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Ausgelassenheit und Lebenslust – 51. Herrensitzung der der Speyerer Karnevalsgesellschaft begeistert Publikum – Klaus Fresenius erstmals Moderator
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Sonntag, den 05. Februar 2017 um 16:34 Uhr

Es war eine Gelungene Mischung aus Musik und Reden: Rasante Vorträge, fetzige Stimmungsmusik und gewohnt zuverlässige Organisation waren auch diesmal die Garanten für die beiden kurzweiligen  Herrensitzungen am Freitag –  und Samstagabend vor der illustren Gesellschaft von jeweils 111 erlauchten Gästen in der unteren Etage des Historischen Museums. Trotz Wechsels auf der Kommandobrücke  -  statt Kapitän Mig Grohmann als traditioneller SKG-Sitzungspräsident - moderierte  Klaus Fresenius als Conferencier , ist der Klassiker auch in diesem Jahr seinem guten Ruf gerecht geworden. Die Gäste dankten den engagierten Akteuren mit viel Applaus und fantastischer Stimmung.

Mit dem Einmarsch von Präsident Daoud Hattab, Vize Thomas Neubeck  und Fresenius begann ein wechselvolles, qualitativ überzeugendes Spektakel, das für Kurzweil sorgte. Zur Einführung betrat Karlheinz Lindenschmitt die Bühne. Seine Schlussworte im Prolog Vorhang auf, Herrensitzung nimm deinen Lauf, bedurfte keiner weiteren Aufforderung, denn es ging anschließend gleich richtig zur Sache. Es ist die hohe Kunst der Fasnachter, stimmungsvolle Bilder zu erzeugen und das Publikum mitzureißen. Dies gelang schon  nach knapp einer halben Stunde den Dubbeglas-Briedern Willi Brausch und Olli Herrmann mit ihrem fantastischen Gesangsbeitrag nahezu aus dem Stand. Mit traditionellen, altbekannten Evergreens aus den Mainzer Sitzungen und der gesamten Pfalz, besonders aber zu Beginn nach etlichen  Strophen aus dem Leben der "dabbisch Geelerieb, eines waschechten Vertreters ihrer Heimatgemeinde: Do left de Kall, de schäne Kall, dä Schänscht von Frankedal, lagen den beiden die hohen Herrn zu Füßen, das heißt, es hielt sie nicht auf ihren Sitzen.
Platz für jede Menge Humor ließ die geglückte Symbiose des Rede-und Musikbeitrags von Günter Dudenhöffer in seiner Rolle als Vielseitigkeits-Olympionike, der getreu der Devise Dabeisein ist alles mit seinem eigenen Verständnis der einzelnen Sportarten  in Rio das Programm gehörig durcheinanderwirbelte. So berichtete der mit Lorbeerkranz und dickem Bauch Ausstaffierte
über seine beeindruckenden Erlebnisse in sechs Disziplinen am Zuckerhut. Leider ertranken im Schwimmbad seine drei mitgebrachten Schmetterlinge während der Butterflydisziplin (Butterfly, Wasser geschluckt , dann war`s vorbei) Auch beim Turmspringen gab es mit dem Verlust seiner Badehose,  die im Abfluss verschwand, einen Schaden zu beklagen. Immerhin wurde dem Olympiker die Ehre zuteil, die olympische Flamme nach dem Marathonlauf, den er nach fünf Tagen glücklich beendet hatte, zu löschen, da die Konkurrenz längst nach Hause gefahren war. Dies gelang dem Pfälzer mit seiner vom Wein gut gefüllten Blase. Der von Veranstaltung zu Veranstaltung eilende Fasnachter Oliver Sauer zauberte nach seinem Auftritt im vergangenen Jahr auch diesmal  als Molli Momente eines komplexen Ehelebens in den Saal. Da wurde schon etwas geboten. Etwa die Problematik mit dem stets rutschenden Tiger-Stringtanga, den ihm seine nach Erotik dürstende Ehegattin zu tragen regelrecht aufgezwungen hatte. Mit den Ausmaßen von Schiesser-Feinripp konnte man noch das ganze Auto putzen. Der