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Speyer: Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch bekommt großen Hans Purrmann-Preis 2017 - Förderpreis für Catherine Biocca und Steffen Kern
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Samstag, den 11. Februar 2017 um 09:13 Uhr

Am heztigen Samstag wird einer der renommiertesten und mit 20.000 Euro hochdotierten deutschen Künstlerpreise zum dritten Mal verliehen. Die hochkarätige Künstlerjury, der neben Marcel Odenbach (Köln/Düsseldorf), Christian Jankowski (Berlin/Stuttgart), Karin Kneffel (Düsseldorf/München), Martin Liebscher (Berlin/Offenbach) und Ben Willikens (Stuttgart) auch der Direktor des Sprengel Museums Hannover, Dr. Reinhard Spieler, angehören, wählte aus den sieben Finalisten der 30 vorgeschlagenen Künstlern aus acht Ländern die Gewinnerin aus.

 

Der Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer geht 2017 an die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch (geboren 1979 in Neunkirchen, Saar). Die feierliche Preisverleihung findet am Samstag, 11. Februar 2017, im Rathaus von Speyer statt. Die Festreden halten Hansjörg Eger (Oberbürgermeister der Stadt Speyer) und Dr. Klaus Heinrich Kohrs (Jury-Vorsitzender des Großen Hans Purrmann-Preises und ehemaliger stellv. Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes und Schmidt Rottluff Preis).
Der erste Große Hans Purrmann-Preis wurde im Jahr 2012 an den israelischen Künstler Dani Gal verliehen. Ihm folgte 2015 eine der erfolgreichsten deutschen Nachwuchs-Film- und Videokünstlerin, die in Berlin und New York lebende Loretta Fahrenholz.
Den 16 Finalisten (sieben Finalisten des Großen Hans Purrmann-Preises und neun Finalisten des Hans Purrmann-Förderpreises) richtet die Stadt Speyer in der Städtischen Galerie vom 12. Februar 2017 bis zum 12. März 2017 eine Ausstellung aus.
In diesem Jahr erscheint zur Dokumentation erstmals ein Katalog zu den bisherigen Preisträgern des Großen Hans Purrmann-Preises, Dani Gal und Loretta Fahrenholz, und zu den beiden letzten Preisträgern des Förderpreises der Stadt Speyer, Nisrek Varhonja und Lukas Glinkowski. Die Reihe wird von nun an alle zwei Jahre mit den neuen Gewinnern beider Preise fortgesetzt.

Preisträgerin des Großen Hans Purrmann-Preises 2017

Der Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer geht 2017 an Sabrina Fritsch.
Die Art Cologne Preisträgerin 2015 Sabrina Fritsch, Meisterschülerin von Peter Doig an der Kunstakademie Düsseldorf, thematisiert Probleme der Malerei neu. Dabei lehnt sie den Einfluss anderer Medien nicht ab, im Gegenteil: die Struktur ihrer Bilder nährt sich gerade aus dem Pool anderer Techniken und Bildträger. „Der Reiz der Malerei liegt für mich in der formalen Beschränkung auf eine begrenzte Fläche. Alles ist da, gleichzeitig und gleichwertig. Mich interessiert das Bild als Gegenüber, der Dialog zwischen Werk und Autor oder Betrachter (...).“ Sie war mit ihren Arbeiten u.a. in Ausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, im Kunstverein Düsseldorf sowie im Museum Insel Hombroich sowie in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vertreten.
Für den Großen Hans Purrmann-Preis wurde sie vorgeschlagen von Winfried Virnich (Kunsthochschule Mainz).
In der Ausstellung der Städtischen Galerie Speyer ist sie mit vier neuen Arbeiten aus den Jahren 2016 und 2017 vertreten. Bei den Kompositionen beschäftigt sie sich mit dem Spiel von Kräfteverhältnissen und Spannungen zwischen Linie und Grund.

