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Vorbereitungen für Installation des Kunstprojektes "ODYSSEY 2017" von Robert Koenig laufen auf Hochtouren – Umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen und Workshops als Beitrag der Stadt zum Reformationsjubiläum
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Dienstag, den 21. Februar 2017 um 20:21 Uhr

Die Vorbereitungen für das Projekt  "ODYSSEY 2017" der Stadt Speyer laufen auf Hochtouren. Vom 19. Mai bis zum 6. August 2017 werden im Zentrum von Speyer 45 überlebensgroße Holzfiguren des englischen Künstlers Robert Koenig aufgestellt. Oberbürgermeister Hansjörg Eger versteht diese Installation im öffentlichen Raum als Beitrag der Stadt zum Reformationsjubiläum 2017 und zum Thema "Glaubensfreiheit". "Speyer ist die ökumenischste Stadt in Deutschland mit sehr vielen Religionsgemeinschaften auf engstem Raum", so das Stadtoberhaupt.  Deshalb werden Robert Koenigs Skulpturen nicht nur in der Maximilianstraße,  am Rathaus oder vor der Villa Ecarius, sondern vor allem am Kaiserdom, an der Gedächtniskirche und  der Synagoge "Beith Schalom" symbolische Standorte einnehmen.

 

Anlässlich der "Odyssey 2017" richtet die Abteilung Kultur, Marketing und Kommunikation der Stadt Speyer vom 19. Mai bis 11. Juni gemeinsam mit vielen kulturtreibenden Vereinen, Einrichtungen und Institutionen ein vielfältiges und umfangreiches Rahmenprogramm aus. Die Mitwirkenden setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Reformation und Glaubensfreiheit, Flucht und Vertreibung, Heimat und Migration auseinander und beleuchten diese in Ausstellungen, Filmen, Gesprächen, Konzerten, Lesungen, Rundgängen, Führungen, Theaterstücken und Vorträgen. Gerade mit der Einbindung der Installation in die diesjährigen Kulturtage und andere kulturelle Ereignisse in Speyer während des Ausstellungszeitraumes, soll der Themenschwerpunkt  Reformation diesen Ereignissen wie ein roter Faden folgen, so Eger und zu konstruktiven Auseinandersetzungen und Diskussionen anregen. Neben den zahlreichen Veranstaltungen sollen  insbesondere das "Fest der Kulturen" am 28. Mai auf dem St.-Guido-Stifts-Platz sowie das Café "Botschaft Transit" vom 19. Mai bis 4. Juni im Kulturhof Flachsgasse  als "kommunikative Schiene" zu einem regen Austausch beitragen. Die vielseitigen Angebote in und um das Rahmenprogramm dienten somit gerade im Fokus der aktuellen politischen Ereignisse als  Brücke zum historischen Kontext der Reformation.
Der Künstler Robert Koenig wird einen Monat lang das Projekt in Speyer begleiten. Als 30. Stipendiat des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer wird er sein Atelier beim Künstlerbund in der Sämergasse einrichten. Der Innenhof wird ab 23. Mai zur Offenen Werkstatt, in der Koenig aus Speyerer Eichen zwei weitere ODYSSEY-Figuren anfertigt. Eine davon zieht mit der Ausstellung weiter, die bisher an mehr als 20 Orten in Europa zu sehen war. Die zweite verbleibt in Speyer. Welches der geeignete Standort  sein wird – darüber dürften noch manche Köpfe streiten und heftig zu rauchen beginnen!  Der sehr mitteilsame Künstler lässt sich gerne beim Arbeiten an den Holzskulpturen über die Schulter schauen und freut sich bereits jetzt schon auf interessante Begegnungen und Gespräche mit jungen wie alten Neugierigen. Koenig bietet Rundgänge zu den Odyssey-Stationen und zwei Workshops für Holzbearbeitung: Einen Workshop für Erwachsene über die VHS Speyer sowie einen Workshop für Schüler in der Integrierten Gesamtschule Georg Friedrich Kolb. Von 26. Mai bis 10. Juni präsentiert der Brite zudem Kleinskulpturen in einer Werkschau im Künstlerhaus. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung Odyssey 2017 findet am 19. Mai 2017 um 18 Uhr als Open-Air Veranstaltung gegenüber dem Rathaus statt.

Information:

Die "Odyssey 2017" besteht aus 45 überlebensgroßen Figuren aus Holz. Sie sind 2,50 Meter groß, haben individuelle Gesichtsausdrücke, aber alle die gleiche Körperhaltung. Die Figuren stellen Erniedrigte dar, deren Würde durch die skulpturale Übergröße symbolisch erhöht wird. Sie erinnern an Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Der Künstler selbst nennt sie "Wächter der Erinnerung". ODYSSEY 2017 beitragen werden. Robert Koenigs Ausstellungsprojekt, das bereits in mehreren europäischen Ländern zu sehen war, hat starke biographische Bezüge zu Speyer: Es erinnert auch an die Odyssee seiner Mutter, die 1942 aus der polnischen Gemeinde Dominikowice verschleppt wurde. Als gebürtige Polin wurde sie im nationalsozialistischen Deutschland zur Zwangsarbeit verpflichtet. Zwei Jahre schuftete sie bei den damaligen Pfalz-Flugzeugwerken in einem Arbeitslager in der Domstadt. Ausführliche Informationen zu allen "Odyssey"-Veranstaltungen gibt es unter der Internet-Adresse www.speyer.de/odyssey2017 und in einer Broschüre zum Projekt, die in der Tourist-Info wie im Kulturbüro verfügbar ist. (cm/ Foto: Roland Rasemann)




 

 

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