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Heidelberg: Mit der Straßenbahn direkt in den Campus: Planfeststellungsverfahren für Straßenbahntrasse ins Neuenheimer Feld eingeleitet
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KURPFALZ | UEBERSICHT KURPFALZ
Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 07:23 Uhr
Am Rande eines Termins, zu dem Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner am 6. Dezember 2010 im Heidelberger Rathaus weilte, übergaben Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek und HSB-Geschäftsführer Michael Jäger dem Regierungspräsidenten den Antrag auf Planfeststellung für die Straßenbahntrasse ins Neuenheimer Feld.

OB Dr. Würzner: „Mit der heutigen Übergabe des Antrags an das Regierungspräsidium Karlsruhe sind wir der Realisierung der Straßenbahntrasse in den Universitätscampus Neuenheimer Feld einen großen Schritt näher gekommen. Dies eröffnet uns die Chance auf eine echte „Campus-Linie“, um das Universitätsgebiet im Neuenheimer Feld, den Campus Bergheim und die Universität in der Altstadt in der Zukunft direkt, leistungsfähig und schnell miteinander zu verbinden.“ Der Gemeinderat habe mit seiner Zustimmung zur Planung der neuen Straßenbahnlinie ins Neuenheimer Feld im April 2009 die Weichen für eine zukunftsorientierte Nahverkehrserschließung und zu einem effizienten und ökologisch sinnvollen Nahverkehr gestellt, so Dr. Würzner.
„Die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die damit verbundene Förderung des Umsteigens vom Auto auf die Straßenbahn werden mit einer direkten Schienenverbindung von Norden und Süden in das Neuenheimer Feld wesentlich gesteigert“, betonte Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH. Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner sagte eine „sorgfältige Prüfung sowie ein faires und transparentes Verfahren“ zu.
OB Dr. Würzner wies darauf hin, dass die Stadt sich derzeit in intensiven Gesprächen mit der Universität und dem Universitätsbauamt Heidelberg befinde, um Maßnahmen zu entwickeln, die den Charakter des Forschungscampus im Neuenheimer Feld erhalten und dem Schutz der verbleibenden Bauflächen in Hinblick auf künftige Anforderungen an einen störungsfreien Forschungsbetrieb dienen. Dr. Würzner: „Universität und Universitätsbauamt befürworten im Grundsatz die Straßenbahn und haben signalisiert, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommen könne, wenn dieser Schutz gewährleistet werden kann.“
Der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel erklärte dazu, dass nach wie vor eine Trassenführung über den Klausenpfad die präferierte Variante der Universität und des Universitätsbauamtes sei. Prof. Eitel: „Wir begrüßen jedoch die in jüngster Zeit verstärkt mit der Stadt geführten konstruktiven Gespräche zu den Themen elektromagnetische Verträglichkeit und Erschütterungsschutz sowie zu den von uns geforderten integrativen Gestaltungsmaßnahmen für die Einbindung in das Campusgefüge unter anderem durch ein begehbares Gleisbett sowie die deutliche Reduzierung der Geschwindigkeit der Campusbahn. Aus Sicht von Universität und Universitätsbauamt ist vor allem die Verlagerung des Individualverkehrs zur Verkehrsberuhigung auf dem zentralen Campusgelände Voraussetzung für die vom Gemeinderat vorgesehene Trassenführung.“ Der Rückbau der Straße Im Neuenheimer Feld liege dabei im Interesse aller Beteiligten, da der Bau der Straßenbahn den Umstieg vom Auto auf die Campusbahn zum erklärten Ziel habe.

Trassenverlauf
Mit der Trasse im Neuenheimer Feld werden zahlreiche Universitätskliniken (Kinderklinik, Kopfklinik, Chirurgie, Frauenklinik etc.), naturwissenschaftliche Fakultäten der Universität Heidelberg, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Pädagogische Hochschule und das Max-Planck-Institut für Völkerrecht erschlossen. Ebenfalls an der Strecke liegen der Zoologische Garten, der Botanische Garten, Studentenwohnheime, die Jugendherberge und Sportvereine wie das Rugbyzentrum, der TSV Handschuhsheim und der SC Neuenheim.
Die neue, zweigleisige Strecke beginnt im Süden an der Haltestelle Jahnstraße, biegt nach Westen ab, verläuft parallel zur Fahrbahn der Kirschnerstraße bis in Höhe des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und führt dann am Gästehaus vorbei zum Botanischen Garten. In Randlage des Botanischen Gartens, parallel zum Hofmeisterweg, verläuft die Gleistrasse entlang der Tiergartenstraße am Zoologischen Garten und der Kinderklinik vorbei, bevor sie in Richtung Osten in die Straße Im Neuenheimer Feld abbiegt. An der Pädagogischen Hochschule und dem Max-Planck-Institut vorbei erreicht die Straßenbahnlinie in Höhe des Instituts für Geowissenschaften die Berliner Straße.

Barrierefreie Haltestellen und Rasengleis

Mit dem Bau der Campus-Linie können auch Verbesserungen im öffentlichen Straßen¬raum erreicht werden. Alle Straßenbahnhaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Sie ermöglichen den ebenerdigen Zugang zu den Bahnen – eine große Erleichterung auch für junge Familien mit Kindern und die wachsende Zahl älterer Menschen.
Bei der Festlegung der Bahnübergänge und der begleitenden Geh- und Radwege wurde das Wegekonzept der Universität berücksichtigt. Zur Vermeidung der Trenn¬wirkung der Straßenbahntrasse werden diese Wege weit genug entfernt von den Gleisen angelegt – so kann auf Geländer entlang der Schienen weitgehend verzichtet werden. Auch ist geplant, die Trasse mit einer hoch liegenden Rasendecke im beson¬deren Bahnkörper auszustatten. Aus gestalterischen Gründen sind die Maststandorte der Fahrleitungsanlage überwiegend zwischen den Baumstandorten platziert. 
Mit dem Beschluss, acht Variobahnen mit Energiespeichern auszurüsten, hat die RNV die Voraussetzungen für die neue Strecke geschaffen. Die neue Technik ermöglicht den Fahrzeugen im Bereich der empfindlichen Messgeräte der Universität Heidelberg sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums mit reduziertem Strom oder sogar stromlos und damit reduzierter elektromagnetischer Strahlung zu fahren.
Die Stadt Heidelberg und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH bieten den Bürgerinnen und Bürgern mit der neuen Campus-Linie ein zusätzliches Angebot, schnell und bequem zur Universität, zu den Forschungsinstituten und Universitätskliniken und wieder nach Hause zu kommen. 3.000 Einwohner, 24.000 Arbeits- und Ausbildungsplätze, die Beschäftigten, Patienten und Besucher der zahlreichen Kliniken sowie Freizeit- und Sporteinrichtungen erfordern eine zeitgemäße Verkehrsanbindung des Neuenheimer Feldes im öffentlichen Nahverkehr. Für die Fahrgäste bedeutet die neue Strecke vor allem eines: Eine kostengünstige, klimaschonende und schnelle Alternative zum Auto. (spa/Foto: Privat)

 

 

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