String reicht nicht mal mehr fürs Fahrrad. Witze und Berichte über das Geschehen im Saarland als  Zentrum des Wahnsinns, rundete Mollis Beitrag ab. Die Zuschauer erfuhren außerdem, dass es einem texanischen Chirurgen vor Jahrzeh nten gelungen war, einzig aus der blonden Mähne eines Cowboys und dem Hintern seines Pferd, die beim Zusammenprall mit der Eisenbahn vollständig zerfetzt worden waren, den gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten zu erschaffen. Horst Kapp beleuchtete als Till die Themen Flughafen Hahn, Brexit, die amerikanische Präsidentenwahl sowie die anstehenden Bundestagswahlen. Auch der Sport kam aufs Tableau. Fitgespritzt und gut gedopt schickt Russland seine Athleten ins Gefecht,  in Rio sanktioniert vom IOC.  Geld verdirbt den Charakter. Dies beschrieb Kapp am Beispiel Fußball mit der unrühmlichen Rolle von Ex-FIFA-Präsident Blatter.
In einem Sketch gespielt von  Klaus Schneider und Karlheinz Lindenschmitt zeigte ersteren in der Rolle eines Obers  mit den Wünschen eines unentschlossenen Gastes konfrontiert  kurz vor dem Wahnsinn. Intensiv und mit Power erklärte Michael Grohmann als Leierkastenmann und Bänkelsänger der Gästeschar eine schillernde Welt von Stadt – Bundes sowie Weltpolitik in seinen gesanglichen Episoden. Wie eh und je lebendig gemacht, präsentierte Grohmann ein in sich zusammenfließendes Sinnbild der heutigen Zeit. Die Zuhörerschaft fieberte von der ersten bis zur letzten Minute mit. Zuerst ging es mit dem Vortragenden  auf eine abenteuerliche Reise durch die Domstadt mit den Kapriolen der Verwaltung und des Rates. Der Dom biete nach der aufwendigen Installation der Außenbeleuchtung jetzt das gleiche Panorama wie das Atomkraftwerk in Mülheim-Kärlich. Nach dem Neujahrsempfang von OB Eger seien die Bürger nicht klüger als zuvor, was sie künftig in Speyer erwarte. Statt zukunftsweisender Prognosen konnten sie zumindest seine neue Krawatte bewundern. Seit zwei Jahren herrsche  in Speyer eine neue Eiszeit. Dies sei, so Grohmann auch der Grund für den Sanierungsstau, so dass der Berliner Flughafen eher in Betriebe gehe, als des Ende der ewigen Baustelle Johannesstraße in Sicht komme. Das Thema neues Stadtlogo, ein tiefer Griff ins Klo sowie der Rückzieher vom geplanten Standort Einkaufsmarkt für die Siedlung  werfe ebenfalls kein gutes Licht auf die Arbeit der Verwaltung.  In Sachen Sanierung der Salierbrücke  mit Fahrbahnverbreiterung befürchtet er gar einen Plan der zuständigen Behörden zur Verlegung des Rad/Fußgängerweges ins Flussbett wegen des Niedrigwassers . Hochpolitische Dimensionen ins Spiel brachte Grohmann effektvoll in Szene mit der Wahl Trumps zum US- Präsidenten der Vereinigten Staaten. Ohne Anstand und Kultur, mit Lügen, verbogenem Weltbild und  dubiosem Finanzgebaren gibt das Lied Ich bin der Trump von der Pfalz  Auskunft über die seltsame Vorstellungen des neuen starken Mannes im Pentagon, wofür es tosenden Applaus gab. Im Kontrast zu den einzelnen Beiträgen animierte Moderator Fresenius die Gäste immer wieder zwischendurch zu Gesangseinlagen aus dem SKG-Liederbuch,  die im stickigen Sitzungsraum die noblen Herrschaften wenigsten  zu etwas Bewegung verhalfen. Nach Horst Kapps Vortrag als Dorffasnachter klang der Abend vor dem Schlusswort des Präsidenten mit drei Lieder von Fresenius aus, darunter das bekannte Don`t worry, be happy auf Pfälzisch. (cm/Fotos:cm)














 

 

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