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Testosteron gesteuerter Minister, sich emanzipierendes Muttersöhnchen und ein Wiederauferstandener die Zutaten einer turbulenten Komödie der Theatergruppe Dudenhofen
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VORDERPFALZ | Uebersicht Vorderpfalz
Samstag, den 17. September 2016 um 11:54 Uhr

Von Klaus Stein
 Eigentlich fängt alles ganz harmlos an: Ein Britischer Minister hat in einem Hotel ein außereheliches "Schäferstündchen" mit der Sekretärin eines Oppositionspolitikers. Allerdings sollte er im Parlament, dem "House of Commons", sein und dort die Regierung unterstützen. Deshalb hält sein Sekretär die Stellung. Bevor es aber zum Tête-à-Tête mit der Schönen, wohlgeformten Jane (Angelika Sellmann) kommt, finden die Beiden einen vermeintlich Toten, im Fester zum Balkon über die Brüstung hängend. Nun ist guter Rat teuer, denn die Polizei kann der Minister, der ja im Unterhaus sein sollte, nicht holen - er wäre ziemlich in Erklärungsnöten und würde eine Regierungskrise auslösen.

Zu allem Elend sucht der etwas penetrante Hotelmanager, überzeugend gespielt von Helmut Vögeli, einen Einbrecher, der gesichtet worden war.
Der Minister, regelrecht verkörpert von Andreas Burger, trifft Entscheidungen, die ihn immer tiefer verstricken. Sein ihm treu ergebener Sekretär George Pigden soll ihm aus der Klemme helfen. Eine Farce nennt Autor Ray Cooney sein Stück, bei dem Parallelen zu Skandalen vor allem konservativer Britischer Politiker kaum zufällig sind. Das Muttersöhnchen Pigden, brillant dargestellt von Torsten Graefe, zeigt sich gewillt, seinem Chef aus der Klemme zu helfen, aber dadurch gerät die Situation gänzlich "außer Kontrolle", so der Titel des Theaterstücks der Theatergruppe Dudenhofen, das am Freitagabend in der Festhalle Premiere hatte.
 Immer mehr verstrickt sich der Minister in ein Lügengespinst und verkompliziert wird alles dadurch, dass der vermeintlich vom heruntersaußenden Schiebefenster Erschlagene wieder aufersteht. Das mit lautem Knall immer wieder herunterfallende Schiebefenster ist so etwas wie der "runing gag" des Stücks.
Es tauchen neue Personen auf wie der zu Gewalt neigende betrogene Ehemann (Stefan Werling), und auch die Frau Minister (Jutta Barié-Scholl) will ihren Mann mit einem Besuch überraschen.
 Weitere zentrale Figur ist der Zimmerkellner. Mit der typischen Attitüde eines britischen Butlers reizt Heinrich Dennhardt die Lachmuskeln der Zuschauer immer wieder.
 Viel über sich ergehen lassen muss Franziska Burger, die als vermeintlich Toter herumgeschleppt wird, im Schrank am Haken hängt oder im Rollstuhl herumgefahren wird.
 Dass sich die Handlungsfäden am Ende entwirren gehört zur Tradition solcher Komödien.
 Die - leider etwas wenigen - Premierengäste waren begeistert und sparten nicht mit Applaus.
 Das war ziemlich professionell, was die Theateramateure aus dem Spargeldorf auf und hinter der der Bühne leisteten. Das liebevoll gestaltete, hochwertige Bühnenbild eines Vier-Sterne-Hotelzimmers, in dem ein Foto der "Queen" die Wand zierte, hatte einen großen Anteil am positiven Gesamteindruck der Aufführung. Klaus Magin zeichnet hierfür verantwortlich. Nicht zu vergessen Brigitte Dambach als Souffleuse und Alexa Burger, die nicht nur gemeinsam mit ihrem Mann Andreas Regie führte sondern auch "Mädchen für alles war.
 Fazit: ein sehr unterhaltsamer Theaterabend mit durchweg hervorragenden schauspielerischen Leistungen. (Fotos: ks)

 Weitere Termine sind: 23./24./25./30. September, 01./02./03. Oktober. Freitags und samstags beginnt die Vorstellung jeweils um 20 Uhr, an den Sonntagen bereits um 19 Uhr in der festhalle Dudenhofen.
Karten gibt es im Vorverkauf bei "Lesen und Schreiben Herrmann", Dudenhofen, Landauerstr.6. - Restkarten wie immer an der Abendkasse.
 

 

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