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Mit dem Rollator Slalom fahren und rückwärts einparken - Rollatoren-Training im Speyderer Caritas-Altenzentrum St. Martha
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AKTUELLES | NEUE MELDUNGEN
Sonntag, den 08. Oktober 2017 um 09:21 Uhr

Erika Benz hat ihren Rollator seit zwei Monaten. Die 91-Jährige kommt gut mit dem Hilfsgerät beim Laufen zurecht. Dankbar war sie dennoch für einige hilfreiche Ratschläge von Hauptkommissar Mathias Michel und Oberkommissarin Emine Etyemez. Die beiden Beamte sind für Verkehrserziehung zuständig und seit etwa fünf Jahren regelmäßig im Caritas-Altenzentrum St. Martha zu Gast, um mit den Bewohnern dort ein Rollatorentraining zu absolvieren. Zehn Urkunden wurden am Ende an die Teilnehmer ausgegeben.

 

„Immer langsam. Wir haben Zeit.“ Die Aufforderung von Emine Etyemez verklang nicht ungehört bei Erika Benz. Dennoch drosselte sie nur ungern ihr Tempo, das sie an den Tag gelegt hatte, kaum hatte sich die Tür zum Garten des Altenzentrums geöffnet. „Zu langsam ist auch nichts“, meinte die rüstige Dame fröhlich. Behende marschierte sie mit ihrem Rollator vorwärts, meisterte die leicht abschüssige Rampe, den Hütchen-Slalom und das rückwärtige „Einparken“ bestens. Problemlos gelangte sie zu ihrer Urkunde als Beweis für die bestandene „Prüfung“.
Sinnvoll erachtete sie das Training dennoch. „Im ersten Moment hatte ich Herzklopfen, als ich die Polizei gesehen habe, aber jetzt ist es gut zu wissen, wie man richtig mit dem Rollator umgeht“, betonte Erika Benz. Gute Tipps hatte auch Irmgard Weinerth (76) gerne entgegen genommen. „Wir müssen langsam gehen und im Rollator laufen“, gab sie zwei Beispiele wieder, die die Beamten den Senioren ans Herz gelegt hatten.
Schwierigkeiten mit der Gehhilfe hat auch Irmgard Weinerth im Alltag nicht. Den Parcours meisterte sie ebenfalls bestens. Nur an einer Stelle war sie nicht ganz zufrieden. „Am Tor vorne hapert’s noch“, verriet die 76-Jährige. Dort mussten die Trainingsteilnehmer das Öffnen und Schließen einer Türe praktisch nachempfinden – nicht ganz einfach angesichts des Rollators, der ebenfalls vorwärts bugsiert werden musste.
Während Irmgard Weinerth bereits zum fünften Mal an der Aktion teilgenommen hatte, war diese für Grettel Wüst eine Premiere. „Ich habe den Rollator schon viele Jahre“, berichtete die 88-Jährige und fügte an: „Ich komme damit klar.“ Dass ein Training zwischendurch auch sein muss, sah die Bewohnerin des Altenzentrums aber durchaus ein. Schwierig sei der Parcours allerdings nicht gewesen, urteilte Wüst.
Insbesondere die richtige Handhabung des Rollators bezüglich Türen und Bordsteinkanten wollten die Polizeibeamten den Damen und Herren vermitteln. Sensibilisiert werden sollten diese auch hinsichtlich anderer Belange, beispielsweise bezüglich des Diebstahlschutzes. „Wir haben dazu angehalten, Handtaschen nicht in das Körbchen vorne zu legen, da das zu verlockend für die Täter ist“, ließ Emine Etyemez wissen. Stattdessen sollten Wertsachen direkt am Körper getragen werden. Die richtige Einstellung der Rollatoren, der Körpergröße der Teilnehmer angepasst, überprüften die Verkehrserzieher ebenfalls.
Für Einrichtungsleiterin Gudrun Wolter gehört das Rollatoren-Training mit der Polizei zwischenzeitlich zur Förderung der Aktivität der Senioren dazu. Schön findet sie das Engagement der Beamten, die nach wie vor Wert auf die Ausbildung legten, nicht zuletzt, weil immer wieder neue Bewohner dazu kommen. Dass das Training bei den Senioren selbst auch gefragt ist, beweist die anhaltende Resonanz. „Wir haben alle Plätze schnell belegen können“, so Wolter. Auch aus der Tagespflege hatten sich Personen gemeldet. (spa/Foto: privat)
 

 

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