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Römerberg: Mann soll in Berghausen von Balkon aus mit Schusswaffe bedroht worden sein – offensichtlich rassistischer Hintergrund
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VORDERPFALZ | Uebersicht Vorderpfalz
Mittwoch, den 27. Juli 2016 um 15:27 Uhr

Einen unglaublichen Fall von Fremdenfeindlichkeit erlebte Herr K. (Name der Redaktion bekannt) aus Römerberg am Dienstag dieser Woche am eigenen Leib. Der Deutsche mit nigerianischen Wurzeln war gegen 21.30 Uhr im Marxgartenweg in Berghausen zu Fuß unterwegs als er von der anderen Straßenseite her das Wort "Bombe" hörte. Als er sich nach dem Verursacher der seltsamen Aussage umschaute habe er einem Mann auf einem Balkon gesehen, der ein Bier in der Hand hatte. Auf Nachfrage, was er mit dem Wort "Bombe" ausdrücken wollte, habe der Biertrinker konkretisiert und gemeint, ob er die Bombe schon gezündet habe.

"Ich habe ihn gefragt, ob das seine Art sei, guten Abend zu sagen, sei der Mann ausfällig geworden und habe ihn als Nigger beschimpft, sagte Herr K. im Gespräch mit unserer Zeitung.
So habe ein Wort das andere gegeben und sich ein hitziger Disput entzündet.
Plötzlich sei der zweite Mann, der sich am Streitgespräch nicht beteiligt habe, in die Wohnung gegangen und mit einem Gewehr wiedergekommen. Mit dieser Waffe habe er auf  K. gezielt und mit dem Finger am Abzug "getriggert". Der Wortführer habe zwar versucht, den Lauf der Waffe zur Seite zu schieben, aber immer wieder habe der Bewaffnete auf ihn gezielt.
"Ich habe ihm gesagt, dass ich keine Angst vor ihm habe - wo hätte ich auch hinrennen sollen", so der Bedrohte.
Man merkte im Laufe des Gesprächs, dass K., der mit einem Freund gekommen war, die Nase voll hat von der zunehmenden Diskriminierung nicht nur von ihm selbst sondern auch seiner in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Kinder - und das nur wegen seiner Hautfarbe. Beleidigungen und Beschimpfungen seien alltäglich. Dabei sei er seit 15 Jahren Deutscher Staatsbürger, verheiratet mit einer Deutschen Frau und habe niemals auf Staatskosten gelebt sondern immer gearbeitet. Er wolle an Kanzlerin Angela Merkel schreiben und ihr seine Erfahrungen mitteilen. Auch beim Römerberger Bürgermeister Manfred Scharfenberger sei er schon gewesen.
Die Speyerer Polizei konnte bis Redaktionsschluss noch keine Einzelheiten mitteilen, das sei Angelegenheit der Kriminalpolizei, bestätigte nur den Vorfall in Römerberg. (ks)

 

 

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