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Anwesen im Jahr 1900 gekauft hatte, für viel Geld das mechanische Orchester an.
"Ich bin da hineingewachsen, habe schon früh im Gasthaus gearbeitet." Es sei nie eine Frage gewesen, dass sie die Gastwirts-Familientradition weiterführt. Ihr eigenwilliger Stil, beispielsweise errechnete sie die Zeche auf einer Schul-Schiefertafel immer in Pfennigen, machte den Weidenberg über Speyer hinaus berühmt.
"Ich habe mich immer für Menschen eingesetzt, denen geholfen, die Hilfe brauchten." Liesel Jester war nicht nur Gastwirtin sondern auch Lebensberaterin. Das ist auch das gemeinsame Bindeglied mit ihren beiden Besucherinnen Petra Spoden und Stefanie Seiler, die jeweils einer anderen Generation angehören - auch die haben sich immer für Andere stark gemacht und tun das noch.
Aus ihrer Sympathie für die junge Frau die sich anschickt, Speyers erste Oberbürgermeisterin zu werden, macht Liesel Jester keinen Hehl. Auch zeigt sie sich gut informiert, was in ihrem Speyer geschieht.
Bereits seit Generationen prägen Jester die Domstadt wie ihr Vorfahre, der Architekt Heinrich Jester, nach dessen Plänen Ende des 19. Jahrhunderts die schlossähnliche "Villa Ecarius" in der Bahnhofstraße gebaut wurde. Ihm verdankt auch die "Alte Münze" ihr heutiges Aussehen.
Liesel Jester ist stolz auf diese Familientradition, in die sie auch ihre Verwandte Petra Spoden mit einbezieht.
Weitere Gäste erwartet Liesel Jester an ihren Geburtstag nicht: "Ich hab ja niemand mehr." (Foto: ks)

 

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