Hans Purrmann-Förderpreis 2017
Parallel zum Großen Hans Purrmann-Preis vergibt die Stadt Speyer seit 1965 den Hans Purrmann-Förderpreis. Wegen des insgesamt ungewöhnlich hohen Niveaus der Bewerbungen entschloss sich die Jury in Übereinstimmung mit der Hans Purrmann Stiftung München (Stifter der Preise) erstmals zwei Förderpreise mit einem Preisgeld von je 6.000 Euro zu vergeben. Die Auszeichnung erhalten die 1984 in Rom geborene Berliner Künstlerin Catherine Biocca und der Münchner Steffen Kern (geboren 1988 in München).
Catherine Biocca, geboren 1984 in Rom, studierte an den Kunstakademien in Düsseldorf und Amsterdam und lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie war Meisterschülerin bei Georg Herold und wurde 2015 für ihre Arbeiten mit den STRABAG Kunstpreis (Wien) ausgezeichnet. Sie war bisher in Ausstellungen u.a. in Peking, London, Amsterdam, Düsseldorf und Zürich vertreten. In ihren Bildern und Installationen untersucht sie die Beziehung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, zwischen Bildträgern und Oberflächen, Skulptur und Grafik und ihren verschiedenen malerischen Ausdrucksformen.
In der Städtischen Galerie in Speyer zeigt Catherine Biocca fünf Arbeiten aus 2014 und 2016, Laser- und Markerzeichnungen auf Wachstuch.
Steffen Kern studierte an der Kunstakademie München bei Karin Kneffel und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Daniel Richter. Er stellte bisher u.a. im Ägyptischen Museum München, in der Pasinger Fabrik sowie in verschiedenen Münchner Galerien aus. Steffen Kerns minutiöse Kohlezeichnungen wirken auf den Betrachter zunächst wie Fotografien. Dies gelingt vor allem durch die Beherrschung von Momenten aus der Fotografie (…), deren perfekte zeichnerische Übersetzung [er] sich angeeignet hat. Die Bildfindung erfolgt aber nicht (…) durch das Abzeichnen realer, vorhandener Fotografien, sondern vielmehr stützt sich der Künstler auf einen Pool von "Metabildern " in seinem Gedächtnis, gespeist durch Filme, Fotografien und Popkultur.
Er ist in der Ausstellung in Speyer mit fünf neuen repräsentativen Arbeiten vertreten, die Artefakten (Bildstörungen bei VHS Kassetten) nachempfunden sind.

Der Namensgeber Hans Purrmann
Die Preise sind dem Andenken des deutschen Malers Hans Purrmann (geb. 1980 in Speyer, gestorben 1966 in Basel) gewidmet, der als Wegbereiter der Moderne gilt. Er stand in stetigem Austausch mit den Impressionisten und der Fauve-Bewegung und beschäftigte sich eingehend u.a. mit der Kunst von Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. In Paris war Hans Purrmann maßgeblich an der Gründung der Académie Matisse beteiligt. Die Unterstützung des künstlerischen Nachwuchses war ihm stets ein wichtiges Anliegen. 1935 übernahm Purrmann in Florenz die Leitung der Deutschen Künstlerstiftung Villa Romana, die Ende der 1930er Jahre auch zu einem Fluchtort deutscher Exilkünstler wurde.
Im November 2016 erschien die Monographie „Neue Wege zu Hans Purrmann“, in dem 24 renommierte Autoren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg und der Hans Purrmann Stiftung, München, neue Forschungsergebnisse zum Leben und Werk des Künstlers präsentieren. Im Frühjahr 2017 zeigt das Buchheim Museum in Feldafing am Starnberger See die Ausstellung „Purrmann und der Expressionismus“ (2. April 2017 bis 9. Juli 2017). Felix Billeter, Leiter des in Mu¨nchen ansässigen Hans Purrmann Archivs, und Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums, kuratieren die Ausstellung gemeinsam. (spa/Fotos: PR)

 

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