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Hanhofen: Dreitägiges Dorffest stimmungsvoll und kurzweilig eröffnet (MIT FOTOSERIE)
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VORDERPFALZ | Uebersicht Vorderpfalz
Samstag, den 03. September 2016 um 08:21 Uhr

Mild beschien die Septembersonne den Platz vor der barocken Kirche in Hanhofen, traditionell der Ortsmittelpunkt und zentraler Platz des Historischen Dorffestes, das am Freitagabend eröffnet wurde. "Unser Ziel ist es, dass die Gäste sich wohlfühlen", bekundete Bürgermeisterin Friederike Ebli in ihrer schon traditionell gereimten Begrüßungsrede. Sie konnte wieder zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens willkommen heißen  wie den Landtagsabgeordneten Reinhard Oelbermann, ihren Speyerer Kollegen Hansjörg Eger, die Bürgermeister Peter Eberhard (Dudenhofen) und Harald Löffler (Harthausen) sowie Vertreter der Kirchen.

ZUR FOTOSERIE

 "Mit Kaiser Barbarossa fing alles an", wusste "Dorfschullehrer" Andreas Wehrmeister bei der Eröffnung zu erzählen. Auf unterhaltsame Art brachte er, als Freischärler gekleidet, dem zahlreichen Publikum wichtige Ereignisse der Ortsgeschichte näher. Er beziehe sich auf die Arbeit des Dorfhistorikers Bernd Lohrbächer, der in seiner Ortschronik schreibt, dass Hanhofen in einer anlässlich des unter besonderen kaiserlichen Schutz gestellten Klosters Maulbronn erstellten Urkunde 1156 als Klosterbesitz erstmals erwähnt wird. Das Dorf selbst dürfte allerdings deutlich älter sein.
Für den in Deutschland einmalige Namen Hanhofen gebe es zwei Deutungen. So sei es womöglich nach einem fränkischen Ritter benannt oder es komme von Hain oder Haag, womit ursprünglich ein umzäuntes Gebiet bezeichnet wurde.
Auch woher der Name "Freischärler" kommt, mit dem die Hanhöfer von ihren Nachbarn bezeichnet werden und worauf sie selbst auch stolz seien, konnte Wehrmeister erhellen. Während der Französischen Revolution, als die Pfalz zu Frankreich gehört habe, wollten die Pfälzer nicht mehr auf die bürgerlichen Freiheiten verzichten. Nach dem Sieg über Napoleon sei die linksrheinische Pfalz eine Provinz des Königreichs Bayern geworden. Das konservative Bayern schaffte Freiheitsrechte wieder ab und diese Restauration habe dann zur Revolution von 1849 geführt, woran sich auch Hanhofener als Freischärler mehr oder weniger unfreiwillig beteiligten. Mit Liedern wie "Nun Ade zu mein lieb Heimatland" und einer Deutschen Version des französischen Freiheitslieds "Marseillaise" untermalte Andreas Wehrmeister seinen Vortrag.
Zu Beginn hatte der Männergesangverein unter der Leitung von Andreas Sold die Besucher mit Schlagern eingestimmt.
Passend zum historischen Rahmen und zum Vortrag Wehrmeisters hatten das Speyerer Bardenpaar Maria Herbes-Schuch und Wolfgang Schuch Lieder aus dem Mittelalter sowie Freiheitslieder für ihr Programm ausgesucht.
Anschließend wurde die Bühne von einer Band übernommen, die mit ihren Blues-Titeln die Gäste begeisterten.
Nach dieser kurzweiligen Eröffnung drängte es die Menschen in die Schänken und Höfe, wo leckere kulinarische Köstlichkeiten und gekühlte Getränke die Hanhöfer Gastfreundschaft untermauerten. (ks/Fotos: ks)

 

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