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Beschimpfungen, Beleidigungen, Morddrohungen: Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt immer noch im Ausnahmezustand - Fragezeichen zu Wallraff-Film mehren sich
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 27. Februar 2017 um 16:05 Uhr

Der Schock sitzt tief bei den Verantwortlichen der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt über die durch das "Team Wallraff" aufgedeckten vermeintlichen Verfehlungen von Betreuerinnen und Betreuern gegenüber den geistig behinderten Schützlingen in ihrer Speyerer Einrichtung. Auch Tage nach der Veröffentlichung in einem Privatsender ist alles andere als Alltag eingekehrt. Geschäftsführer Michael Thorn und Vorsitzender Gerhard Wissmann sind Ziel von übelsten Beschimpfungen, Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen. Man habe die Drohungen an die Polizei weitergeleitet, sagten sie in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

 

Man könne sich immer noch nicht erklären, dass von den angeblichen Missständen vor dem Film nichts bekannt geworden sei und auch danach hätten alle Familienangehörige versichert, dass ihnen von ihren in Lebenshilfe-Pflege befindlichen Angehörigen nichts von Problemen mit Betreuern erzählt worden sei - mit Ausnahme der Rauchpausen auf der Terrasse.
"Das kann zwei Ursachen haben: entweder sind sie eingeschüchtert gewesen durch die Betreuer oder sie sahen keine Probleme", meint Michael Thorn. Die im Film als Betroffene gezeigten Behinderten seien teilweise eigentlich sehr offen und würden kaum hinter dem Berge halten, wenn sie sich schikaniert oder misshandelt fühlen würden.
Zwar seien abfällige Äußerungen nicht zu tolerieren, aber sie seien nicht gegenüber den Behinderten sondern im Betreuerraum getätigt worden. Selbst im Wallraff-Film wird von einer "Expertin" eingeräumt, dass so etwas bei der belastenden Tätigkeit eine notwendige Ventilfunktion habe.
Dass das Personal großen mentalen Belastungen ausgesetzt ist wissen auch Wissmann und Thorn. Deshalb gebe es Supervisionen und 2016 habe man einen Psychologen hinzugezogen, der den Mitarbeitern Hilfestellung im Umgang mit Behinderten geben soll. Das werde auch in diesem - noch verstärkt Jahr - fortgesetzt.
Deshalb ist sich der Vorsitzende sicher, dass die Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt organisatorisch gut aufgestellt ist. Bei allen Überprüfungen, die sowohl angemeldet als auch unangemeldet durchgeführt werden, sei nichts beanstandet worden. Auch wurden alle Empfehlungen umgesetzt worden.
Als Fragwürdig sieht man bei der Lebenshilfe an, dass sie von den Filmemachern erst etwa ein halbes Jahr nach ihren Recherchen von den angeblichen Missständen informiert worden seien: "Wenn es denen um die Behinderten gegangen wäre, dann hätten sie uns unverzüglich informieren müssen, aber es ging ihnen in erster Linie wohl um ihren Film", so Michael Thorn.
Man könne verstehen, dass viele verunsichert seien. Deshalb werde man alles tun, um das bisher der Lebenshilfe entgegengebrachte Vertrauen weiterhin zu rechtfertigen. (ks/Foto: Archiv)

Siehe auch KLARTEXT

 

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